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Waldorfer Narren auf karnevalistischer Mission im Weltall

Raumpatrouille Mobbes gestartet

Jeckige Globistere boten wieder ein Programm der Extraklasse mit Vorträgen, Gesang, Tanz und Spiel

11.02.2019 - 15:56

Waldorf. Auch in diesem Jahr startete die Karnevalsgesellschaft „Jeckige Globistere“ Waldorf den Reigen ihrer Saalveranstaltungen mit dem Fastelovendszauber am vergangenen Samstag. In diesem Jahr stand die Veranstaltung unter dem Motto „Raumpatrouille Mobbes 2019“. Dabei nahmen die Aktiven die Besucher in der ausverkauften Vinxtbachhalle mit wechselnden Kulissen mit auf eine Reise in den Weltraum und wieder zurück ins beschauliche Vinxtbachtal. Auch in diesem Jahr führte das bewährte Moderatorenteam mit Chef-Astronaut Andreas Wehlen und seinen beiden Co-Astronauten Regina Mehren und Steffi Nachtsheim spritzig, wortgewandt und gut gelaunt durch ein buntes Programm, das für jeden etwas beinhaltete. Da wechselten Büttenvorträge, Gesang, Tanz und Spiel miteinander ab und bereiteten den Besuchern einen äußerst unterhaltsamen Abend.

Nach der Begrüßung der Gäste durch den KG-Vorsitzenden Arnold Mehren übernahmen die Astronauten das Kommando.


Gardetanz war ein Highlight


Die Mädels der Tanzgarde der KG präsentierten gleich zu Beginn der galaktischen Reise und noch vor dem Start in den Orbit ein Highlight. Mit ihrem schwungvollen und exakt dargebotenen Gardetanz konnten die elf Tänzerinnen in ihren schmucken Kostümen gleich zu Beginn die Stimmung anheizen und sorgten für einen gelungenen Start in einen tollen Abend. Wie immer war die Tanzgarde eine Augenweide. Von den Tänzerinnen der Garde tanzten an diesem Abend Lara Frömbgen, Lara Gehrke, Laura Gypser, Anna Marx, Tessa Mercer, Anna-Lena Mercer, Nele Nachtsheim, Eva Plath, Katharina Stenz, Anna-Lena Will und Julia Wulff. Die Mädels der Tanzgarde, alles „Eigengewächse“ der KG, zeigten gekonnt, wofür sie das ganze Jahr über trainiert hatten. Freuen durfte sich besonders Katharina Stenz, die als Geburtstagskind ein besonderes Geschenk erhielt. Bevor jedoch die Astronauten-Crew in den Weltraum starten konnte, wurde ihre Tauglichkeit getestet. Das übernahm mit viel Klamauk und lustigen Einlagen Oberschwester Helga (Helga Schmitz), eine routinierte Kraft aus Nettetal, die das frühere Telefon und die heutigen modernen Kommunikationsgeräte verglich und dabei auch in der Biologie fündig wurde und feststellte, dass die heutige Jugend einen Ei-Sprung für einen Riss im Display hält. Sollte ein gutes Leben zu einer Zunahme des Körpergewichts und des Umfangs führen, sah sie das als nicht so störend und sogar gut, denn dies bedeute schließlich auch eine Erweiterung der erotischen Nutzfläche.


Test auf Weltraumtauglichkeit


Doch damit nicht genug. Alle Astronauten mussten ihre „Astra-Fähigkeiten“ selbst unter Beweis stellen. Dies geschah auf der Bühne in drei Spielrunden, wozu sich die Astro-Crew Mitspieler aus dem Publikum fischte. Neben den beiden „Bankern“ Jörg Girolstein (Volksbank) und Martin Selbach (KSK) gehörten Prinzessin Anne und Hofdame Gerda aus Bad Breisig und die beiden JGV-Vertreter Sören Nachtsheim und Phillip Seiwert zu den Teams, die im lustigen und unterhaltsamen Wettstreit die Weltraumtauglichkeit nachwiesen. Nach dieser unterhaltsamen Einlage berichtete Maria Cremer in Reimversen von ihrem hoffnungslosen Kampf gegen die Pfunde und ließ das Publikum mit einstimmen in ihr Lied „Ich hab mich tausendmal gewogen“. Mit dem Start in die Galaxis verabschiedete sich die Astro-Crew anschließend in eine kurze Pause und ließ anschließend mit neuem Bühnenbild die Besucher einen Blick in die Unendlichkeit des Weltraums werfen.


Gastauftritte begeisterten


Beim Blick aus dem All konnte man auf der Bühne der Vinxtbachhalle dann die Spruddler (Zwillingspaar Gerd und Fred Thelen) aus Andernach erleben, die Karnevals- und Mallorca-Hits präsentierten.

