Allgemeine Berichte | 07.01.2020

Tschida-Ensemble begeisterte mit abwechslungsreichem Konzert bei den Uferlichtern

Preiset das Christkind und preist seine Mutter

Beeindruckten in der Willibrorduskirche: Ilse Kösling am Klavier, die Sopranistin Alexandra Tschida und Britta Bauer an der Querflöte.Foto: SCHÜ

rBad Neuenahr. Die Uferlichter sind auch deshalb so beliebt, weil in der Zeit „zwischen den Jahren“, also nach Weihnachten und vor Silvester, viele Veranstaltungen angeboten werden. Eines dieser Angebote brachte das Tschida-Ensemble in die Willibrorduskirche. Und das Trio rund um die Ahrweiler Sopranistin Alexandra Felizitas Tschida hatte für sein Weihnachtskonzert ein abwechslungsreiches Programm mit dem Titel „Ihr Kinderlein kommet“ mitgebracht.

Gemeinsam gesungen, zusammen gefilmt

Das titelgebende Stück - ein kirchlicher Weihnachtsliedklassiker nach einem Gedicht von Christoph von Schmid - wurde von Künstlern und Besuchern zu Beginn gemeinsam gesungen. Eine schöne Einstimmung, allerdings etwas ungewöhnlich, zumal Musiker und Publikum dabei gefilmt wurden, denn der WDR war kurz zu Dreharbeiten vorbeigekommen, um Aufnahmen fürs Fernsehen zu machen. Bei der Begrüßung stellte Alexandra Tschida, die moderierend durch den gesamten Abend führte, die Frage, wer denn auf die armen, notleidenden Flüchtlingskinder, die auf der griechischen Insel Lesbos lebten, warte. Wer dafür sorge, dass sie an einen Ort kämen, wo sie sicher seien. Ein nachdenklicher Beginn, aber ein berechtigtes Anliegen. Anschließend nahm Tschida die staunenden Zuhörer auf eine musikalische Reise durch fast ganz Europa mit.

Lieder aus ganz Europa

Und die polyglotte Sopranistin sang dabei alle Titel in der jeweiligen Landessprache. Ob englisches beziehungsweise britisches Volkslied, ob italienische, französische oder spanische Weise, ob aus Dänemark, Finnland oder Schweden, der Reigen der Lieder war bunt und ein Fest für die variable Stimme der Sängerin und Gesangslehrerin. Zwei Dinge stellten den roten Faden da: Stets ging es in den Texten, die zum Verständnis auch übersetzt wurden, entweder um das Jesuskind oder um seine Mutter Maria. Und stets wurde Tschida von ihren Musikerinnen - Ilse Kösling am Klavier und Britta Bauer an der Querflöte begleitet, mal zu zweit, mal zu dritt. Ein Fest für eine schöne, warme Stimme wie die von Tschida, mal piano, dann forte, mal dolce, dann furioso, mal adagio dann wieder presto. Auf den Punkt brachte den Inhalt des Konzertprogramms das Weihnachts-Wiegenlied von John Rutter, in dem es heißt: Preiset das Christkind und preist seine Mutter.

Instrumentales am Klavier und auf der Querflöte

Aber es gab auch Raum für Instrumentales. Ilse Kösling, die wie Tschida an der Folkwang Hochschule in Essen studierte, zeigte mit der Sonate in C-Dur von Domenico Scarletti und mit Peter I. Tschaikowskys Weihnachten aus dem Jahreszeitenzyklus ihre hohe Klavierkunst. Und Britta Bauer, Dozentin am Mozarteum in Salzburg, bewies ihr Ausnahmekönnen an der Querflöte mit der Sonate in Es-Dur von Johann Sebastian Bach, beinahe atemlos lauschte das Publikum ihrem Spiel.

Die insgesamt zwanzig Titel ließen die gute Stunde wie im Fluge vergehen, am Ende gab es begeisterten Applaus für ein äußerst kurzweiliges Konzert und Blumen für die Protagonistinnen. Zum Dank für den Beifall spendierte das Tschida-Ensemble den Besuchern, aber auch Gerd Weigl, der im Hintergrund alle Fäden für die Veranstaltung gezogen hatte, eine hinreißende Zugabe: The Lord´s Prayer. SCHÜ

Beeindruckten in der Willibrorduskirche: Ilse Kösling am Klavier, die Sopranistin Alexandra Tschida und Britta Bauer an der Querflöte.Foto: SCHÜ

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