Allgemeine Berichte | 11.04.2025, 14:55 Uhr

Auszeichnung für den Einsatz im Kampf gegen Leukämie

Rhein-Wied-Gymnasium wird 13. Lebensretter-Schule in RLP

V.l.n.r: Schulleiter Helmut Zender und Fabian Korb von der Stefan-Morsch-Stiftung.Foto: Stefan-Morsch-Stiftung/Fabian Korb

Neuwied. Zivilcourage und soziale Kompetenz – diese Ziele hat das Rhein-Wied-Gymnasium in Neuwied in seinem Leitbild festgeschrieben. Um diese Haltung auch in die Tat umzusetzen, arbeitet die Schule mit der Stefan-Morsch-Stiftung zusammen. Zum Start der Partnerschaft wurde bereits eine Typisierungsaktion für neue potenzielle Stammzellspender auf die Beine gestellt. Um das Engagement der Schulgemeinschaft zu würdigen, verleiht die Stiftung, Deutschlands erste Stammzellspenderdatei, ihr das offizielle Siegel als 'Lebensretter-Schule'.

Schulen sind wichtige Partner im Kampf gegen den Blutkrebs, das weiß Fabian Korb vom Team Spendergewinnung der Birkenfelder Stiftung. Er erklärt: „Schulen sind wichtige Multiplikatoren, wenn es darum geht, junge Menschen für Themen wie Leukämie und Stammzellspende zu sensibilisieren.”

Auch Schulleiter Helmut Zender liegt dieses wichtige Thema sehr am Herzen: „Mit der richtigen und frühzeitigen Aufklärung lässt sich die Bereitschaft junger Menschen für soziales Engagement fördern." Mit Vollendung des 61. Lebensjahres müssen die Daten von Typisierten laut Gesetz aus der Datei gelöscht werden. Doch auch weit jüngere Menschen scheiden jährlich zum Beispiel krankheitsbedingt aus und stehen nicht mehr als potenzielle Lebensretter zur Verfügung. Helmut Zender, der als Stammzellspender registriert ist, erzählt: „Ich selbst habe jüngst das Schreiben erhalten, dass für mich in wenigen Monaten Schluss ist. Durch familiäre Vorerfahrungen ist es mir persönlich wichtig, dass es weiterhin viele potenzielle Lebensretter gibt.” Damit die lebensrettende Therapie der Stammzelltransplantation auch in Zukunft vielen Betroffenen helfen kann, ist es wichtig, dass sich fortlaufend so viele junge Menschen wie möglich typisieren lassen.

Das Typisierungs-Team der Stefan-Morsch-Stiftung bot den Schülerinnen und Schülern vor Ort nicht nur die Möglichkeit sich zu typisieren. Vorab gab es auch eine spannende Info-Veranstaltung über die Themen Stammzellspende und Blutkrebs. Um sich zu registrieren, reichte das Pausenfenster aus, da dies nur wenige Minuten dauert. Man füllt lediglich eine Einverständniserklärung aus und gibt eine Speichelprobe ab, welche dann im stiftungseigenen HLA-Labor auf die genetischen Gewebemerkmale untersucht wird, die bei Spender und Empfänger übereinstimmen müssen. Die Registrierung ist bereits ab 16 Jahren mit Erlaubnis der Eltern möglich, Stammzellen zu spenden allerdings erst ab dem 18. Lebensjahr.

V.l.n.r: Schulleiter Helmut Zender und Fabian Korb von der Stefan-Morsch-Stiftung. Foto: Stefan-Morsch-Stiftung/Fabian Korb

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Dauerauftrag
Werbeplan 2026
Essen auf Rädern
Kreishandwerkerschaft
RMF Aktionstag Sept.
Anzeige zu Video "Titel: Banking ohne Papierkram – so geht
Firmenübernahme TGAPLAN Münch
Empfohlene Artikel
Neuwied: Keine weiteren Laternen im Schlosspark
179

Der Schlosspark in Neuwied ist gerade in den wärmeren Monaten ein beliebter Ort für Spaziergänge und Aufenthalte am Rhein. Doch sobald es dunkel wird, fühlen sich offenbar nicht alle Besucher wohl. Die ganze Geschichte jetzt im RegioMAGAZIN lesen.

Weiterlesen

Symbolbild.
733

Kreis Neuwied. Aufgrund der Sperrung der Bahnunterführung „La Porte“ muss die Buslinie 61 seit geraumer in beide Fahrtrichtungen über die Andernacher Straße und die Bundesstraße 42 umgeleitet werden. Wegen der daraus resultierten längeren Fahrstrecke und längeren Fahrzeiten wurde die Linie 61 angepasst und fährt aktuell in Richtung Feldkirchen nur noch die unteren Haltestellen in Irlich an.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Marktmeister Lars Rittgen hat die Pläne für den Michelsmarkt und den Wochenmarkt stets im BlickFotos: WAMFO.DE
406

BLICK aktuell sprach mit Marktmeister Lars Rittgen über die Vorbereitungen zum Michelsmarkt und über die Wochenmärkte in Andernach

„Bevor der Michelsmarkt beginnt, ist die Arbeit längst in vollem Gange“

Andernach. Der Michelsmarkt gehört zu Andernach wie die Stadtmauer, der Geysir und der Rhein. Wenn sich im Herbst die Innenstadt mit Fahrgeschäften, Buden, Händlern und zahlreichen Besuchern füllt, wirkt vieles selbstverständlich. Doch bevor sich die ersten Karussells drehen und die Marktstände öffnen, steckt bereits eine Menge Arbeit dahinter.

Weiterlesen