Projekt „Leben und Älterwerden in Remagen mitgestalten“ schaut auf ein bewegtes Jahr zurück
Remagen auch in Corona-Zeiten mitgestalten
Remagen. „Alles fing gut an im letzten Jahr“, sagt Mechthild Haase, Leiterin des Quartiersprojekts „Leben und Älterwerden in Remagen mitgestalten“, doch mit dem ersten Lockdown im Frühjahr kam alles anders. Die beliebten monatlichen Mittagstische in Remagen und Unkelbach mussten ab April ausfallen, traurig für alle Beteiligten, so die Ansprechpartnerinnen Elke Schneider, Margarethe Schwiperich und Margot Fassbender. Ab Frühjahr lud Mechthild Haase immer mittwochs auf die „Ideenbank“ in den Stadtpark ein, wo Ideen wie Boule Spielen auch für Oberwinter und Rolandswerth entstanden. Auch der „Offene Treff“ konnte an der frischen Luft im Stadtpark weitermachen. Marlene von Lom organisierte im Juli beispielsweise ein Treffen im Kräutergarten, wo Gerlinde Brenk, die neue Gemeindeschwester plus, und Margot Lemke vom Verschönerungsverein in die geheimnisvolle Welt der Sommerkräuter einführten. Bei der „Offenen Fahrradgruppe“ konnten die Organisatoren Jürgen Becker und Otto von Lom von Juni bis Oktober die vorgesehenen Touren durchführen, u.a. von Blankenheim nach Remagen und zuletzt von Mayen nach Bassenheim mit 20 Radlern.
Der Tourenplan 2021 wird sich auf die Zeit zwischen Juni und Oktober konzentrieren. Immerhin konnte die „Herbstzeitlese“ um Irmgard Kremer-Bieber in der Evangelischen Bücherei Remagen im ersten Quartal sowie im September und Oktober stattfinden. Auch für den von Hedi Neukirchen und Waltraud Grabner organisierten „Spieletreff“, und die „Spaziergangsgruppe“ von Oedingen hieß es pausieren, wobei im Sommer Waldspaziergänge und Gänge rund um Oedingen von Karin Eregger und Olaf Wulf angeboten wurden. Mit wenig Unterbrechungen traf sich der englischsprachige „BookClub“ zwischen Februar und September. Im März 2021 soll es weitergehen. Ebenso pflegt die „Socializing Group“ Geselligkeit in englischer Sprache, wobei leider immer mehr wegen Corona zuhause blieben.
Hildegard Sebastian bedauert die erzwungene Pause des Besuchsdienstes für einige ältere Bürgerinnen und Bürger, die zeitweise nicht von den neun Ehrenamtlern besucht werden konnten. Dafür blieb man telefonisch in Kontakt. Während das „Remagener Reparaturcafé“ um Thomas Caris zu Jahresbeginn und im Sommer sehr gut angenommen wurde, blieb es im zweiten und vierten Quartal leider geschlossen.
Die „Technikchaoten“ der Initiative „‚Alt und Jung‘- gemeinsam gegen das Technikchaos“ konnte sich Anfang des Jahres noch vier Mal treffen, um von Studierenden erklärt zu bekommen, wie man den eigenen Computer, das eigene Handy bedient.
Die in diesem Jahr von Hermann Schröder ins Leben gerufene Mountainbiker-Gruppe hofft nach der Abschlusstour im Oktober auf ein besseres Jahr ohne Corona. „Wir müssen zwar zu Hause bleiben, können aber Geschichten schreiben“ hieß es in der „Kreativen Schreibwerkstatt“. Unter der Leitung von Silke Bisenius wurden einige Geschichten, Gedichte und Gedanken zum Thema Corona zu Papier gebracht, die jetzt als Broschüre, von Volker Thehos gestaltet, dieser Tage erscheinen.
Großen Zulauf erhielt die Nachbarschaftsplattform nebenan.de. Einkaufshilfen wurden während des Lockdowns angeboten. Dort finden sich auch zahlreiche Informationen rund um das Leben in Remagen und andere kreative Ideen.
Der Philosophietreff, initiiert von Josianne Marandeau, sprach in der ersten Jahreshälfte über die Themen „Arbeit“, „Freundschaft“ und „Macht“ – wie immer in der Galerie von Christoph Noebel. Weiterhin wurde in Zusammenarbeit mit dem Seniorenbeirat der Stadt Remagen eine „Wegweiser-Notfallmappe“ erstellt, eignet sich doch gerade dieser „Corona-Winter“ zum aufzuräumen und wichtige Unterlagen zu ordnen. Viele Aktivitäten also, mit denen das Projekt beeindruckt. Den Damen und Herren wird es auch in Zukunft trotz Corona gelingen, Leben und Älterwerden in Remagen mitzugestalten.
