Eifelverein Remagen
Rheinromantik genossen
Remagen. Der Rheinecker Felsenweg wird im Reiseführer schonmal als schwer bezeichnet, ist aber bei trockenem Wetter mit festem Schuhwerk gut zu meistern. Er ist sicher der spektakulärste und abwechslungsreichste Rundweg in Bad Breisig. Die Remagener Wanderer starteten bei schönstem Sommerwetter am Parkplatz zwischen Geysir Sprudelquelle und den Tennisplätzen und erreichten schon nach kurzer Wegstrecke die Mariensäule. Diese erinnert an die Wiederinbetriebnahme der Marienquelle, nachdem diese in den letzten Kriegstagen durch eine Bombe verschüttet wurde. Weiter führt der mit Nr. 8 gekennzeichnete Weg in den kleinen Ort Rheineck, wo man auf den Vinxtbach stößt, der in der Römerzeit die Trennlinie zwischen Ober- und Untergermanien darstellte. Ein Stück taleinwärts beginnt der eigentliche Aufstieg zur Burg Rheineck. Oben trifft er auf den Zufahrtweg zur Burg. Diese ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Weiter aufwärts, durch schönen Laubwald, erreicht man über eine Wegeschleife die Reutersley. Ein idealer Platz für die Mittagsrast. Das Rheinpanorama mit der Burg Rheineck im Vordergrund und dem Schloss Arenfels in Bad Hönningen könnte nicht schöner sein. Im 11. Jahrhundert haben die Pfalzgrafen bei Rhein die Burg Rheineck erbaut.
Nach wechselvollen Eigentumsverhältnissen, Bränden und mehreren Zerstörungen erwarb Moritz von Bethmann-Hollweg (preußischer Kulturminister) 1832 die Burg für 20.000 Taler. Er ließ die Burg nicht mehr als Ritterburg, sondern als wohnliches Schloss wieder aufbauen. Auch der „Burgenkönig“ Hillebrand war kurzfristig Eigentümer. Nach dem Abstieg mit einem kurzen Abstecher zu dem Judenfriedhof unterhalb der Burg, gelangten die Wanderer des Remagener Eifelvereins an die Breisiger Rheinpromenade, wo sie an einer Stelle das rostbraune Wasser der Marienquelle in den Rhein münden sahen.
Im Biergarten des Kurparks fand die Wanderung einen netten Abschluss.
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