Allgemeine Berichte | 24.07.2023

Jugendgottesdienst in Mendig zum Thema „Nächstenliebe – muss das sein?“

Rettungsboot am Kirchturm

Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren machen auf die Seenotrettung Schiffbrüchiger im Mittelmeer aufmerksam.  Foto: privat

Mendig.Mit einem selbst gestalteten und erarbeiteten Jugendgottesdienst zum Thema „Nächstenliebe – muss das sein?“ machten Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren in der Evangelischen Kirchengemeinde Mendig auf die Seenotrettung Schiffbrüchiger im Mittelmeer aufmerksam. Das Thema „Nächstenliebe“ hatten sich die Jugendlichen selbst gewählt und waren inhaltlich schnell bei den ertrinkenden Flüchtlingen im Mittelmeer angekommen. Mit dem Gleichnis vom barmherzigen Samariter machten die Jugendlichen in ihrer Predigt klar: „Der Samariter im Gleichnis Jesu hilft dem schwer Verwundeten auf dem Weg, weil er das kann. Andere die helfen konnten, zogen einfach vorbei. Mit dem Gleichnis macht Jesus uns klar und lässt keinen Raum für Diskussionen oder Missverständnisse: Wir sollen helfen, weil wir das können! Und im Mittelmeer können wir helfen und nicht einfach die Patrouillen immer weiter von der Küste ins Meer zurückziehen und dabei in Kauf nehmen, dass die überladenen Boote kentern und die Menschen ertrinken!“

Um ihre Aussage zu unterstützen hatten die Jugendlichen ein Rettungsboot von der Bundeswehr aus Büchel ausgeliehen, welches dort zu Übungszwecken benutzt wird. Das Rettungsboot hängt nun am Kirchturm mit der Unterschrift „Jesus spricht: Ich lebe und Ihr sollt auch leben“.

An die Kirchentür haben die Jugendlichen folgende Erklärung gehängt: „Die Hoffnung findet oft den Tod! – Seit ca. 10 Jahren suchen Menschen vorwiegend aus Afrika bessere Lebensbedingungen für sich und ihre Familien. Die Möglichkeit in den eigenen Ländern sind gering und sehr oft politisch oder militärisch schlichtweg unterbunden. In all ihrer Not geben sich diese Menschen in die Hände gewissenloser Schlepper, die sie in stark überladenen, kleinen Booten ins Mittelmeer schicken. Dort geraten sie oft in Seenot und kentern. In den letzten 10 Jahren starben auf diese Weise ca. 25.000 Menschen. Sie ertranken auf der Suche nach besseren Lebensumständen und der großen Hoffnung auf eine bessere Zukunft für ihre Familie. Alleine in diesem Jahr sind es bereits über 1.600 tote Menschen. – Kein Mensch darf ertrinken, weil er seinen Lebensraum sucht..! Kein Mensch darf sterben, weil er „zurückgedrückt“ wird. Niemand vergisst die vielen Kleinkinder, die tot an die Strände gespült werden. Das ist nicht unsere Kultur. Das sind nicht unsere Werte! – Wir retten, weil Christus auch uns rettet …, jeden Tag!!“

Die Evangelische Kirche in Deutschland finanziert aktuell maßgeblich zwei Rettungsschiffe im Mittelmeer, die SeaWatch 4 und die SeaEye 4. Über die Evangelische Kirche in Mendig, können Spenden für die Rettungsschiffe angenommen und weitergeleitet werden.

Pressemitteilung

Evangelische

Kirchgengemeinde Mendig

Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren machen auf die Seenotrettung Schiffbrüchiger im Mittelmeer aufmerksam. Foto: privat

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