Die Hafengarde Oberwinter präsentierte im Anschluss zum Teil atemberaubende Akrobatik bei ihrem Tanz. Die 15 Tänzerinnen und vier Tänzer warteten mit einem Highlight auf, dass den Vergleich mit bekannten Größen aus dem Fernsehen nicht zu scheuen braucht. Tänzerisches Können in Perfektion, gespickt mit vielen Hebefiguren, konnte die Besucher begeistern.

Nach dem Leckerbissen für die Augen durften sich anschließend die Ohren über viele närrische Kalauer freuen, die Kurt Gerhartz und seine beiden Töchter Vera und Pia zum Besten gaben. Nach so viel „Karneval aus der Ferne“ überkam die Crew die Sehnsucht, den Karneval wieder selbst im Vinxtbachtal mitzuerleben, und man zündete die Raketen zur Rückkehr auf den Erdball.

Nach einer weiteren kurzen Pause fand sich die Astro-Crew in neuem Bühnenbild zu Hause wieder, wo sie die Marienhöhe einer neuen Nutzung im Rotlichtmilieu zuführen wollte. Von hier aus wollte man auch die Ausweisung eines Gewerbegebiets überwachen, wo weitere Gewerbesteuereinnahmen sprudeln sollten.


Satire und Tanz vereint


Hiermit zeigte sich aber das Männerballett der AG Stenz nicht ganz einverstanden. In martialischer Aufmachung getarnt, nahmen auch sie sich dieser Problematik an. Wollten die einen für den „Breisiger Wind“ Nutzen ziehen, sahen die anderen die Einnahmen lieber in Waldorf. In tänzerischem Wettstreit wollte man hier den Sieger küren. Das von Steffi Seul und Susanne Frömbgen trainierte Männerballett sorgte mit seinem satirischen Vortrag für ein weiteres Highlight. Dabei zeigten Markus Dahm, Fabian Deidenbach, Dr. Peter Friedsam, Jörg Girolstein, Marius Hoppe, Andreas Krupp, Dr. Guido Nachtsheim, Sascha Nachtsheim, Michael Schmitz, Werner Stenz, Andreas Weber und Michael Zepp durchaus tänzerische Qualitäten auf hohem Niveau. Der Erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde Bad Breisig, Hans-Josef Marx, der den erkrankten Bürgermeister Bernd Weidenbach vertrat, wie auch Ortsbürgermeister Hans-Dieter Felten wurden mit dem Sessions-Pin der KG geehrt, nachdem sie sich mit starkem Atem beweisen mussten und im Gegenzug entsprechende Kuverts mit Inhalt überreichten.

Mit einem tollen Showtanz (Beautiful Creatures) hieß sodann die Tanzgarde der KG bei ihrem zweiten Auftritt die Rückkehrer aus dem All willkommen. Farbenfroh begrüßten die Tänzerinnen in prächtigen, bunten Kostümen den nahenden Frühling. Dabei zeigten Katharina Buhr, Lara Frömbgen, Laura Gypser, Anna Marx, Anna-Lena Mercer, Tessa Mercer, Nele Nachtsheim, Eva Plath, Katharina Stenz und Anna-Lena Will eine tolle Leistung, die durch die Mädels selbst erarbeitet wurde, wobei Eva Plath und Anna-Lena Mercer die Federführung übernommen hatten, wie übrigens auch bei dem zuvor gezeigten Gardetanz. Die Zuschauer ließen die Mädels, wie alle Tanzgruppen an diesem Abend, nicht ohne Zugabe von der Bühne.

Für diesen Auftritt zündete Moderator Andreas Wehlen nach vielen Raketen an diesem Abend eine letzte Super-Rakete in den Nachthimmel. Mit diesem optischen Leckerbissen war aber das Programm noch nicht zu Ende.

Nach einer weiteren kurzen Pause sorgten die Schäl Pänz schließlich für einen krönenden Abschluss eines tollen Programms. Mit ihren Liedern heizten sie den Gästen auch zu später Stunde noch einmal richtig ein und ließen den Saal kochen. DJ Tom, der auch die musikalische Gestaltung der Präsentation der „Raumpatrouille Mobbes 2019“ übernommen hatte, sorgte anschließend bis weit in die Nacht für tolle Karnevalsstimmung.

