Allgemeine Berichte | 20.05.2016

Großveranstaltung Rad am Ring vom 29. bis 31. Juli

„Rudi Altig Race“ verspricht spannenden Radsport

Rennen zur Mountainbike-Bundesliga feiert ebenfalls Premiere am Ring

Radweltmeister Rudi Altig (Mitte) will am 31. Juli den neuen Siegerpokal beim „Rudi Altig Race“ im Rahmen der Großveranstaltung „Rad am Ring“ auf dem Nürburgring an den Sieger übergeben. Foto: Jost

Nürburgring. „Es ist schön, dass man nach 50 Jahren noch mit meinem Namen arbeiten will.“ Rad-Weltmeister Rudi Altig freute sich sichtlich, dass exakt 50 Jahre nach seinem Erfolg in der „Grünen Hölle“ ein Profiradrennen mit seinem Namen im Titel auf dem Nürburgring ausgetragen wird: Das „Rudi Altig Race“ im Rahmen der Großveranstaltung „Rad am Ring“ vom 29. bis 31. Juli. „Wir wollen mit Deinem Namen nicht arbeiten. Es ist uns eine Ehre, das Rennen nach Dir zu benennen“, stellte Rad am Ring-Chef Hanns-Martin Fraas bei einer Pressekonferenz klar.

50 Jahre nachdem Rudi Altig die Weltmeisterschaft in der „Grünen Hölle“ gewann, kehrt somit der Profisport an den Nürburgring zurück. Erstmals seit 1978, als nach 1927 und 1966 die dritte und bislang letzte Straßen-Rad-Weltmeisterschaft auf dem Nürburgring stattfand, wird am 31. Juli wieder ein Straßen-Radrennen für Profis auf der herausfordernden Nordschleife ausgetragen. Das internationale Straßen-Rennen der Kategorie UCI ME 1.1 wird den Namen des Altmeisters tragen: „Rudi Altig Race“. Ein Rennen zur Mountainbike-Bundesliga feiert ebenfalls Premiere am Ring und wird das Highlight bei den Geländesport-Disziplinen. Das sind jedoch nicht die einzigen Innovationen bei Rad am Ring 2016.

Seit fast 90 Jahren mit der Nordschleife verbunden

Radsport ist seit nunmehr fast 90 Jahren mit der Nürburgring-Nordschleife verbunden. Die Liaison begann 1927 mit der ersten Rad-Weltmeisterschaft, die dort ausgetragen wurde. 39 Jahre später fand sie einen Höhepunkt, als Rudi Altig auf dem Ring den Weltmeistertitel gewann. Doch dieser Sieg vor nunmehr genau 50 Jahren ist nicht die einzige Verbindung dieses Ausnahme-Radsportlers zum Nürburgring: Rudi Altig ist ein „Freund des Nürburgrings“ und betreute schon unterschiedliche Teams beim mittlerweile legendären 24-Stunden-Rennen im Rahmen der Veranstaltung „Rad am Ring“. „Der Ring ist nicht nur in Deutschland, sondern in der ganzen Welt bekannt, hier ein Rennen zu gewinnen, ist etwas ganz Besonderes“, so Namenspatron Rudi Altig.

Dieses Jahr bekommt Rudi Altig eine weitere Rolle als Namenspatron. „Rudi ist einer der herausragenden, wenn nicht sogar der herausragende deutsche Radsportler aller Zeiten. Sein WM-Sieg am Nürburgring ist legendär. Das soll in den Geschichtsbüchern nicht verblassen. Wir wollen mit dem Rennen, das seinen Namen tragen wird, unseren Teil dazu beitragen“, erklärt Fraas.

Mehr als 5000 Teilnehmer beim 24-Stunden-Rennen erwartet

Möglich wurde das Profi-Rennen, das fünfmal über Nordschleife und Grand-Prix-Strecke führt und damit insgesamt 151 Kilometer lang ist mit mehr als 4000 Höhenmetern, durch eine umfangreiche Partnerschaft mit „Grofa – House of Brands“. Das Vertriebshaus aus Bad Camberg ist unter anderem Deutschland-Importeur von Giro- und Bell-Helmen sowie von GoPro-Actioncams. Die Rennfahrer werden jedoch nicht die einzigen Profis sein, die vom 29. bis 31. Juli ihre Runden auf dem Nürburgring drehen werden. Erstmals gastiert auch die Cross-Country KMC MTB-Bundesliga auf dem Nürburgring, beziehungsweise im nahegelegenen Off-Road Park. Bei diesem Rennen der internationalen Serie werden die Kategorien Elite-Herren und -Damen, U 23 und Junioren ausgefahren.

Trotz aller Profi-Euphorie bleibt jedoch nach wie vor der Jedermann-Sport das Herzstück der Veranstaltung. Alleine beim 24-Stunden-Rennen erwarten die Organisatoren auch in diesem Jahr wieder weit über 5000 Teilnehmer. Ausgebaut wurde zudem der Straßensportbereich mit dem „Giro Classico“. Bei dieser Hommage an historische Fahrräder haben Stahlliebhaber die Möglichkeit am Zeitfahren oder an Rennen teilzunehmen sowie entspannt über Grand-Prix-Strecke oder Nordschleife zu touren. Im Gelände- beziehungsweise eBike-Radsport gibt es ebenfalls weiteren Zuwachs, und zwar mit einem eBike-Enduro Race.

Auch 2016 wird es also keinen Stillstand geben, um die steil nach oben zeigende Entwicklungskurve des Events mit zuletzt 10.000 Teilnehmern und rund 25.000 Radsportfans am Nürburgring fortzusetzen. Nähere Informationen zu den einzelnen Disziplinen gibt es auf der Event-Webseite unter: www.radamring.de.

Radweltmeister Rudi Altig (Mitte) will am 31. Juli den neuen Siegerpokal beim „Rudi Altig Race“ im Rahmen der Großveranstaltung „Rad am Ring“ auf dem Nürburgring an den Sieger übergeben. Foto: Jost

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