Sinnvolle Abwechslung im Flüchtlingsalltag
Rheinflanke unterstützt die Integrationsarbeit der Stadt Meckenheim
Start des Projektes Neugestaltung der Fassade der Kita „Neue Mitte“
Meckenheim. Im Jahr 2015 sind etwa 100.000 Flüchtlinge in NRW untergebracht worden. Meckenheim beherbergt derzeit 408 Flüchtlinge aus den unterschiedlichsten Herkunftsländern. Eine große Zahl davon sind Kinder und Jugendliche. Nach einer schwierigen Lage im Herkunftsland und einer meist dramatischen Flucht haben die Flüchtlinge zum größten Teil eine Unterkunft gefunden. Für den Ersten Beigeordneten der Stadt Meckenheim, Holger Jung, ist die Frage der Unterbringung angesichts der derzeitigen Zahlen neuer Zuweisungen vorerst geklärt und an den „Brennpunkten“ wird die Lage entspannter.
Dennoch gibt es für die Verwaltung der Stadt keinen Grund, sich zurückzulehnen. Nach der geregelten Unterbringung steht die schwierige Aufgabe einer Integration der Flüchtlinge an. Die Klärung des Bleibestatus dauert derzeit noch Monate, nicht selten über ein Jahr. Während dieser Zeit sind die Flüchtlinge zur Untätigkeit verurteilt. Da ist jede Hilfe willkommen, die eine sinnvolle Abwechslung in den Flüchtlingsalltag bringt.
Bereits seit einigen Jahren engagiert sich die Rheinflanke GmbH in Zusammenarbeit mit der Stadt für Kinder und Jugendliche in Meckenheim. Mit zahlreichen Aktionen werden die Kompetenzen und Potenziale gefördert. Selbstverständlich steht auch die Arbeit mit den Flüchtlingen in Meckenheim im Fokus. Gleich zwei gute Nachrichten gab es für den Ersten Beigeordneten: Von der Rheinflanke GmbH wurde der Stadt ein Integrationshelfer für die Dauer von zwei Jahren zur Seite gestellt und ein neues Projekt begonnen, bei dem acht Flüchtlinge freiwillig und unentgeltlich an der Gestaltung der Außenwände der Kindertagesstätte „Pusteblume“, Zusatzgruppe „Neue Mitte“, mitwirken. „Sie wollen einfach etwas tun und etwas zurückgeben“, beschrieb Andreas Müller von der Rheinflanke die Motivation der Flüchtlinge.
Der neue Integrationshelfer Heiko Leubecher begleitet dieses Projekt als Einstieg in die Flüchtlingsarbeit vor Ort. Er hat bereits in Köln als Sozialarbeiter in sozialen Brennpunkten Erfahrungen gesammelt und freut sich nun auf eine interessante Tätigkeit in Meckenheim. Nach seiner Meinung kann Integration gelingen, wenn sich alle Beteiligten abstimmen und ein Austausch stattfindet. Wichtig dabei sei, dass die Flüchtlinge ein Mitspracherecht haben und einbezogen werden, erläuterte Leubecher. Regelmäßige Sprechstunden in den Flüchtlingsunterkünften gehören zu einem Integrationskonzept, das derzeit von Leubecher erstellt wird.
Nach einem neuen Farbanstrich des Gebäudes werden Kinder unter der fachlichen und pädagogischen Leitung des Rheinflanke-Mitarbeiters, Dennis Dietrich, Teile der Außenfassade mit thematisch passenden Graffitis verschönern. Die Leiterin der Kita Pusteblume, Renate Schliebach, ist erfreut und erleichtert, dass die Idee einer optischen Verbesserung der in die Jahre gekommenen städtischen Einrichtung nun in die Tat umgesetzt wird. „Kinder und Eltern sollen sich bei uns wohlfühlen. Dazu trägt der optische Eindruck natürlich auch bei“, so die Leiterin der Kita. Neben einer sinnvollen Tätigkeit stellt dieses Projekt für die Flüchtlinge auch „eine praxisnahe Heranführung an den Arbeitsmarkt dar“, betonte Andreas Müller bei der Vorstellung des Projektes.
STS
Während der Sommerferien verschönern Kinder aus der offenen Kinder- und Jugendarbeit die Außenfassade mit thematisch passenden Graffitis. Einige Mädchen waren bei der Vorstellung des Projektes mit dabei: (V.li.) Rozerin, Lena, Pervin und N’Dioba freuen sich schon jetzt über ihren aufregenden „Ferienjob“. Foto: Picasa
Heiko Leubecher unterstützt als Integrationshelfer der „Rheinflanke“ die Integrationsarbeit vor Ort (v.li.: Andreas Müller, Rheinflanke Meckenheim, Holger Jung, Erster Beigeordneter der Stadt und Heiko Leubecher). Foto: Picasa
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