Allgemeine Berichte | 23.02.2016

„Initiative Rheinbreitbach 2030“

Rheinbreitbacher sammeln Ideen, wie man den Innerort attraktiver machen könnte

Initiative will den Ort trotz leerer Kassen nicht seinem Schicksal überlassen

Rheinbreitbacher sammeln Ideen, wie man den Innerort attraktiver machen könnte

Rheinbreitbach. Zahlreiche Bürger waren im November zum Jour Fixe der Rheinbreitbacher Liberalen gekommen, den Sitzungsleiter Rudi Rathfelder unter das Thema „Innerortgestaltung und der Leerstand in der Hauptstraße“ gestellt hatte. Obwohl jedem klar war, dass diese Probleme nicht von heute auf morgen zu lösen sein würden, zumal größere Bauprojekte oder Umgestaltungsmöglichkeiten allein schon wegen der angespannten Finanzlage der Gemeinde nicht zu realisieren sein dürften, hatte sich damals eine intensive Diskussion entwickelt.

„Man müsste eine ‚Initiative Rheinbreitbach 2030 - ein Dorf geht in die Zukunft‘ gründen, von der die ganzen Ideen und Vorschläge gesammelt und gewichtet werden“, hatte damals Thomas Napp vorgeschlagen.

Und schon fanden sich neun Rheinbreitbacher um Rudi Rathfelder und Bernd Seiler-Rehling, die spontan ihr Mitwirken innerhalb dieser Initiative zusagten, wobei man sich einig war, dass die Initiative unabhängig von allen politischen Gruppierungen allein zum Wohle Rheinbreitbachs arbeiten sollte. Mitte voriger Woche nun kamen erneut Rheinbreitbacher auf Einladung eben dieser Initiative im Burghotel Ad Sion zusammen.

„Ich bin überzeugt, dass Rheinbreitbach noch unheimlich viel Potenzial hat, das bislang im Verborgenen schlummert und nur darauf wartet, umgesetzt und mit Leben erfüllt zu werden“, begrüßte Bernd Seiler-Rehling die rund 30 Gäste, darunter Neubürger und Breitbacher Urgesteine wie etwa Willi Pauli. Ziel der Auftaktveranstaltung sei es nicht, schon realisierbare Projekte zu erarbeiten oder gar eine Prioritätenliste zu erstellen.

„Heute Abend geht es eher um eine Materialsammlung, was wünschenswert wäre und was man sich als möglich vorstellen kann, um den Ort attraktiver zu machen und zu beleben“, so Rudi Rathfelder. Erst im Laufe weiterer Veranstaltung würden die gesammelten Ideen gewichtet und auf ihre Realisierbarkeit hin untersucht.

Finanzierungsmöglichkeiten gebe es verschiedene bis hin zum Europäischen Leader- Förderprogramm, informierte Bernd Seiler-Rehling die an der Dorfgestaltung interessierten Rheinbreitbacher.

Und schon ging es um das zunehmende Sterben der Kneipen wie auch der Gastronomie. Das „Alt Breitbach“ sei geschlossen, „Haus Bergblick“ werde verkauft und die Gästezahlen im „Jagdhaus Virneberg“ gingen ebenfalls immer weiter zurück, wurde beklagt. Einzig das „AdSion“ und das „Sporteck“ würden sich im Ort halten. Ob angesichts dieser Situation die Vorschläge, ein Café im Ort aufzumachen oder eine Gastronomie in der alten Mühle am Renesseplatz anzusiedeln, erfolgversprechend sein könnten, sei dahingestellt.

Vorgeschlagen wurde zudem, das Atrium auf dem Gelände der Unteren Burg zu überdachen, so dass man dort Kleinkunst-Vorstellungen, Konzerte oder Theaterstücke aufführen könnte. „Auf alten Fotografien kann man sehen, wie idyllisch es früher in Rheinbreitbach war, als sich die Wingerte noch über den Koppel hinzogen“, erinnerte Willi Pauli.

Alte Fachwerkhäuser, die modernen, funktionsgerechteren Bauten hatten weichen müssen, kann man zwar nicht zurückholen, vielleicht sei es aber möglich, auf dem Breitbacher Hausberg wieder Wein anzubauen, schlug er vor. Noch einfacher dürfte der Vorschlag von Thomas Napp umzusetzen sein.

Der Archivar des Heimatvereins erinnerte daran, dass sich im Park der Oberen Burg früher ein Rosengarten befunden habe, der, neu angelegt, das ehrwürdige Gemäuer zwar nicht in ein märchenhaftes Dornröschenschloss verwandeln, aber doch für eine erheblich romantischere Atmosphäre sorgen könnte.

Einige Idee führten sogar aus dem Innerort hinaus, wie etwa zu dem Gelände um das alte Waldschwimmbad, auf dem sich ein Teilnehmer an der Veranstaltung Übernachtungsmöglichkeiten für Wanderer in Form von Blockhütten vorstellen konnte. Ja sogar eine ansprechende Überquerung der Bundesstraße wurde hinsichtlich einer Anbindung des Innerorts an die relativ weit entfernte Rheinpromenade vorgeschlagen, an der wie in alten Zeiten wieder Ausflugsdampfer anlegen sollten.

„Mit diesem Termin hat die Initiative das Ganze auf eine größere Basis gestellt.

Entsprechend konnten wir heute Abend breit gestreut Gedanken, Vorschläge und Ideen sammeln, wie man unseren Ort attraktiver machen kann“, resümierten Bernd Seiler-Rehling und Rudi Rathfelder zufrieden. Zusammen mit Brigitta Ballering-Brühl und Thomas würden sie sich Anfang nächster Woche zusammensetzen, um die insgesamt 65 Vorschläge zu gewichten und um eine Prioritätenliste zu erstellen. Erst dann werden sie einen neuen Termin bekannt geben, an dem interessierten Bürger sich für ein Projekt entscheiden können, an dessen Umsetzung sie sich beteiligen wollen.

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