Grandioses Konzert der Musikvereinigung schreit förmlich nach einer Fortsetzung

„Rock meets Blasmusik“

22.10.2019 - 11:26

Ahrweiler. Die Musikvereinigung hatte zu einem Konzert in das Helmut-Gies-Bürgerzentrum eingeladen, das so ganz anders werden sollte als alle vorangegangenen. Wie der „Chef“ Frank Heuser im Pressegespräch erklärte, war es ausdrücklich KEIN Jahreskonzert, sondern ein einzigartiges Rock-Konzert“projekt“.

Dieses Mal gab es im Erdgeschoss des Bürgerzentrums nur ganz wenige Sitzgelegenheiten am Rand, lediglich auf den Emporen waren Sitzplätze vorbereitet, ansonsten standen jede Menge Stehtische in der Halle, die bereits eine Stunde vor Beginn des Konzerts belegt waren. Schon im Vorverkauf waren über 450 Karten weggegangen, die „Rock-Bude“ war proppenvoll und von Anfang an war die Stimmung kaum zu toppen.

Nach einem bombastischen Intro mit „Zarathustra (Crystal Ball)“ wurde das Publikum von der Jugend der Musikvereinigung (Juliana Groß und Tom Frömbgen) begrüßt: „Guten Abend Ahrweiler!! - Herzlich willkommen hier im Bürgerzentrum zu diesem einmaligen Ereignis - Rock meets Blasmusik!!! - Sind Sie denn alle gut drauf? - Ich hab da nix gehört - sind Sie alle gut drauf? - Dann begrüßen Sie ihren Bandleader Richard ‚Richi‘ Knipp!!!“ Wie das Moderatoren-Duo in ihrem Intro weiter erzählte, haben die Musiker Blut und Wasser geschwitzt, um das auf die Beine zu stellen und nach wochenlanger, erbarmungsloser Probenarbeit standen auf der Bühne: die Musikvereinigung Bad Neuenahr-Ahrweiler und ihre „friends“, die Rockband.

Das Konzert startete im ersten Block mit den Rockklassikern „Jump“ (Van Halen), „What’s Up“ (4 non Blondes) und „Thriller“ vom King of Pop (Michael Jackson), dabei konnte man die Solisten Georg „Schorsch“ Bullock an der Posaune, Peter Portugall an der Trompete, Manuel Groß am Altsax und Norbert Nyikes an der Trompete genießen. Weiter ging es mit „No Roots“ (Alice Merton), das „Kükenstück“ aus dem Jahr 2016 mit Thorsten Schachler am Bass und „Let me entertain you“ (Robbie Williams) mit Jenny Knipp an der Querföte.

Danach ging es ein wenig zurück in der Musikgeschichte - bei vielen hat die Band definitiv „einen Stein im Brett, also in der Wand“ mit anderen Worten es folgte „Another Brick in the Wall (Pink Floyd) mit Ingo Gemein an der Steel Guitar. Ursprünglich aus den Anfängen der Rockzeit, aber 2015 von Disturbed neu interpretiert als Metal-Stück, eine absolute Gänsehaut-Garantie: „Sound of Silence“ (Simon and Garfunkel / Disturbed), super gespielt von Norbert Nyikes an der Trompete und Magdalena Vetterlein am Klavier.

Als Ausdruck der Verbundenheit mit der PJG-Bigband dankten die beiden Jung-Moderatoren für die Unterstützung aus der „besten Schulbigband im Kreis“ mit ihrem Bandleader Jürgen Bunse, den zwei Altsaxen Manuel und Tom sowie Ben an der Percussion und Magdalena Vetterlein am Klavier.

Bevor sich die Band in die Pause verabschiedete, hatten sie noch einen richtigen Ohrwurm parat, der - vor Allem das weibliche Publikum begeisterte „lasst es Männer regnen“ - „It’s rainin‘ men“ (The Weather Girls) - dann sah man „Bandleader“ Richi Knipp nur noch in Hemd und Hose vor seinen Musikern, „erst flog die Krawatte, dann die Jacke“ - eine echt heiße Veranstaltung.

