Der Zoo Neuwied bittet im Internet um Unterschriften
Population der Pinguine durch Hafenbau in Chile bedroht
Informationen über aktuelle Schutzbemühungen vor Ort
Neuwied. Die Pinguine zählen mit ihrem liebenswert tollpatschigen Watschelgang zu den Lieblingen der Besucher des Zoo Neuwied. 16 Humboldtpinguine sind nunmehr seit über zehn Jahren im größten Zoo von Rheinland-Pfalz zuhause und haben schon häufig für Nachwuchs gesorgt.
Diese Tatsache scheint ganz aktuell noch mehr an Bedeutung zu gewinnen: Mitten in einem der Hauptbrutgebiete der HumboldtPinguine in Chile soll in Kürze ein
modernes Hafengebiet entstehen. Von dieser Baumaßnahme in Südamerika wären etwa 13.000 Brutpaare inklusive deren Nachwuchs unmittelbar betroffen. Nachdem die Pinguinart in ihrem Bestand bereits über Jahrzehnte kontinuierlich durch Guanoabbau
dezimiert wurde, steht nun also ein noch größerer Bestandseinbruch bevor. „Die Pinguine am Humboldtstrom erwartet Ungeheueres!“, so Zoodirektor Mirko Thiel vom Zoo Neuwied. „Dieses Bauprojekt gilt es unbedingt abzuwenden – neben den Pinguinen wird dadurch einem ganzen Hotspot an Artenvielfalt der Garaus gemacht.“. Der Zoo Neuwied ruft seine Zoo-Besucher daher auf, sich beispielsweise unter www.sphenisco.org über die aktuellen Schutzbemühungen vor Ort zu informieren sowie darüber hinaus die Online-Petition von „Rettet den Regenwald“ zu unterzeichnen (https://www.regenwald.org/aktion/1035/bitte-unterschreibt-26-000-humboldt-pinguine-retten), um sich so am Protest gegen den
geplanten Hafen am Pazifik zu beteiligen. Im Zoo Neuwied kann man die Frackträger nicht nur um 15.15 Uhr bei der Fütterung beobachten, sondern aktuell auch bei Brutvorbereitungen an den Bruthöhlen zusehen. Damit dies zukünftig auch in Chile noch möglich ist, benötigen die aufrecht gehenden Fischfresser jede Menge Hilfe.
Pressemitteilung
Zoo Neuwied
