ADFC-Kreisverband Bonn/Rhein-Sieg
Radpendlerrouten realisieren
Siegburg. Um Fahrverbote für ältere Dieselkraftfahrzeuge in der Bonner City zu vermeiden, fordert der ADFC-Kreisverband Bonn/ Rhein-Sieg, unverzüglich mit der Realisierung von Radpendlerrouten zwischen dem Rhein-Sieg-Kreis und Bonn zu beginnen. Für drei konkrete Routen aus dem linksrheinischen Kreisgebiet nach Bonn hat der ADFC im Frühjahr Vorschläge unterbreitet und die Kosten für die Herstellung der grundlegenden Verbindungsfunktion von rund 40 Kilometern dieser Radpendlerrouten mit lediglich 1,5 Millionen Euro beziffert. „Das ist im Vergleich zu dem, was für den Autoverkehr jährlich in der Region Bonn ausgegeben wird, ein sehr geringer Betrag“, meint Dr. Georg Wilmers, verkehrspolitischer Sprecher des ADFC für den linksrheinischen Teil des Rhein-Sieg-Kreises.
„Für relativ wenig Geld können Radwegeverbindungen von Bornheim, Alfter, Swisttal, Rheinbach und Meckenheim nach Bonn so hergerichtet werden, dass sie relativ sicher und zügig befahren und daher guten Gewissens zum Pendeln mit dem Rad empfohlen werden könnten, auch wenn dann noch viel fehlen würde, was eine gute Radpendlerroute ausmacht“, erläutert Dr. Wilmers. „Ein tauglicher Anfang wäre aber gemacht. Und der tut angesichts der täglichen Staus auf den Autobahnen und Einfallstraßen in und um Bonn und überfüllter Züge in der Hauptverkehrszeit sicherlich bitter Not.“
Der ADFC verweist darauf, dass laut einer Studie der IHK Bonn/Rhein-Sieg aus dem Jahr 2015 über 25.000 Personen werktäglich aus dem linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis nach Bonn pendeln, die meisten davon mit dem Auto. Wenn auch nur ein geringer Teil davon durch ein geeignetes Angebot dazu bewegt werden kann, manches Mal oder gar oft statt mit dem Auto mit dem Rad zu pendeln, würde das die Umwelt in der Bonner City spürbar und schnell entlasten, ist der ADFC überzeugt.
Pressemitteilung des
ADFC-Kreisverbands
Bonn/Rhein-Sieg
