Allgemeine Berichte | 28.07.2021

UNESCO-Kommission ernennt die Kurstadt Bad Ems sowie die SchUM-Städte und den Niedergermanischen Limes zum Weltkulturerbe

Rheinland-Pfalz freut sich über neue UNESCO-Welterbestätten

Das prunkvolle Kurhaus gilt als eines der Wahrzeichen von Bad Ems. 1711- 1720 ließ es eine Fürstin aus dem Hause Nassau-Oranien als ihr privates Badeschloss bauen. Schon im Mittelalter war Bad Ems aufgrund seiner Heilquellen bekannt. Zentrum der geplanten dreiflügeligen Schlossanlage, die jedoch nur als zweiflügeliger Bau ausgeführt wurde, war der originale Austritt des Kesselbrunnens. Foto: Dominik Ketz / RLP Tourismus

Rheinland-Pfalz. In Bad Ems, Mainz, Speyer und Worms sowie am Rhein gibt es Grund zur Freude – die Kommission der UNESCO hat gleich drei Anträge positiv beschieden. So war zum einen die gemeinschaftliche Bewerbung von insgesamt elf europäischen Kurstädten erfolgreich: Sie können sich über den Titel „UNESCO Great Spas of Europe“ freuen. Zum anderen hatten die drei jüdischen Zentren am Rhein, Speyer, Worms und Mainz, unter dem Kurzwort „SchUM“ bekannt, mit ihrer Bewerbung ebenfalls Erfolg – die SchUM-Städte sind nun auch UNESCO Weltkulturerbe. Last but not least wurde der Niedergermanische Limes in die Welterbeliste aufgenommen. Damit zählt Rheinland-Pfalz zusammen mit dem UNESCO Global Geopark Vulkaneifel, dem Oberen Mittelrheintal, den Römerbauten in Trier, dem Obergermanisch-Raetischen Limes und dem Dom zu Speyer insgesamt acht Auszeichnungen der UNESCO.

Glanz der Kaiserzeit trifft modernes Kurwesen

„In Bad Ems können Gäste wie sonst nur an wenigen anderen Orten in Europa erleben, wie sich aus jahrhundertelanger Tradition modernstes Kurwesen entwickelt hat. Dabei ist es gelungen, den Glanz der Badekultur zur Kaiserzeit nicht nur zu bewahren, sondern alles zu einem harmonischen Ganzen zu fügen. Wir freuen uns sehr, dass die UNESCO diese einzigartige Qualität nun würdigt und Bad Ems in den Rang einer Welterbestätte erhebt“, sagt Anja Wendling, stellvertretende Geschäftsführerin der Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH.

„Speyer, Worms und Mainz sind ebenfalls Städte, die auf eine lange Historie zurückblicken. Dass sie nun als jüdische Zentren des Mittelalters ausgezeichnet wurden und ihre Einmaligkeit anerkannt und mit dem Welterbestatus geadelt werden, freut uns ebenfalls sehr. Die Auszeichnung des Niedergermanischen Limes zahlt natürlich auf unser Römisches Erbe in Rheinland-Pfalz ein.“

Badekultur, SchUM-Städte und Nasser Limes

Die „UNESCO Great Spas of Europe“ sind Kurorte, die vom späten 18. Jahrhundert bis ins frühe 20. Jahrhundert dank ihrer natürlich vorkommenden Thermalwasser internationale Bedeutung erlangten und die europäische Badekultur maßgeblich mitbegründeten. Neben den deutschen Städten Bad Ems, Baden-Baden und Bad Kissingen gehören auch Spa (Belgien), Vichy (Frankreich), Bath (Vereinigtes Königreich) sowie Karlsbad, Franzensbad und Marienbad aus der Tschechischen Republik dem Verbund an.

In den mittelrheinischen Städten Speyer, Worms und Mainz formierten die jüdischen Gemeinden im Mittelalter einen Verbund, der die Architektur, Kultur, Religion und Rechtsprechung der mittel- und osteuropäischen jüdischen Diaspora bis heute prägt. Monumente, wie Synagogen, Frauenschulen, Lehrhäuser und Ritualbäder sowie die einzigartigen jüdischen Friedhöfe in Worms und Mainz, belegen die immense Bedeutung und Innovationskraft der SchUM-Städte.

Vor 2.000 Jahren lief ein 385 Kilometer langer Teil der Außengrenze des Römischen Reichs durch die Niederlande, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Remagen und Bad Breisig freuen sich als rheinland-pfälzische Partner des Niedergermanischen Limes aus der Römerzeit über die UNESCO-Auszeichnung. Die Außengrenze des Römischen Reichs entsprach dem damaligen Verlauf des Rheins – die Erklärung für die alternative Bezeichnung „Nasser Limes“. Bis zu 30.000 Soldaten waren insgesamt am Rhein stationiert, um das Römische Reich zu sichern.

Informationen zu den zahlreichen kulturellen Stätten und Erlebnissen für Gäste in Rheinland-Pfalz gibt es online unter www.rlp-tourismus.de sowie unter www.rlp-tourismus.com/de/uebergreifende-themen/unesco-welterbestaetten-und-weltkulturerbe

Pressemitteilung

Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH

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Das prunkvolle Kurhaus gilt als eines der Wahrzeichen von Bad Ems. 1711- 1720 ließ es eine Fürstin aus dem Hause Nassau-Oranien als ihr privates Badeschloss bauen. Schon im Mittelalter war Bad Ems aufgrund seiner Heilquellen bekannt. Zentrum der geplanten dreiflügeligen Schlossanlage, die jedoch nur als zweiflügeliger Bau ausgeführt wurde, war der originale Austritt des Kesselbrunnens. Foto: Dominik Ketz / RLP Tourismus

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