Nach der Pause starteten die Mädels und Jungs mit „Gonna Fly Now“ (Rocky Orchestra) mit dem „Rocky“ Schorsch Bullock an der Posaune und am Schlagzeug Udo Linden. Zum Warmlaufen gab es mal ein bisschen „Radio Gaga“ (Queen) mit Jürgen Bunse am Synthesizer. Aber dann kam, ein Stück aus der grauen Vorzeit: Dazu Tom Frömbgen „Der Komponist, der wurde zwar nicht hier geboren. Aber wenn, dann hätt der Hännes jeheißen. Und der Hännes der konnte ganz gut Orgelspielen.

Und was da rauskommt, wenn der Hännes und die Musikvereinigung aufeinandertreffen, das hören Sie nun. Viel Spaß mit der Toccata und Fuge in d-moll von Johann Sebastian Bach!“

Ein absolutes Powerstück von Meatloaf, „I’d do anything for love“ folgte mit Jenny Knipp an der Querflöte und ebenso toll gespielt von Tom Frömbgen am Altsaxophon. Und es hörte noch nicht auf mit den Saxophonen Soli, im nächsten Block gab es sogar ein leichtes Übergewicht an „Holz“. zwei total unterschiedliche Stücke aus den 80ern, zunächst ein weiteres Meatloaf-Stück „Modern Girl“ und die nächste Gänsehaut-Garantie mit dem Meisterwerk von Prince „Purple Rain“.

Kurz vor Ende dieses wunderbaren Konzertes übergaben die Jungen noch mal das Mikro an den „Chef“ Frank Heuser. Er erzählte, wie es zu diesem Konzert kam, vor drei Jahren kam ein Bandleader und sagte: „... wir machen ein Rock-Konzert ...“, als er dann den Katalog der Titel zeigte, fragten sich einige in der Musikvereinigung, ob er „noch Alles beisammen hat“, es war „Richi“ Knipp. Die Jugend der Musikvereinigung hatte er natürlich sofort auf seiner Seite, das älteste Mitglied, Heinz Schmickler war auch sofort Feuer und Flamme, vor gut einem Jahr haben sie dann neben all ihren anderen musikalischen Verpflichtungen mit den Vorbereitungen begonnen. Tom Frömbgen bedankte sich abschließend noch bei der Firma „Pulslight“, die für die Licht- und Tontechnik gesorgt hat und ohne die dieses Konzert auch nur die Hälfte wert gewesen wäre.

Die Musiker verabschiedeten sich mit „Music“ (John Miles), dem absoluten Lieblingsstück von „Richi“ Knipp. Nicht enden wollender Applaus ging über zur „geplanten“ Zugabe, einem Medley der 80er, eben aus der „NDW-Zeit“, wie „Skandal im Sperrbezirk“ (Spider Murphy Gang), „Tausendmal berührt“ (Klaus Lage Band) und „Sternenhimmel“ (Hubert Kah), bei denen der Saal komplett mitsang.

Dann war der Moment gekommen, die „rockigen friends“ wurden endlich einzeln vorgestellt. Die Meisterin der Tasten: Magdalena Vetterlein, für den nötigen Beat: Udo „Das Tier“ Linden an der Schießbude, der, der ordentlich in die Saiten haut: Ingo Gemein an der Steel Guitar, was wäre eine Band ohne Bass: Thorsten Schachler an der Bassgitarre und der sowieso schon bekannte und alles-spielende Jürgen Bunse am Synthesizer, der von einigen im Publikum wie zu jedem Abschluss der legendären PJG-Bigband-Konzerte mit „Jüüüürgen Bunse - klatsch, klatsch. gefeiert wurde.

Das Publikum forderte natürlich eine weitere Zugabe, „Don’t stop me now“ (Queen) mit zwei tollen Soli am Alt-Sax von Stephan Ulrich und Tom Frömbgen, aber das reichte noch immer nicht, das dann wirklich allerletzte Stück war „Rockin‘ all over the world“ (Status Quo), danach war noch das „Meet and greet“ mit dem Bandleader und nette Gespräche bei guten Tropfen aus dem Ahrtal und der Eifel angesagt.

