Allgemeine Berichte | 26.01.2026

Weiser Möhnenball: Volltanken an der Aperol Station

Rasante Weiser Möhnen feiern Obermöhn Heike (Stüber)

Als fantasievolle Cocktailvarianten begrüßte der Möhnenvorstand die Fastnachtsgecken.Fotos: FF

Neuwied. Zu einer rasanten „Spritztour“ luden die Weiser Möhnen am Samstagabend zum traditionellen und wie gewohnt ausverkauften Ball in die Festhalle. Tatsächlich sind die Möhnen seit Jahrzehnten eine Institution für Spaß, Gemeinschaft und Frohsinn.

Dies wurde überdeutlich, als der Vorstand, erweitert um einige Aktive, in den Kostümen vergangener Jahre ein Hochlied auf die Möhnen anstimmte und das Gefühl besang. Bis ins Jahr 1979 ging die modische Zeitreise zurück. Das sich im Dörfje keiner Sorgen um die Zukunft machen muss unterstrichen die Mini-Möhnen. Zu Ghostbusters debütierte der 12- bis15-jährige Nachwuchs auf der großen Bühne.

Die Spritztour zu Ehren von Obermöhn Heike (Stüber) begann an der Aperol Station. Zu diesen Zeitpunkt war die Obermöhn längst warmgelaufen. In der Hofburg Wagenbauhalle waren zuvor die Abordnungen und geladenen Gäste zum Empfang eingeladen. Gemeinsam und mit Musik marschierte man im Anschluss zur herrlich dekorierten Narhalla. Als an der Aperol Station die Getränke knapp wurden, sprang der Möhnenvorstand ein. In riesigen bunten Cocktailgläsern und mit stimmungsvollen Liedern setzten sie zu früher Stunde das zweite Ausrufezeichen des Abend. Das erste stammte von Obermöhn Heike persönlich. Nachdem das offizielle Protokoll erledigt war, ließen sie Britta Endres (Protokollarin), Pamela Hoffmann (Mundschenk), Renate Krah (Kassiererin) und Simone Leibig (Schatzmeister) Vicky Leandros Karussell rasant rotieren.

Mit „Ich liebe das Leben“ sprachen bzw. tanzten die Fünf allen Möhnen aus dem Herzen. Der Möhnenvorstand um Präsidentin Nadja Bröhldick hatte nicht zu viel versprochen. Wie bei einem guten Cocktail kommt es auf das richtige Mischungsverhältnis an. Die Moderatorinnen Steffi Nink, Christina Grosser und Luisa Stein stimmten Tanz, Musik, Gesang und Sketche aufeinander ab. Mit dem „gute Laune Lied“ rockte das Trio zudem den Saal. Die Weiser Möhnenfunken mit Hauptmann Simone Johann begeisterten mit einem Tanz auf italienische Hits. Die „Sektperlen“ veranschaulichten, wie kompliziert Frau sich im Getränke bestellen tut. Während am Männer Stammtisch nebenan eine Runde Kölsch nach der anderen lief, stand man vor großen Fragen wie: Sekt mit oder ohne O-Saft? O-Saft frisch gepresst oder nicht? Mit oder ohne Fruchtfleisch? Genauso humorig ging es beim Trio Tricolore bei der pantomimischen Spurensuche zu. Am Ende: Alles nur ein Missverständnis.

Ebenso wie im Sketch von Andrea Kley und Sarah Hißenauer. Letztere malte sich als Rechtsanwalt im Gespräch mit einem Arzt bildlich, bis zur Ohnmacht, aus was bei der Ehefrau alles so im Argen liegt. Aber falsch verbunden, der Arzt war kein Arzt, sondern der KfZ-Meister. Der Möhnenball bot also jede Menge zum Lachen aber auch zum Staunen. Beispielsweise als „Black Magic“ die Narhalla als riesiger Wurm betrat. Am Ende dieser Schwarzlicht Nummer entpuppten sich wunderschön leuchtende Schmetterlinge. Originalität legten die Showtanzgruppen ebenfalls an den Tag. Als Prolog zu „Jim Knopf“ marschierte bzw. rollten die Mojitos als Lokomotive ein. Ein richtig gute Laune Tanz, der mit Hebefiguren brillierte. Klassisch ging es hingegen bei den Heimbach-Weiser Funkenmariechen und der Tanzgarde der KG-Weis zu. Synchron und präzise saßen die Schritte, strahlend die Gesichter. Nicht nur die Freunde schmissiger Gardetänze feierten die Formationen. Passend zur Reiseleidenschaft von Obermöhn Heike tanzten zwanzig „Flotte Feger“ mit artistischen Elementen rund um den Globus. Flugeinlagen sorgten für Begeisterungsstürme.

