Allgemeine Berichte | 10.06.2025, 10:39 Uhr

Rolandswerth erstmalig beim Bonn-Triathlon verstreten

Aus einer Bierlaune auf Platz 48: Oberdorf-Raketen überraschen beim Bonn-Triathlon. Foto: privat
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Rolandswerth. Dass man sich aus einer herkömmlichen Bierlaune heraus zu einem Triathlon anmeldet, kommt bestimmt nicht alle Tage vor, so jedoch geschehen letzten Winter von drei im Rolandswerther Oberdorf wohnenden Sportfreunden. Schnell waren sich Jörg Schneider, Hartmut Zeise und Raimond „Lupo“ Lindner einig wie man sich die drei Disziplinen, Schwimmen/Fahrradfahren/Laufen, am besten aufteilt.

Da auch ein Triathlon-Staffelname schnell gefunden wurde, meldeten sich die drei Oberdorfer in Windeseile mit dem Namen Oberdorf-Raketen zum Bonn-Triathlon am Pfingstsonntag an. Zu ihrer erstmaligen Triathlon-Anmeldung hatten die drei Rolandswerther von Anfang an keine mögliche Platzierung auf dem Siegertreppchen im Fokus, sondern es zählte ausschließlich der olympische Gedanke; „dabei sein ist Alles“.

Der Pfingstsonntag war erst wenige Stunden alt, da machten sich die drei austrainierten „Eisenmänner“ in ihrem Bully gemeinsam auf den Weg nach Bonn-Beuel, fest entschlossen den Wettkampf nicht als letzte Triathlon-Staffel zu beenden.

Punkt 9:50 Uhr sprang also Jörg wagemutig mit weiteren 199 Staffelteilnehmern von der bei Bonn-Oberkassel liegenden Autoschnellfähre in die Fluten des nur 19°C warmen Rheins, in der Hoffnung den Staffelstab in Form eines Zeittransponders unbeschadet und halbwegs zeitnah in der Wechselzone unter der Bonner Kennedybrücke an Lupo übergeben zu können. In der Wechselzone wartete Lupo geduldig neben seinem Rennrad auf Jörg, der letztlich die 3,8 Kilometer lange Schwimmstrecke unter 40 Minuten zurücklegen konnte. Kaum war der Staffelstab übergeben machte sich Lupo in seiner Paradedisziplin auf die 62 Kilometer lange Radstrecke quer durch das am Tag sehr windige Siebengebirge. Nach nur 2:15 h konnte Lupo den von Hartmut bereits heiß erwarteten Staffelstab überreichen.

Hartmut lief los wie die Feuerwehr, was kaum jemand der vielen mitgereisten Schlachtenbummler (überwiegend aus Rolandswerth) wunderte, denn ganz nebenbei ist Hartmut, genau wie Jörg, noch leidenschaftlich bei der freiwilligen Feuerwehr Rolandswerth tätig. Auf der 15 Kilometer langen Laufstrecke am Rheinufer wurde Hartmut, trotz eines sehr heftigen Regenschauers, von den vielen begeisterten Zuschauern stets aufs Neue frenetisch angefeuert. Hartmut überquerte die Ziellinie schließlich in einer sehr guten Laufzeit von 1:30 h. Überglücklich und mit einer riesigen Portion Stolz fielen sich die drei Rolandswerther „Triathleten“ im Zielbereich in die Arme.

Die Freude und der Jubel der eigenen Fans klang erst bei der anschließenden Finisher-Party ein wenig ab. Als zum Abend endlich die Ergebnisliste die Runde machte, waren nicht nur Fans und die Familienmitglieder überrascht, sondern auch die drei Oberdorf-Raketen staunten nicht schlecht, als man von 200 Triathlon-Staffeln den 48. Platz belegen konnte. Den lokalen Medienvertretern ließen die Oberdorf-Raketen offen, ob sie den Bonn-Triathlon 2026 abermals in Angriff nehmen. Man darf also gespannt sein; dabei sein ist Alles.

Aus einer Bierlaune auf Platz 48: Oberdorf-Raketen überraschen beim Bonn-Triathlon. Foto: privat

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