Weiser Möhnenball: Volltanken an der Aperol Station
Rasante Weiser Möhnen feiern Obermöhn Heike (Stüber)
Neuwied. Zu einer rasanten „Spritztour“ luden die Weiser Möhnen am Samstagabend zum traditionellen und wie gewohnt ausverkauften Ball in die Festhalle. Tatsächlich sind die Möhnen seit Jahrzehnten eine Institution für Spaß, Gemeinschaft und Frohsinn.
Dies wurde überdeutlich, als der Vorstand, erweitert um einige Aktive, in den Kostümen vergangener Jahre ein Hochlied auf die Möhnen anstimmte und das Gefühl besang. Bis ins Jahr 1979 ging die modische Zeitreise zurück. Das sich im Dörfje keiner Sorgen um die Zukunft machen muss unterstrichen die Mini-Möhnen. Zu Ghostbusters debütierte der 12- bis15-jährige Nachwuchs auf der großen Bühne.
Die Spritztour zu Ehren von Obermöhn Heike (Stüber) begann an der Aperol Station. Zu diesen Zeitpunkt war die Obermöhn längst warmgelaufen. In der Hofburg Wagenbauhalle waren zuvor die Abordnungen und geladenen Gäste zum Empfang eingeladen. Gemeinsam und mit Musik marschierte man im Anschluss zur herrlich dekorierten Narhalla. Als an der Aperol Station die Getränke knapp wurden, sprang der Möhnenvorstand ein. In riesigen bunten Cocktailgläsern und mit stimmungsvollen Liedern setzten sie zu früher Stunde das zweite Ausrufezeichen des Abend. Das erste stammte von Obermöhn Heike persönlich. Nachdem das offizielle Protokoll erledigt war, ließen sie Britta Endres (Protokollarin), Pamela Hoffmann (Mundschenk), Renate Krah (Kassiererin) und Simone Leibig (Schatzmeister) Vicky Leandros Karussell rasant rotieren.
Mit „Ich liebe das Leben“ sprachen bzw. tanzten die Fünf allen Möhnen aus dem Herzen. Der Möhnenvorstand um Präsidentin Nadja Bröhldick hatte nicht zu viel versprochen. Wie bei einem guten Cocktail kommt es auf das richtige Mischungsverhältnis an. Die Moderatorinnen Steffi Nink, Christina Grosser und Luisa Stein stimmten Tanz, Musik, Gesang und Sketche aufeinander ab. Mit dem „gute Laune Lied“ rockte das Trio zudem den Saal. Die Weiser Möhnenfunken mit Hauptmann Simone Johann begeisterten mit einem Tanz auf italienische Hits. Die „Sektperlen“ veranschaulichten, wie kompliziert Frau sich im Getränke bestellen tut. Während am Männer Stammtisch nebenan eine Runde Kölsch nach der anderen lief, stand man vor großen Fragen wie: Sekt mit oder ohne O-Saft? O-Saft frisch gepresst oder nicht? Mit oder ohne Fruchtfleisch? Genauso humorig ging es beim Trio Tricolore bei der pantomimischen Spurensuche zu. Am Ende: Alles nur ein Missverständnis.
Ebenso wie im Sketch von Andrea Kley und Sarah Hißenauer. Letztere malte sich als Rechtsanwalt im Gespräch mit einem Arzt bildlich, bis zur Ohnmacht, aus was bei der Ehefrau alles so im Argen liegt. Aber falsch verbunden, der Arzt war kein Arzt, sondern der KfZ-Meister. Der Möhnenball bot also jede Menge zum Lachen aber auch zum Staunen. Beispielsweise als „Black Magic“ die Narhalla als riesiger Wurm betrat. Am Ende dieser Schwarzlicht Nummer entpuppten sich wunderschön leuchtende Schmetterlinge. Originalität legten die Showtanzgruppen ebenfalls an den Tag. Als Prolog zu „Jim Knopf“ marschierte bzw. rollten die Mojitos als Lokomotive ein. Ein richtig gute Laune Tanz, der mit Hebefiguren brillierte. Klassisch ging es hingegen bei den Heimbach-Weiser Funkenmariechen und der Tanzgarde der KG-Weis zu. Synchron und präzise saßen die Schritte, strahlend die Gesichter. Nicht nur die Freunde schmissiger Gardetänze feierten die Formationen. Passend zur Reiseleidenschaft von Obermöhn Heike tanzten zwanzig „Flotte Feger“ mit artistischen Elementen rund um den Globus. Flugeinlagen sorgten für Begeisterungsstürme.
Praktisch schon ein Original sind die Rosenzwerge. Die Gesangscombo brachte die Narhalla zum Kochen. Spätestens jetzt hielt es auch den letzten nicht mehr auf dem Stuhl. Die Fastnachtsgecken brauchten sich eigentlich nicht mehr setzen, denn mit dem Männerballett, formal die einzigen Männer, die beim Möhnenball auf der Bühne stehen, ging es in Richtung Finale. Die harten Jungs rockten die Narhalla mit fetzigen Songs. Praktisch eine Institution ist das Weiser Möhnenballett. Als es einmal auszufallen drohte, sprangen einfach ehemalige Mitglieder, zum Spaß auf Rollatoren, ein. Frisch und spritzig präsentierte sich das von Yvette Robol trainierte Möhnenballett wie nie weggewesen. Und das auch noch auf einem Potpourri kölscher Karnevalslieder, die das Publikum begeistert mitsang. Zum großen Finale, dem Verneigen vor der Obermöhn und dem Obermöhnenlied, gab es noch einmal ein Wiedersehen aller Mitwirkenden auf der Bühne.
FF
In einer Revue sangen und präsentierte der Vorstand und Aktive Kostüme aus fünf Jahrzehnten.
Sketche und Humor werden beim Weiser Möhnenball immer groß geschrieben.
Bis ins kleinste Detail: Tolle Kostüme, aufwendige Schminke und ein Flugzeug als Ohrstecker hoben 20 Flotte Feger.
Die Heimbach-Weiser Funkenmariechen sind im Dörfje eine Institution.
Fotogalerie: Weiser Möhnenball 2026
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