Allgemeine Berichte | 05.06.2025, 11:37 Uhr

Exkursionen durch die Moselweinberge waren das Highlight

Projekt „Artenvielfalt in den Moselweinbergen“ der Grundschule Dohr

Die Kinder in den Moselweinbergen. Foto: Grundschule Dohr
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Cochem-Dohr. In den letzten Wochen beschäftigten sich die Kinder der Grundschule Cochem-Dohr mit dem Projekt „Artenvielfalt in den Moselweinbergen“. Im Unterricht brachte Regina Haase den Kindern die Artenvielfalt der Flora und Fauna der Moselweinberge in Bildern, Videos, Fundstücken und Erzählungen nahe.

Jede Klasse beschäftigte sich im Unterricht intensiv mit einem Tier – Marienkäfer, Mauereidechse, Gottesanbeterin oder Schwalbenschwanz. Zu dem jeweiligen Tier erarbeiteten die Kinder Steckbriefe. Mit reichlich Material und Know-how wurden die Lehrerinnen und Kinder vom Dienstleistungszentrum ländlicher Raum (DLR) Mosel, unterstützt.

Das Gelernte wurde praktisch erfahrbar in den Moselweinbergen von Mesenich. Dorthin kamen die Kinder an zwei Nachmittagen mit ihren Eltern. Die Naturerlebnisbegleiterin Bärbel Serwazi und Regina Haase führten die Kinder über den Weg der „Mesenicher Steinräuschskäpp“ unter anderem auch zum Leuchtpunkt der Artenvielfalt. Auf den Weinbergswegen gab es viel Interessantes zu entdecken. Alle Sinne wurden geschärft und mit hoher Aufmerksamkeit ging es langsam voran. Die Kinder suchten im Team nach Pflanzen und Tieren auf ihren Bestimmungsbögen. Genaues Hinsehen, Hinhören, Anschleichen und leise sein waren gefordert. Man freute sich über jede Entdeckung. Anna Schmitz aus der ersten Klasse meinte begeistert: „Ich habe heute Tiere gesehen, die ich noch nicht kannte.“ Besonders angetan hatten es ihr die Mauereidechsen. Karl Meyer aus der zweiten Klasse war fasziniert von den Gelegen, den sogenannten Ootheken der Gottesanbeterinnen. „Das war sehr cool“, meinte er. Bemerkenswert fanden andere den weißen Mauerpfeffer, den Färberwaid, die Weinbergschnecke in ihrem Versteck, den Grashüpfer und den Turmfalken, der hoch am Himmel rüttelte.

In Teams puzzelten die Schülerinnen und Schüler ihre Klassentiere zusammen. An verschiedenen Stationen vertieften die Kinder ihr Wissen, beantworteten Fragen, führten Aktionen aus, untersuchten Mauern und Böden und erkannten viele interessante Zusammenhänge.

Beobachtungskästen faszinierten

Fasziniert waren die Schülerinnen und Schüler auch von den Beobachtungskästen in den Klassen. Diese enthielten Raupen des „kleinen Fuchses“, die bis zu ihrer Verpuppung täglich mit frischen Brennnesselblättern gefüttert werden mussten. Die Aufregung der Kinder war groß, als sie die ersten geschlüpften Schmetterlinge entdeckten. Neugierig betrachteten sie die flatternden Falter. Nach dem Austrocknen der Flügel ließen die Kinder die Schmetterlinge auf dem Schulhof frei. Alle freuten sich, als die Schmetterlinge gen Himmel flogen. Zurück blieben nur die leeren Hüllen der Puppen und die Kinder fragten sich, wie ein so schöner, großer Schmetterling in so eine kleine Hülle passen kann. Alle Kinder fanden es toll, die Entwicklung der Raupen über die Puppe zum fertigen Schmetterling hautnah miterleben zu können. So haben die Kinder mit der Aufzucht der Schmetterlinge das Leben etwas bunter gemacht.

Alle Kinder und auch die Eltern waren sich einig, dass die Woche der Artenvielfalt ein ganz tolles Projekt war.

Die Kinder in den Moselweinbergen. Foto: Grundschule Dohr

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