Pro Justiz Rheinland e.V. und der Landkreis Mayen-Koblenz besiegeln die Kooperation
Rechtskurse für Migranten vermitteln Grundlagen der Demokratie
Mayen/Koblenz. Der Verein „Pro Justiz Rheinland e. V.“ und die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz arbeiten bereits seit Frühjahr 2016 zusammen, um Migranten ein grundlegendes Rechtswissen für das Leben in Deutschland zu vermitteln. Das Wissen über die rechtsstaatlichen Grundsätze soll ihr Ankommen erleichtern. Welche Grundrechte werden in Deutschland garantiert? Wie entstehen Gesetze? Welche Rechte und Pflichten hat ein Arbeitnehmer? Gleichberechtigung von Mann und Frau, Freiheit des Glaubens, Recht auf freie Meinungsäußerung. Alles Themen, die für ein friedliches Zusammenleben und die Integration in die Arbeitswelt von zentraler Bedeutung sind.
In den zweistündigen Seminaren referieren hochqualifizierte und erfahrene Rechtsanwälte aus der Region. Dolmetscher übersetzen die Vorträge in die jeweilige Herkunftssprache. Zudem erhalten die Teilnehmer mehrsprachige Seminarunterlagen, in denen sie das Erlernte nachlesen können.
„Unsere demokratischen Grundsätze, allen voran die Grundrechte, müssen auch von den, zu uns geflüchteten Menschen, gelebt werden. Dies setzt zunächst deren Kenntnis voraus. Hierzu möchten wir beitragen und schaffen mit diesem Projekt niedrigschwellige Angebote“, so Dr. Peter Itzel, Vorstandsmitglied von Pro Justiz Rheinland e. V.
Weitere Informationen:
Folgende Schulungen haben bislang stattgefunden:
Thema ‚Das Grundgesetz Deutschlands‘ - 17. November 2016 in der Verbandsgemeindeverwaltung Maifeld
Thema: ‚Das demokratische System Deutschlands‘ - 23. November 2016 in der Verbandsgemeindeverwaltung Vallendar
Thema: ‚Einführung in das Thema Arbeitsrecht‘ - 27. September 2016 im Jobcenter Andernach
15. November 2016 im Evangelischen Gemeindezentrum Mendig
3. November 2016 in der Arbeitsagentur Koblenz
06. Dezember 2016 im Jobcenter Andernach
Weitere Projektpartner: Arbeitsagentur Koblenz-Mayen, Verbandsgemeindeverwaltung Maifeld, Verbandsgemeindeverwaltung Mendig, Verbandsgemeindeverwaltung Vallendar.
Die Organisation der Veranstaltungen übernimmt das Projekt „MiKo-MYK“ der Kreisverwaltung. Das Projekt wird das aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds kofinanziert. Die Kosten für die Referenten übernimmt der Verein „Pro Justiz Rheinland e.V.“.
Sollte jemand Interesse an der Durchführung von Rechtskundeseminaren in seiner Region oder Rückfragen zum Projekt haben, so nehme man bitte Kontakt mit den Mitarbeitern des Projektes „MiKo-MYK“ unter der Email-Adresse fluechtlingshilfen@kvmyk.de oder telefonisch in der Kreisverwaltung unter (02 61) 10 85 27 auf.
Kurz vor Weihnachten haben nun der Landkreis Mayen-Koblenz und der Verein Pro Justiz Rheinland die Kooperationsurkunden unterschrieben v.li.n.re.: Annette Feilen, Referatsleiterin der Kreisverwaltung, Michael Kock, Flüchtlingskoordinator Kreisverwaltung, Ingrid Bäumler, Projekt MiKo-MYK, Ra. Katharina Osterburg, Seminardozentin, Dr. Peter Itzel, Pro Justiz Rheinland e.V., Christian Ebeling, Flüchtlingskoordinator Verbandsgemeinde Vallendar, Burkhard Nauroth, Erster Kreisbeigeordneter des Landkreises Mayen-Koblenz, Joachim Plitzko, Flüchtlingskoordinator Verbandsgemeinde Mendig und Stefanie Freitag, Flüchtlingskoordinatorin Verbandsgemeinde Maifeld. Foto: privat
