Angebliche Kriminalbeamte versuchten Senioren auszufragen
Richtig reagiert
Koblenz. Richtig reagiert haben in der Nacht zum 5. September mehrere Senioren in Raum Koblenz, Straßenhaus, Boppard und Andernach, als sie von angeblichen Kriminalbeamten angerufen wurden - sie legten auf und verständigten die Polizei.
Zwischen 21 Uhr und 1.20 Uhr kam der scheinbare Anruf der Polizei. In den meisten Fällen erschien im Display die Notrufnummer 110 und der angebliche Mitarbeiter der Kriminalpolizei versuchte durch eine Vielzahl von Fragen nähere Angaben über die Vermögensverhältnisse wie Bargeld, Schmuck und Bankkonten zu erfahren.
Aber die Angerufenen durchschauten glücklicherweise den Plan. Schnell wurde ihnen klar, dass es sich bei den Anrufern nicht um Polizeibeamte, sondern um Trickbetrüger handelte. Die aufgeweckten Senioren beendeten das Gespräch und informierten die Polizei. In diesem Zusammenhang weist die Polizei ausdrücklich darauf hin, dass Polizei- und Kriminalbeamte nicht am Telefon fragen werden, ob und wo Wertgegenstände aufbewahrt werden. Auch fordert die Polizei niemals dazu auf, Wertgegenstände irgendwo zu deponieren, Dritten zu übergeben oder gar Gelder zu überweisen.
Daher gibt die Polizei folgende Tipps:
- Generell misstrauisch bei Anrufen von „Amtspersonen“ sein.
- Bei Zweifeln selbst bei der Polizei anrufen und sich
den Sachverhalt bestätigen lassen.
- Keine Auskünfte am Telefon geben.
- Keine Details zu finanziellen und familiären
Verhältnissen preisgeben.
- Auflegen, sobald Geld von gefordert wird.
- Besonders vorsichtig sein, wenn ein Besuch per Telefon
angekündigt wird.
- Die angezeigte Telefonnummer aufschreiben.
- Wenn man den Eindruck hat, in das Visier eines falschen Gesetzeshüters geraten zu sein, nicht zögern und sofort die Polizei verständigen.
Die Polizei weist erneut darauf hin, dass die Nummer des Notrufes 110 niemals bei einem Anruf der Polizei angezeigt wird.
Weitere Hinweise zu Trickbetrügern und deren Maschen findet man unter: www.polizei-beratung.de Gerne kann man sich auch beim Beratungszentrum des Polizeipräsidiums Koblenz unter der Telefonnummer 02 61/1 03-0 informieren. Pressemitteilung Polizeipräsidium Koblenz