Praktisch schon ein Original sind die Rosenzwerge. Die Gesangscombo brachte die Narhalla zum Kochen. Spätestens jetzt hielt es auch den letzten nicht mehr auf dem Stuhl. Die Fastnachtsgecken brauchten sich eigentlich nicht mehr setzen, denn mit dem Männerballett, formal die einzigen Männer, die beim Möhnenball auf der Bühne stehen, ging es in Richtung Finale. Die harten Jungs rockten die Narhalla mit fetzigen Songs. Praktisch eine Institution ist das Weiser Möhnenballett. Als es einmal auszufallen drohte, sprangen einfach ehemalige Mitglieder, zum Spaß auf Rollatoren, ein. Frisch und spritzig präsentierte sich das von Yvette Robol trainierte Möhnenballett wie nie weggewesen. Und das auch noch auf einem Potpourri kölscher Karnevalslieder, die das Publikum begeistert mitsang. Zum großen Finale, dem Verneigen vor der Obermöhn und dem Obermöhnenlied, gab es noch einmal ein Wiedersehen aller Mitwirkenden auf der Bühne.

FF

In einer Revue sangen und präsentierte der Vorstand und Aktive Kostüme aus fünf Jahrzehnten.

In einer Revue sangen und präsentierte der Vorstand und Aktive Kostüme aus fünf Jahrzehnten.

Sketche und Humor werden beim Weiser Möhnenball immer groß geschrieben.

Sketche und Humor werden beim Weiser Möhnenball immer groß geschrieben.

Bis ins kleinste Detail: Tolle Kostüme, aufwendige Schminke und ein Flugzeug als Ohrstecker hoben 20 Flotte Feger.

Bis ins kleinste Detail: Tolle Kostüme, aufwendige Schminke und ein Flugzeug als Ohrstecker hoben 20 Flotte Feger.

Die Heimbach-Weiser Funkenmariechen sind im Dörfje eine Institution.

Die Heimbach-Weiser Funkenmariechen sind im Dörfje eine Institution.

Fotogalerie: Weiser Möhnenball 2026

Foto: alle FF

Video: Weiser Möhnenball zu Ehren von Obermöhn Heike
© FF

Als fantasievolle Cocktailvarianten begrüßte der Möhnenvorstand die Fastnachtsgecken. Fotos: FF

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Dauerauftrag 2025
Imageanzeige Werbeplan 2026
Imageanzeige - Dauerauftrag
Nacht der Vulkane
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, Juli 2026
150 Jahre Zeitungsgeschichte
Lossprechungsfeier Schreiner-Innung
Empfohlene Artikel
Vier Tage lang wird in Neuwied gefeiert. Foto: FF
541

Neuwied. Mit Tanzdarbietungen und flotten Klängen, dargeboten von jungen Neuwiedern, eröffnete Oberbürgermeister Jan Einig am Donnerstagnachmittag das 45. Deichstadtfest. Mit treffsicheren Schlägen war das obligatorische Fass in Kürze angezapft. Die krachenden Schüsse der Neuwieder Schützengesellschaft ließen jeden in der Stadt wissen: Jetzt darf vier Tage lang gefeiert werden.

Weiterlesen

Die neuen Deichwächter: Ungarische Zackelschafe pflegen den Deich Neuwied-Engers.
199

Neuwied. Sie stammen aus Ungarn, ihre Hörner sind bis zu einen Meter lang und sie verfügen über echte „Superkräfte“: Auf dem Rheindeich Neuwied-Engers, den die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord jüngst umfassend saniert hat, grasen seit kurzem 29 Ungarische Zackelschafe. Wie die tierischen Rasenmäher dafür sorgen, dass der Deich stabil bleibt und was der „goldene Tritt“ damit zu tun hat – die SGD Nord verrät spannende Fakten.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild.
895

Ermittlungen nach Verpuffung: 39-Jähriger schwer verletzt

15.07.: Explosion in Einfamilienhaus

Rennerod. In den frühen Morgenstunden des 15. Juli 2025 ereignete sich um 01:40 Uhr eine Verpuffung in einem Einfamilienhaus in der Holzbachstraße in Rennerod. Dabei erlitt der 39-jährige Bewohner schwere Verletzungen. Eine Außenwand des Hauses wurde erheblich beschädigt, während zwei benachbarte Gebäude leichte Schäden davontrugen. Die Feuerwehr rückte aus, um den Vorfall zu bewältigen. Aufgrund der Ereignisse war es notwendig, die B54 für etwa eine Stunde zu sperren.

Weiterlesen

Symbolbild.
1701

Linienbus-Unfall auf der K 44: Fahrer eines Motorrades tödlich verletzt

13.07.: Motorradfahrer stirbt in Mülheim-Kärlich

Mülheim-Kärlich. Am 13. Juli 2026 ereignete sich gegen 18:44 Uhr auf der K 44 in Mülheim-Kärlich ein tragischer Verkehrsunfall, bei dem ein Motorradfahrer tödlich verletzt wurde.

Weiterlesen