Theodor-Heuss-Realschule entlässt Zehntklässler
„Raus aus dem Rotstiftmilieu“
Meckenheim. Die Vorfreude war Schulleiterin Claudia Hesseler bereits im Vorfeld anzumerken, als sie zu Beginn der Feierlichkeiten in der voll besetzten Aula der Theodor-Heuss-Realschule Platz nahm. Neben den Schülern und Eltern sowie den Kollegen galt ein besonderer Gruß Bürgermeister Bert Spilles sowie Ehrenbürgerin Erika Meyer zu Drewer sowie den Vertretern der politischen Parteien. Den Auftakt der Feierlichkeiten nach dem Gottesdienst machte jedoch musikalisch das Lied „Die Schule nun zu Ende geht“, präsentiert von den Klassen 6 b und 6c. Schulleiterin Claudia Hesseler hatte dann 79 Schüler zu verabschieden, von denen 41 die Fachoberschulreife mit Qualifikation erreicht haben, 36 die Fachoberschulreife und zwei den Sekundarabschluss I. Von diesen Schülern beginnen 15 eine Ausbildung und 19 wechseln auf das Gymnasium, die meisten gehen auf das Konrad-Adenauer-Gymnasium und bleiben somit dem Campus treu. 39 Schüler besuchen ein Berufskolleg und drei Schüler gehen zum Bundesfreiwilligendienst, und drei weitere haben noch keinen Entschluss gefasst.
In der Vorbereitung hatten sich die Schüler lange mit dem Motto der Veranstaltung befasst und dann Sweat-Shirts mit dem Aufdruck „Raus aus dem Rotstiftmilieu“ anfertigen lassen. Dies griff die Schulleiterin in ihrer Ansprache auf und führte weiter aus: „Die Zeit ist reif auszufliegen. Und um dies deutlich zu machen, haben wir uns heute doch nochmal in diesem ‚Milieu‘ getroffen. In einer Aula, in der ihr Willkommen geheißen wurdet, wo ihr Karneval gefeiert habt, aber auch ‚tiefgründige‘ Diskussionen geführt habt, wie z.B. über euer Motto ‚Raus aus dem Rotstiftmilieu‘. Aber sehr ernst und nachdenklich erinnere ich an den Besuch der Folkloregruppe aus der Ukraine, mit denen ihr hier in diesem friedensgesegneten Mileu über die Schrecken des Krieges in der Heimat dieser Künstler gesprochen habt und die euch mit Leidenschaft ihre inhaltsschweren Lieder vorgetragen haben. Das war einer der Momente, in denen wir Lehrer besonders stolz auf euch waren, weil ihr sensibel Empathie gezeigt habt. Zuhören, Nachdenken und mit Einfühlungsvermögen zu einer Beurteilung zu gelangen, das sind Lernziele, die uns besonders glücklich machen, wenn ihr sie erreicht. Denn ihr wisst: Wir haben euch nicht nur mit dem Rotstift gebildet und erzogen.“
Und die guten Wünsche der Schule bekamen die Schüler natürlich auch mit auf den Weg. Denn werdet stark und flugsicher, hebt so hoch ab wie es für jeden für euch richtig und wichtig ist, seid bewahrt vor schweren Abstürzen und nutzt immer wieder die Chance des Neuanfangs. Entwickelt euch weiter zu selbstbestimmten, individuellen Persönlichkeiten, die sich stark in unsere Gesellschaft einbringen, so das Schlusswort von Claudia Hesseler. Viel Lob und Anerkennung gab es auch von Bürgermeister Bert Spilles, der sich vor allem auch vom Engagement der Schüler sehr beeindruckt zeigte.
STF
„Die Schule nun zu Ende geht“ mit diesem Lied eröffneten die Sechstklässler den Festakt. Foto: Stefan Fassbender Pressebuero
