Oberdreeser Herbstmarkt unter dem Motto „Anno dazumal“
Regional, saisonal und nachhaltig präsentierten sich über ein Dutzend Stände
Leider machte das regnerisch-kühle Herbstwetter vor allem am Sonntag den Veranstaltern vom Ortsausschuss einen Strich durch die Rechnung
Oberdrees. Monatelang hatten sich die Oberdreeser auf den Oberdreeser Herbstmarkt vorbereitet und auf dem Dorfplatz ein sehenswertes Angebot zusammengestellt. Doch das regnerisch-kühle Herbstwetter machte den Veranstaltern einen Strich durch die Rechnung, sodass insbesondere am Sonntag der Zuspruch im überschaubaren Rahmen blieb. Dabei hatten die Vereine und Freundeskreise des Ortes, organisiert vom Ortsausschuss unter der Leitung von Peter Eich, schon seit April Vorbereitungen getroffen, um die Veranstaltung so attraktiv wie möglich zu machen.
Dabei hatte man diesmal sogar besonders auf die Nachhaltigkeit der Veranstaltung geachtet, denn durch den durchgehenden Einsatz des Spülmobils sowie die Anschaffung von Baumwolltaschen habe man den Anfall von Plastikmüll auf ein Minimum reduzieren können, freute sich Eich. „Auch darauf sollte in der heutigen Zeit bei der Ausrichtung von Veranstaltungen geachtet werden“, findet er. Zudem hatte auch noch die Karnevalsgesellschaft aus Gründen des Umweltschutzes auf die Ausrichtung des traditionellen Luftballonwettbewerbes verzichtet.
Strohballen, Kürbisse, Sonnenblumen und Maisstauden
Monatelang hatten die Aktiven gebastelt, gewerkelt, gekocht und gebacken, damit ein möglichst breites Angebot an selbst hergestellten Dingen das Herz des Besuches erfreuen konnte. So verteilte sich ein gutes Dutzend Verkaufsstände rund um den Dorfplatz, und auf der eigens aufgebauten, überdachten Bühne war an beiden Tagen immer etwas los. Schon Tage vorher hatte sich das Dekorations-Team daran begeben, den ganzen Platz mit Strohballen, Kürbissen, Sonnenblumen, Maisstauden und buntem Laub herbstlich zu schmücken. Und kurz vor der Eröffnung wurden flugs noch zwei Zelte aufgebaut, um die Besucher vor dem drohenden Regen zu schützen.
Bei der Eröffnung war das Marktgelände mitten in Oberdrees erfreulicherweise gut gefüllt. An den Marktständen wurden an beiden Tagen heimische Produkte wie selbst gemachte Marmeladen und Liköre, herbstliche Dekorationen und Blumengestecke und vieles mehr angeboten. Im Scheunenkaffee fanden die zahlreich gespendeten Kuchen reißenden Absatz, und der von Josef Schwark gebackene Kaneelkranz war auch in diesem Jahr wieder der Renner. Federweißer und Zwiebelkuchen lockten genauso wie die Waffeln der Schützenfrauen und auch Frittiertes vom Damenkomitee die hungrigen Gäste an. Der Grillstand der Familie Knott verströmte einen appetitanregenden Duft über das gesamte Gelände, und die von Hilde Klaudt angebotene „Bunnezupp met Melech“ sowie leckerer Reibekuchen ließen im Anschluss das traditionelle Eifeler Landbier umso besser schmecken.
Platzkonzerte auf der Herbstmarktbühne
Rheinbachs Bürgermeister Stefan Raetz, Vizelandrätin Silke Josten-Schneider, Ratsmitglied Karsten Logemann, Ortsvorsteher Kurt Brozio und der Ortsausschuss-Vorsitzende Peter Eich eröffneten am Samstag gemeinsam mit Regionaldirektor Sebastian Greven vom Hauptsponsor Kreissparkasse Köln den Herbstmarkt und versprachen ein spannendes Programm über zwei Tage. Los ging es mit einem tollen Platzkonzert der „Vischeltaler Blasmusikanten“ unter der Leitung von Hans Bedorf. Der Auftritt der Showband „Nordstars“ auf der Herbstmarktbühne beschloss den ersten Markttag bei bester Stimmung.
Der Sonntag begann mit einem ökumenischen Erntedank-Gottesdienst auf dem Dorfplatz, der von den Kindern des benachbarten Kindergartens Oberdrees und dessen Förderverein initiiert worden war und auch mitgestaltet wurde. Das Ponyreiten und die Kinderbetreuung von Nathalie Zavelberg wurden gerne in Anspruch genommen, während sich das Glücksrad an der Bude der Karnevalsgesellschaft in einem fort drehte. Für den Nachmittag hatten sich noch weitere Gäste angesagt, denn passend zum Marktthema „Anno dazumal“ brachte die historische Löschübung der Löschgruppe Arloff-Kirspenich einen Hauch von Nostalgie nach Oberdrees. Anschließend zauberte die Showtanzgruppe „Mollypops“ den Rock‘n‘ Roll auf die Marktbühne, und die Musiker der „Ahrtalente“ brachten noch einmal richtig Stimmung auf den Dorfplatz mit ihrer Ramba-Zamba-Blasmusik.
Zentraler Festtag der Oberdreeser Vereine
Mittlerweile habe sich der Herbstmarkt zum zentralen Festtag der Oberdreeser Vereine entwickelt, die ohnehin samt und sonders eifrig bei der Vorbereitung und Durchführung engagiert sind, resümierte Eich. Er rechnete mit knapp 100 Helfern, vom Damenkomitee bis zu den Altherren. Zahlreiche Oberdreeser Haushalte spendeten Kuchen nach alter Backtradition, und „Dorf-Bäcker“ Josef Schwark war rund um die Uhr im Einsatz, um das Scheunencafé mit Brot, Hefezöpfen, Riemchenkuchen oder Waffelteig zu versorgen. Der Erlös des Herbstmarktes kommt wie in jedem Jahr dem Ortsausschuss zugute, der das Geld zum Wohl des Dorfes einsetzen will.
JOST
