Allgemeine Berichte | 08.12.2016

Eifelverein Sinzig

Raureif verzauberte das Siebengebirge

Wanderer waren jenseits des Rheins unterwegs

Das Willy-Ostermann-Denkmal im Nachtigallental war nur eines der Sehenswürdigkeiten auf der Wanderung im Siebengbirge. privat

Sinzig. Wie verzaubert war die Siebengebirgslandschaft mit Raureif auf Zweigen und Ästen, der herrlich in der Sonne glitzerte. Ganz begeistert zeigten sich die zwölf Wanderinnen und Wanderer des Sinziger Eifelvereins mit Wanderführer Paul Krämer an diesem wunderschönen Sonntag im Advent. Schon bei der Anfahrt bewunderten die Eifelfreunde das herrliche Panorama der Sieben Berge mit Drachenfels, Petersberg und den ausgedehnten Wäldern. Der Winter ließ schon mit Minustemperaturen grüßen. Mit der Fähre ging es von Mehlem nach Königswinter. Vorbei am Rathaus des Fremdenverkehrsorts durch die Gassen der Altstadt führte Paul Krämer das runde Dutzend Wanderfreunde ins Nachtigallental. Dieses romantische Tal wird von einem kleinen Bach durchflossen. Hier war einer der Lieblingsplätze des berühmten Kölner Liederdichters und Komponisten Willy Ostermann. Ein Denkmal, das die Ostermann-Freunde des 1936 verstorbenen Dichters aufgestellt haben, erinnert an den unvergessenen Künstler. Je nach Jahreszeit ist die Gedenkstätte oft mit Blumen und Kränzen geschmückt. Unweit der Burgruine Drachenfels war ein Weihnachtsmarkt aufgebaut, den die Gruppe passierte. Am sogenannten Milchhäuschen vorbei wanderte die kleine Schar über Rheinsteig und Rheinhöhenweg zum Aussichtspunkt Schallenberg.

Tolle Aussicht auf die Eifelberge

Atemberaubend war an diesem winterlichen Tag der Fernblick auf den Drachenfels, die weiße Kugel des Radoms bei Berkum und auf die Silhouette der Eifelberge, die sich in einem leichten Dunstschleier im Westen abzeichneten. Bei diesem Bilderbuchwetter waren außer dem Eifelverein noch viele andere Spaziergänger und Wanderer unterwegs. Steil bergan marschierte die Gruppe dann zur Walter-Guilleaume-Hütte am Geißberg und erfreute sich von dort an der herrlichen Aussicht ins Rheintal, auf Rhöndorf und auf die Insel Nonnenwerth.

Es machte Freude, auf den gefrorenen Wegen zu wandern, wobei die Wanderschuhe und die Bewegung für warme Füße sorgten. Nun war es Zeit für die Mittagsrast am Fuße des Lohbergs, unweit eines wildromantischen Steinbruchs. Frisch gestärkt erlebten die Eifelfreunde dann die Fernsicht vom Drei-Seen-Blick. Bei dieser Tour erwanderte man Aussichtspunkte in großer Zahl, wofür das Siebengebirge auch berühmt ist. Sehr eindrucksvoll auch der Berg Löwenburg mit der Burgruine im Sonnenschein. Schließlich führte der Pfad bergab durch den dichten Wald in das Rhöndorfer Tal, wo nach einer Weile das hoch aufragende Ulanen-Denkmal erreicht wurde. Es erhebt sich am Südhang des Drachenfelses oberhalb von Rhöndorf und wurde 1925 zu Ehren der im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten des Regiments eingeweiht, wobei mehr als tausend Menschen anwesend waren. Hier war wieder Zeit für eine Pause unter dem azurblauen Himmel. Am Rande der Weinberge wanderten die Tourengänger dann wieder nach Königswinter, wo sich eine gemütliche Einkehr in einem Café in der Altstadt anschloss. Alle Teilnehmer an der Tour waren restlos begeistert vom Wandererlebnis und den fantastischen Ausblicken, dem herrlichen, wolkenlosen Adventssonntag und der malerischen Landschaft des Siebengebirges. Ein wunderschöner Tag, der auf die Advents- und Weihnachtszeit einstimmte.