Die KG Jeckige Globistere Waldorf wies gerne noch auf die kommenden Veranstaltungen der Session hin. Am Sonntag, 24. Februar, startet um 14.11 Uhr die Große Kindersitzung in der Vinxtbachhalle, wo am Weiberdonnerstag, 28. Februar, die Waldorfer Möhnen ihren großen Tag feiern. Höhepunkt des närrischen Treibens in Waldorf ist wie jedes Jahr am Rosenmontag, 4. März, wenn um 14.11 Uhr der traditionelle Rosenmontagszug mit vielen schönen Motivwagen, bunten Fußgruppen und mehreren Musikkapellen gestartet wird. Im Anschluss findet das närrische Treiben in der Vinxtbachhalle statt, zu dem alle Narren ebenfalls herzlich eingeladen sind. WER

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Kommentare

Neue Wanderwege im „Armen Heckelchen“

Gregor Holschbach:
Dank gilt an dieser Stelle dem Forstamt sowie dem 1. Beigeordneten Ulrich Schreiber für dessen Einsatz, da nun endlich eine Reaktion erfolgte auf die von Brückrachdorfer Bürgern im Februar 2018 "!!!" gestellte Bürgeranfrage zum desolaten Zustand des Waldes an den Ortsvorsteher sowie den Stadtrat. Weiterer Dank gilt der Kommunalwahl 2019, die dafür sorgt, dass die Verantwortlichen aus Stadt und Ortsteil mal ans arbeiten kommen. Letztendlich zählt das Ergebnis, und das lässt sich dank Forstamt und Bürgermeisterkandidat Schreiber sehen.
Uwe Klasen:
Zitat: „Europa ist die Antwort“ ----- Auf was? Viele Menschen haben resigniert! Dies zeigt eine immer geringere Wahlbeteiligung für ein EU-Parlament, welches eh nur Staffage ist und, unter dessen Umgehung, die EU-Apparatschiks (Kommissare (!) genannt) ohnehin tun, was sie wollen und nur noch für Uniformierung, Gängelung und Bevormundung stehen!
Helmut Gelhardt:
Ja - die Bewegungen pro Klimaschutz / Umweltschutz / Naturschutz und die Bewegungen gegen den politischen Rechtsschwenk, den Rechtskonservatismus und Rechtsradikalismus sind bestimmt keine Selbstläufer! Es sind ganz dicke Bretter, die da gebohrt werden müssen, um Erfolg für die Demokratie, die Umwelt, das Soziale, die Solidarität zu erlangen. Aber was ist die Alternative? Wenn wir die Klimakatastrophe / Umweltzerstörung und die rechte geistige Umweltverschmutzung, das Desinteresse an Demokratie und sozialer Gerechtigkeit nicht über uns hereinbrechen lassen wollen, muss die Politik handeln. Und die Politik braucht oft Impulse zu handeln. Also - Arsch huh, Zäng ussenander! Helmut Gelhardt, Mitglied der KAB, des BUND, der NaturFreunde
juergen mueller:
Wir werden sehen, wie lange diese "Bewegung" noch andauert. Es wurde bereits für ebenso wichtige Themen auf die Strasse gegangen, zu Tausenden. Was ist davon noch übrig geblieben? Ein Häuflein unentwegte, die schon fast zu bemitleiden sind. Ich polarisiere nicht, sondern weiß aus der/meiner Vergangenheit, wovon ich schreibe. Es bedarf nur eines/einer Einzelnen, um Aufmerksamkeit auf ein weltbewegendes Thema zu lenken und unsere Jugend daran zu erinnern, endlich wach zu werden. Aber zu einem Wachwerden gehört nun leider auch wieder ein "Einschlafen". Die Zeit wird es uns zeigen.
Rainer Kimpel:
Wenn SchülerInnen protestieren und demonstrieren, ist das erst einmal eine gute Sache, insbesondere wenn es um die Gestaltung ihrer Zukunft geht , da diese nun mal, statistisch gesehen, noch eine zeitlich lange Zukunft vor sich haben und bisher noch keine wirkliche Möglichkeit hatten eine politische Einflussnahme , z. B. durch das Wahlgesetz, besitzen! Das den SchülerInnen diese Handlung während des vorgesehenen Unterricht streitig gemacht wird ist absurd und zeigt denjenigen die dies fordern, das Unverständnis oder die Ignoranz unserer demokratischen Verfassung! Das diese Proteste meines Wissens berechtigterweise bisher nur zum Thema Umweltschutz stattgefunden haben ist nachvollziehbar, aber noch nicht ausreichend, insbesondere im Hinblick auf die intransparente Politik unserer Bundesregierung. Der Umweltschutz ist deshalb nicht alleine für das zukünftige Wohlergehen der Menschheit von signifikanter Bedeutung! Von besonderer Wichtigkeit ist auch, die exorbitante Militarisierung.
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