Förderverein weihte Wegekreuz zwischen Fritzdorf und Wäldchen ein
Ruhe und Besinnung am Spazierweg
Sankt Georg auch nach den Veränderungen in der Gemeinde aktiv
Wachtberg. Mehr als ein Jahr hat es gedauert, bis der Förderverein mit einem Geistlichen einen passenden Termin für die Einweihung des Eichenkreuzes gefunden hatte. Am letzten Maiwochenende war es endlich soweit: An einem asphaltierten Wirtschaftsweg zwischen Lindenhof und dem kleinen Wäldchen, das in Richtung Berkum gelegen ist, fanden sich über 50 Besucher ein, um der Weihe des neuen Wegekreuzes beizuwohnen. Einige Dinge könne man im christlichen Glauben segnen, ein Kreuz könne man jedoch immer weihen, war vom Jesuitenpater Christian Modemann zu hören. Es sei ihm eine besondere Freude, dieses Kreuz zu weihen, weil es ein Zeichen dafür sei, dass hier Menschen ihren Glauben leben und dies auch zeigen wollen. Passende musikalische Beiträge gab es vom Chor Donum Dei unter der Leitung von Anja Ziegelmeier.
Der Förderverein Sankt Georg, der federführend für die Planung und Ausführung des Ruheplatzes für Wanderer und Radler beitrug, hat seit seiner Gründung im Jahre 2010 viel bewegt. Mit dem Zusammenschluss der einzelnen Pfarreien im Drachenfelser Ländchen zu Sankt Marien Wachtberg war es seinerzeit notwendig gewesen, einige Dinge zu verschlanken. Damit durch diesem Vorgang nicht gleichzeitig viele lieb gewonnene und bewährte Traditionen zum Opfer fallen, hatte sich seinerzeit der Verein formiert. Seither bestreitet er aus den Mitgliederbeträgen und dem Erlös des Kinderbasars kleine Präsente für Goldhochzeiten, unterstützt den Seniorenkreis und die Messdiener, die in Sankt Georg dienen.
Balken des Kreuzes stammen vermutlich aus einem Glockenturm
Das Eichenkreuz konnte man dank der Tatsache realisieren können, dass man nur den reinen Materialwert hatte erwirtschaften müssen. Um die fach- und sachkundige Arbeit am Holz hatte sich Friedhelm Hommes gekümmert, der beruflich aus dem Holzbau kommt. Zur Herkunft der uralten Balken vermutete man, dass sie aus einem alten Glockenturm stammen, was passend erschien. Geschaffen hat man in der Gemeinschaftsarbeit einen gepflasterten Platz, auf dem nicht nur das Kreuz mit den Steinen am Fuß und einem metallenen Kreuz in der Mitte des Holzes steht, sondern auch eine Ruhebank. So haben die Menschen, die den beliebten Spazierweg nicht mehr in einem Stück bewältigen können, die Möglichkeit dieses Stück Natur und den Ausblick zu genießen. Außerdem würde dieser Platz gerne von Radlern für eine Pause mit schöner Aussicht über die Felder zwischen Arzdorf und Fritzdorf genutzt, erfuhr man von einem der Besucher.
Man sei stolz darauf, dass so viele Menschen den Verein unterstützen und man deshalb so viele schöne Projekte in Angriff nehmen könne, erklärte der Vorsitzende des Vereins, Rüdiger Frings.
Eines der Projekte war die Restaurierung der Glocke, die durch die Unterstützung des Vereins durch die Jagdgenossenschaft ermöglicht wurde. Auch die Umsetzung der Glocke, die an ihrem alten Platz beinahe von einem Altmetallhändler aufgeladen wurde, hatte man dank des Engagements der Bürger und des Vereins realisiert. Nun ziert sie den Friedhof und wird vielleicht bald mit einer Infotafel versehen, die über die wechselvolle Geschichte des schweren Stücks informiert.
Das neue Eichenkreuz mit Ruhebank. Foto: Petra Reuter
Von der Ruhenbank am Fuße des Kreuzes genießen Wanderer, Spaziergänger und Radler die Aussicht über das Land. Foto: Petra Reuter