Das Willy-Ostermann-Denkmal im Nachtigallental war nur eines der Sehenswürdigkeiten auf der Wanderung im Siebengbirge. Foto: privat

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Dauerauftrag 2025
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, Juli 2026
Sonderpreis 150 Jahre
Einzelbuchungen  149180/0
Wir feiern 150 jährigen Geburtstag
150 Jahre Blick aktuell
150 Jahre Zeitungsgeschichte
Empfohlene Artikel
Pfarrer Jörg Meyrer.
816

Als ich diese Zeilen schreibe, liegt der fünfte Jahrestag der Flut noch vor uns. Wenn Sie sie lesen, haben wir ihn hinter uns. Manche werden sagen: „Wir haben ihn geschafft!“ Und allein dieses Wort zeigt, wie viel dieser Tag vielen Menschen noch abverlangt.

Weiterlesen

v.l.n.r. Wolfram Hutsteiner, Leiter Kita St. Josef, Luisa Wittersheim, stellv. Leiterin Kita St. Josef, Ramona Mühlenkamp, Gesamtleitung Kita gGmbh, Anne Herrig, Vorsitzende des Kita-Elternausschusses und Kita-Förderverein.  Foto: privat
17

Altenahr. Sechs Jahrzehnte voller Leben, Lachen und Lernen - sechs Jahrzehnte, in denen Generationen von Kindern in der Kindertagesstätte St. Josef in Altenahr begleitet, gefördert und auf ihrem Weg ins Leben gestärkt wurden. Das runde Jubiläum war Anlass, um ein buntes Familienfest zu feiern.

Weiterlesen

Symbolbild
66

Seck. Im Rahmen der Suchmaßnahmen wurde der vermisste 89-Jährige gefunden. Obwohl er leicht dehydriert war, befand er sich in einem wohlbehaltenen Zustand. Aus Vorsichtsgründen erfolgte seine Verlegung in ein nahegelegenes Krankenhaus, um seinen Gesundheitszustand genauer abzuklären. Die Polizei drückt im Namen aller beteiligten Einsatzkräfte ihren Dank für die geleistete Mithilfe aus.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild.
1465

Ermittlungen nach Verpuffung: 39-Jähriger schwer verletzt

15.07.: Explosion in Einfamilienhaus

Rennerod. In den frühen Morgenstunden des 15. Juli 2025 ereignete sich um 01:40 Uhr eine Verpuffung in einem Einfamilienhaus in der Holzbachstraße in Rennerod. Dabei erlitt der 39-jährige Bewohner schwere Verletzungen. Eine Außenwand des Hauses wurde erheblich beschädigt, während zwei benachbarte Gebäude leichte Schäden davontrugen. Die Feuerwehr rückte aus, um den Vorfall zu bewältigen. Aufgrund der Ereignisse war es notwendig, die B54 für etwa eine Stunde zu sperren.

Weiterlesen

Im Kurpark von Bad Neuenahr: Pascal Rowald, Gordon Schnieder und Bundeskanzler Friedrich Merz.
1044

Emotionale Gedenkfeier zum fünften Jahrestag der Flut: Ahrtal gedachte vor allem der Opfer

Ministerpräsident Schnieder bittet um Entschuldigung für staatliches Versagen

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Fünf Jahre ist es jetzt her, dass sich am 14./15. Juli 2021 eine verheerende Flut durch das Ahrtal wälzte, 135 Menschen aus dem Leben riss, zahllose Verletzungen an Leib und Seele forderte, Existenzen, Häuser, Straßen und Wege zerstörte und das ganze Tal nachhaltig veränderte – bis heute. Am fünften Jahrestag der größten Naturkatastrophe der jüngeren deutschen Geschichte gedachte...

Weiterlesen