Es war ein phänomenales Konzert von top-gelaunten Musikern, es gab während des gesamten Konzerts wahre Beifallsstürme des mitrockenden Publikums - wer nicht da war, hat wirklich was verpasst. Mit diesem außergewöhnlichen Konzert ist hoffentlich ein Anfang einer langen und tollen Serie gemacht.

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Stellenmarkt
Weitere Berichte

Fotogalerie: Weihnachtsmarkt in Sinzig

Sinzig. Der Weihnachtsmarkt am zweiten Adventswochenende in Sinzig ist mit seinem Hüttendorf immer wieder ein Anziehungspunkt. Aber auch der Mittelaltermarkt lockt mit seinem Angebot und besonderen Aktionen. Impressionen vom vorweihnachtlichen Markttreiben zeigen wir in unserer Fotogalerie. mehr...

Fotogalerie: Nikolausmarkt in Remagen

Remagen. Der Remagener Nikolausmarkt zeichnet durch seine familiäre Atmosphäre aus, wozu die Gruppen, Vereine und Institutionen der Stadt beitragen. Neben einem Angebot für die Adventszeit und für Weihnachten bieten die Stände für interessierte Besucher auch Infos über ihre Arbeit und ihr Engagement. Einige Eindrücke vom traditionellen Nikolausmarkt in Remagen zeigen wir in unserer Bildergalerie. mehr...

Anzeige
 

Bürger- und Heimatverein Waldorf gibt neuen Band zur Ortsgeschichte heraus

Streifzüge durch die Waldorfer Geschichte II

Waldorf. Unter dem Titel „Streifzüge durch die Waldorfer Geschichte II“ gibt der Bürger- und Heimatverein Waldorf e.V. nach „Waldorf im Zweiten Weltkrieg“, „Streifzüge durch die Waldorfer Geschichte I“, „Worte sind wie Tauperlen“ sowie den beiden Bildbänden „Waldorf in alten Bildern“ nun die sechste Ergänzungsschrift zur 1996 erschienenen Dorfchronik heraus. Ähnlich dem Heimatjahrbuch des Kreises... mehr...

Vg-Rat Brohltal

Gremium tagt

Burgbrohl. Am Donnerstag, den 15. Dezember um 15 Uhr findet die 15. Sitzung des Verbandsgemeinderates Brohltal im Schlosshotel Burgbrohl, Auf der Burg 1 statt. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem der Neubau eines gemeinsamen Feuerwehrgerätehauses für die Feuerwehren Kempenich, Spessart und Engeln, die Haushaltssatzung 2023, die Erweiterung des bestehenden Gewerbegebietes in Kempenich sowie die Abnahme des Jahresabschlusses 2021 und Erteilung der Entlastung sowie eine Einwohnerfragestunde. mehr...

 
Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
LESETIPPS
GelesenNeueste
aktuelle Beilagen
Inhalt kann nicht geladen werden

 

Firma eintragen und Reichweite erhöhen!
Kommentare
juergen mueller:
CDU in der "DENKFARBIK". Wie gut, dass mich keiner denken hören kann....
Sabine Weber-Graeff:
Das dieser Stadtrat es nun nicht sonderlich mit Grünflächen hat,sollte mittlerweile eigentlich jedem Bürger bekannt sein, Die Befürchtung,dass diese Parkplätze bereits im Vorgriff auf eine "LAGA" 2030 errichtet worden sind,ist nicht von der Hand zu weisen.Das Versprechen eines Provisoriums versehe ich...
juergen mueller:
Ein Bruch der Tarifverträge ist noch gelinde ausgedrückt. Wer es soweit kommen lässt, dass die Beschäftigten für etwas büßen sollen, was sie nicht im geringsten verschuldet haben, der sollte sich allen ernstes fragen, wie es möglich ist, dass es überhaupt soweit kommen konnte, obgleich man sowohl in...
juergen mueller:
Kurzfristig bekanntgewordene Liquiditätsprobleme? Das Wort kurzfristig muss man sich erst einmal auf der Zunge zergehen lassen. Die Stadt Koblenz u. der Landkreis Mayen-Koblenz sind mit jeweils 25% beteiligt. Man schaue sich einmal die BETEILIGUNGSBERICHTE der STADT KOBLENZ der vergangenen Jahre an. Das...
Service