Ferienprogramm der Grundschule Pfarrer-Bechtel Mendig
Reise zu den Römern, buntes Kreativ- angebot und unzählige Spielaktionen
Vielfältige Erfahrungen fördern Gemeinschaftsgefühl und erweitern den Erfahrungshorizont der Kinder
Mendig. Die Gestaltung der diesjährigen Sommerferienbetreuung der Grundschule Pfarrer-Bechtel Mendig war geprägt von einem vielseitigen Angebot an geschichtlichen Unternehmungen gepaart mit praktischen Erfahrungen und interessanten Erlebnissen für die Kinder.
In der ersten Woche hatten die Schüler Besuch durch die Familienbildungsstätte Mayen. Kinder ab acht Jahren konnten hier ein interessantes Projekt erarbeiten: Den Bau eines Morsegenerators. Man lernte einiges über den gleichnamigen Erfinder Samuel Morse und konnte bereits nach kurzer Zeit mit dem Morsealphabet umgehen. Im Pfarrgarten wurde dann geübt: Wer hat wo und was gesendet? So musste der Sender gesucht werden. Aber der eigentliche Höhepunkt folgte erst, als die Schüler per Satellitenfunk eine Gesprächsrunde mit dem deutschen Astronauten Alexander Gerst live aus dem Weltall mit anhören konnten. Das war aufregend und spannend für alle Zuhörer! Einen Astronauten live aus dem Weltall zu hören war schon etwas ganz Besonderes. Danke an die Kollegen der Familienbildungsstätte Mayen, die das möglich gemacht haben.
Eine Reise zu den Römern
Alsbald folgte eine Reise in die Vergangenheit. Mit dem Bus ging es zu den Römern nach Rheinbrohl. Die Kinder hatten die Möglichkeit, in das Leben der Römer einzutauchen und über Nahrung, Alltag, Wohnen und Kämpfen eine Menge zu erfahren. Zum Schluss wurden sie als Legionäre ausgebildet und erhielten ein
Diplom. Schwer beeindruckt von den beiden Ausbildern wurde zu guterletzt noch die Ausstellung der Römer besucht, bei der die Kinder römische Kleidung, Nahrung etc. in Augenschein nehmen konnten.
Steinbearbeitung im Tuffsteinzentrum Weibern
In der zweiten Woche stand der Hämmerkurs im Tuffsteinzentrum Weibern auf dem Programm. Hier wurden auch die Schüler mit bisher weniger handwerklichen Fähigkeiten ungeahnt kreativ und zeigten, dass Ausdauer und Geduld zu guten Ergebnissen führt. Mit wenig Theorie und unter Anleitung der erfahrenen Steinmetze konnten die Kinder hier ihr Können unter Beweis stellen. Es entstanden vielseitige Motive in Tuffstein gemeißelt, die Kinder und Eltern gleichermaßen erstaunten. Bei der Führung durch den Steinbruch lernten
die Kinder neben dem bekannten Tuffstein die unterschiedlichsten vulkanischen Steinarten kennen.
Wie jedes Jahr waren Sport und Spiel stark nachgefragt. Jeden Tag wurden Mannschaften für allerlei Ballsportarten gebildet. So auch für das gemeinsame Fußballturnier mit dem Hort.
Sport und vielfältige Spielaktionen
Das Ferienprogramm war geprägt von unzähligen, kleineren Spielaktionen in und rund um die Grundschule, wobei Wasser- und Bewegungsspiele genauso gut ankamen wie Konzentrationsspiele oder Spiele, die das Gemeinschaftsgefühl der Kinder fördern und verstärken.
Auch das Kreativangebot wurde mit großer Begeisterung von den Kindern genutzt. Allerlei kunstvolle Sandbilder mit unterschiedlichen Materialien und Techniken auf Leinwand wurden gestaltet. So wurden Tontöpfe mit Serviettentechnik sowie Windlichter hergestellt und mit Kresse bepflanzt. Seife wurde mit verschiedenen Materialien wie Minze oder Kräuterblättern, Perlen oder eingearbeiteten Figuren gegossen.
Die Kinderferienbetreuung bietet den Kindern jede Menge interessanter Dinge an.
Gemeinsames Grillen und Genießen
Ein Höhepunkt ist immer das Grillen, bei dem gemeinsam das Essen zubereitet und gegessen wird. Das ist für viele Kinder enorm wichtig und fördert das soziale Bedürfnis, in einer Gruppe zusammen zu sein. Auch in diesem
Jahr beteiligten sich die Eltern aktiv: So wurden immer wieder Kuchen der Eltern für die Betreuung gespendet, der dankbar angenommen wurde.
Vierbeiniger Besuch
Ein besonderes Highlight war der Besuch von Frau Diederichs mit Ihrem Hund aus dem
Tierheim Andernach, die durch das umfangreiche Wissen der Kinder sehr beeindruckt war. Viele Fragen wie „warum kommen Tiere überhaupt ins Tierheim?“ oder „Wie kann man erkennen, wann ein Hund gefährlich ist?“ wurden von den Kindern gestellt. Als kleines Dankeschön hatten die Kinder eine Vielzahl an Hundefutter für das Tierheim Andernach gespendet, worüber sich das Team sehr freute.
Die vielen, positiven Erfahrungen führen nicht zuletzt dazu, dass die Kinder durch die Vielschichtigkeit der Angebote ihren Erfahrungs-und Erlebenshorizont erweitern konnten. Ein weiterer, kleiner Baustein für die Reifung zum Jugendlichen sowie ein Rüstzeug für den Besuch der weiterführenden Schule, da einige nun das letzte Mal an der Ferienbetreuung teilgenommen haben. Eine große Freude dies zu beobachten, aber vor allem auch eine große Freude für alle Beteiligten: Eltern, Betreuer und natürlich die Kinder.
Und so sieht er aus, der selbst gebaute Morsegenerator.
Aufstellen zum Kampf – in der RömerWelt in Rheinbrohl erfuhren die Kinder viel Wissenswertes über das Leben der Römer.
Foto: Bleil, Melanie
Auch ein Besuch aus dem Tierheim stand auf dem Programm.
Großen Spaß machte es, sich als Römer und Römerin zu verkleiden.
Eine interessante Erfahrung: Das Bearbeiten von Tuffstein im Tuffsteinzentrum Weibern.
Kreativität ist gefragt: Mit großem Eifer stellten die Kinder Tontöpfe mit Serviettentechnik her.
Einer der vielen Höhepunkte im Ferienprogramm: Das gemeinsame Grillen.
Unzählige Spielaktionen waren beim Ferienprogramm im Angebot.
