Ausstellung im Keramikmuseum Westerwald zeigt Arbeiten von zehn Beschäftigten der Caritas-Werkstätten in Nauort

Projekt „Keramik all inclusive“ begeistert

Projekt „Keramik all inclusive“ begeistert

Workshop unter professioneller Begleitung: In der museumspädagogischen Werkstatt des Keramikmuseums hatten die Beschäftigten der Caritas-Werkstätten ihre Kunstwerke aus Ton angefertigt. Foto: Karamikmuseum/Helge Articus

13.05.2022 - 15:55

Höhr-Grenzhausen/Nauort. „Keramik all inclusive“ ist der Titel einer Ausstellung, die derzeit im Keramikmuseum Westerwald in Höhr-Grenzhausen zu bewundern ist. Sie zeigt die Werke von zehn Beschäftigten der Caritas-Werkstätten aus Nauort. Unter professioneller Begleitung hatten die Beschäftigten mit geistiger oder psychischer Beeinträchtigung Ende vergangenen Jahres ihre Kunstwerke aus Ton in der museumspädagogischen Werkstatt des Keramikmuseums angefertigt. Dass die dabei entstandenen Arbeiten nun auch im Rahmen einer Ausstellung der breiten Öffentlichkeit präsentiert werden, macht alle Beteiligten natürlich besonders stolz. Mit einer Vernissage wurde die Ausstellung kürzlich in Höhr-Grenzhausen eröffnet. Sie ist dort noch bis 3. Juli zu sehen.

„Zusammen mit der Nassauischen Sparkasse, die gezielt nachhaltige und sozial engagierte Projekte in der Region fördert, setzt sich das Keramikmuseum Westerwald aktiv für die Gleichstellung von Menschen mit Beeinträchtigungen ein und hat das Projekt ‚Keramik all inclusive‘ gestartet“, betonte Museumsleiterin Nele van Wieringen bei der Ausstellungseröffnung, an der unter anderem auch Landrat Achim Schwickert teilnahm. Inklusives Lernen solle eine Selbstverständlichkeit werden, wobei Einrichtungen der Weiterbildung die Einzigartigkeit und individuellen Bedürfnisse aller Menschen berücksichtigen und fördern sollen. „Keramik all inclusive“ soll zudem keine einmalige Aktion bleiben, wie auf der Internetseite des Museums zu erfahren ist. Für die Beteiligten, deren Interesse an der Keramik geweckt wurde, werde nach dem Projekt eine inklusive Gruppe gestartet, in der Menschen mit und ohne Behinderung miteinander im kreativen Prozess sich gegenseitig unterstützen und bereichern, heißt es dort. „Durch die kontinuierliche Zusammenarbeit und eine langfristige Kooperation wirkt das Projekt zudem lange nach. Die Aktion findet im dreijährigen Turnus statt“, sagte die Museumsleiterin, aus deren Sicht auch Museen zur Unterstützung und Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention aufgerufen sind. Das Keramikmuseum Westerwald setzt die Konvention effektiv um und baut damit Barrieren ab. „Gerne haben wir das erste Museumsprojekt dieser Art unterstützt und wir werden das in Zukunft turnusmäßig alle drei Jahre weiter tun“, unterstrich dabei auch der Vorstandsvorsitzende das Nassauischen Sparkasse, Günter Högner, und ergänzte: „Es geht dabei um Inklusion, das heißt, jeder Mensch kann überall dabei sein. Da sind auch wir von der Nassauischen Sparkasse gerne mit dabei.“

Die Werke, die bei der ersten Ausstellung dieser Art im Keramikmuseum Westerwald in Höhr-Grenzhausen ausgestellt werden, stammen von den Beschäftigten der Caritas-Werkstätten in Nauort: Liesa-Marie Pleger, Sevinc Suguen, Petra Rötger, Joshua Johannes Haas, Christian Thelen, Tanja Reichert, Reyhan Altun, Joshua Hartwig, Richard Beseler und Stefan Jung.

Weitere Infos gibt es auch auf der Homepage des Keramikmuseums unter www.keramikmuseum.de. Eine umfangreiche Bildergalerie und Filmbeiträge zur Ausstellung in Höhr-Grenzhausen gibt es außerdem auf der Internetseite der Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn unter www.cw-wwrl.de. Pressemitteilung des

Caritasverbandes

Westerwald-Rhein-Lahn

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Stellenmarkt
Weitere Berichte

Der Mann soll ein Mädchen an verschiedenen Körperteilen sowie im Intimbereich berührt haben.

Foto-Fahndung: Wer kennt diesen Mann?

Bonn. Die Bonner Polizei hat auf richterlichen Beschluss Fotos eines bislang Unbekannten veröffentlicht. Er soll am 30.05.2022 in der Stadtbahnlinie 18, die von Bornheim in Richtung Bonn fuhr, ein Mädchen mehrfach an verschiedenen Körperteilen sowie im Intimbereich berührt haben. Da die bisherigen kriminalpolizeilichen Ermittlungen nicht zur Identifizierung des Tatverdächtigen geführt haben, bittet die Polizei nun um Hinweise. mehr...

Die betreffende Achterbahn bleibt zunächst geschlossen und soll durch den TÜV geprüft werden

Nach tödlichem Unfall: Klotti-Park hat wieder geöffnet

Klotten. Seit heute, 9. August, hat der Klotti-Park in Klotten im Kreis Cochem-Zell wieder für Besucher geöffnet. Am Samstag kam es im Park zu einem tragischen Unglück: Eine 57-Jährige Parkbesucherin starb nach einem Sturz aus einer Achterbahn. Die Ermittlungen des Unfallhergangs durch die Behörden dauern noch an. Die Untersuchungen vor Ort seien allerdings mittlerweile beendet und die vom Unfall... mehr...

Das Fahrzeug der überholenden Autofahrerin überschlug sich mehrfach -

Überholvorgang misslingt: Schwerer Unfall auf A 48 bei Koblenz

Koblenz. Am Dienstag, 9. August, gegen 13.45 Uhr kam es auf der A 48 Fahrtrichtung Trier zwischen der Ausfahrt Koblenz-Nord und dem Autobahnkreuz Koblenz zu einem Alleinunfall. Die 45-jähriger Pkw-Fahrerin kam nach einem Überholvorgang vom linken Fahrstreifen in Richtung des Grünstreifens von der Fahrbahn ab. Dabei kollidierte sie mit der Schutzplanke und überschlug sich mehrfach. Der Pkw kam auf dem Fahrzeugdach im Grünstreifen zum Stillstand. mehr...

 
Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
LESETIPPS
GelesenNeueste
aktuelle Beilagen
Inhalt kann nicht geladen werden

 

Firma eintragen und Reichweite erhöhen!
Kommentare
Friedrich:
Und warum waren die Türen nicht verschlossen von innen ? ...
Franz-Josef Dehenn:
Dieser Vandalismus im Neuwieder-ZOO geht mal gar nicht. Warum hat die Person das nur gemacht ? Ich kann nur hoffen, das man die Person bekommt und diese eine saftige Strafe bekommt. ...
juergen mueller:
Eine Möglichkeit, unserer Gesellschaft Kultur wieder etwas näher zu bringen. Ich glaube, dass wir einen Kulturverlust in unserer Gesellschaft haben. Die Dinge, die uns umgeben, nehmen wir als selbstverständlich wahr und haben uns abgewöhnt, Fragen daran zu stellen. Alleine auf die Frage: "Interessierst...
Service