Mayener Karnevalssession endete mit traditioneller Prinzenbeerdigung
Prinz-Karneval Uli I. wurde feierlich verabschiedet
Mayen. Alles Schöne geht leider auch irgendwann einmal zu Ende! So auch die Prinzensession vom Mayener Karnevalsprinzen Uli I. Kurz vor 23 Uhr ging bei Schnee und Minus-Temperaturen am Karnevalsdienstag die mit Stroh gefüllte Puppe, genannt „Nubbel“, in Flammen auf. Mit dieser traditionellen Handlung ist die Mayener-Karnevalssession 2017/2018 offiziell Geschichte und Prinz Uli I. wieder der normale Bürger Uli Walsdorf. Zuvor verabschiedete sich der Prinz in einer sehr emotionalen Ansprache und mit seinen Liedern von seinen Untertanen. Dabei vergaß er nicht, all jene zu erwähnen, die diesen Kindheitstraum wahr werden ließen, besonders sein Hofstaat, besetzt mit den beiden Pagen, Ehefrau Nicole und Schwester Silvia Hölzer, sein Freund Heinz Spurzem als Mundschenk sowie Hofnarr Peter Ospel. Auch der Präsident der Alten Großen Mayener Karnevalsgesellschaft, Christoph Schwab, würdigte die Session des Geschäftsführers der Gesellschaft mit sehr persönlichen Worten. Nach den Ansprachen und einer kurzen Pause wurde eine Bierbank in den Raum getragen. Darauf lag „Prinz-Karneval“ unter einer dunklen Decke versteckt. „Pastor“ Rolf Keuser, welcher seit über 20 Jahren durch die Zeremonie führt und in diesem Jahr selbst sein 25-jähriges Prinzenjubiläum feiert, unterhielt mit einer abermals grandiosen Predigt die anwesende „Trauergemeinde“. Seine „Messdiener“ verteilten dazu im passenden Moment kräftig und traditionsgemäß viel Wasser und Konfetti im Saal. Anschließend zog der „Trauerzug“ mit brennenden Kerzen in Begleitung des Fanfahrencorps Grün-Weiß vor die Gaststätte. Mit dieser Veranstaltung ist die Mayener Karnevalsession 2017/2018 offiziell beendet, aber alle Karnevalisten freuen sich jetzt schon wieder darauf, wenn es ab Anfang November 2018 wieder heißt: „Mayen Mayoh!“
Roland Schäfges
