Ausstellung portraitiert Sportler die Sportgeschichte geschrieben haben
Ruhmreiche Sportler aus dem Rheinland
Die Wanderausstellung des Sportbund Rheinland (SBR) ist noch bis zum 31. August zu sehen.
Koblenz. Eine Wanderausstellung des Sportbund Rheinland (SBR) präsentiert noch bis zum 31. August 2017 im Forum Confluentes in den Räumlichkeiten der Tourismus-Information die Geschichten von 13 Ausnahmeathleten unserer Region in Wort und Bild. Die von Felix Schönbach - der seinen Bundesfreiwilligendienst ab September 2014 beim SBR leistete -konzipierte und erarbeitete Ausstellung spannt einen Bogen beginnend mit den 20er Jahren bis in unsere heutige Zeit. Die Namen Celia Sasic, Zsolt-Georg Böhm oder Peter Joppich sind ständig präsent. Aber wer sind Julius Baruch, Paul Trappen, Günther Steines oder Karl Adam? Was war ihre Leistung, was haben sie erreicht, was ist aus ihnen geworden. Was wissen wir über den „Stärksten Mann der Welt“? Wer hat die erste Olympiamedaille nach dem Krieg für Deutschland errungen? Eines haben sie alle gemeinsam: Sie sind Spitzensportler aus dem Rheinland, jeder zu seiner Zeit und in seiner Disziplin. Das Alles und vieles Mehr ist den 13 großformatigen Tafeln zu entnehmen, jede einem der Ausnahmesportler gewidmet.
In seiner Eröffnungsrede spricht Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Göttig über die Wichtigkeit von Investitionen in die kulturelle und sportliche Infrastruktur, um die Lebenszufriedenheit der Einwohner zu stärken und Koblenz auch für den weiteren Zuzug attraktiv zu machen, was nicht zuletzt der heimischen Wirtschaft hilft. „ Ich bin persönlich zutiefst davon überzeugt, das der Sport für die Lebenszufriedenheit der Menschen, die hier in dieser Stadt leben, ein ganz wichtiger Faktor ist“ so Hofmann-Göttig. Die Präsidentin des Sportbund Rheinland, Monika Sauer, freute sich ganz besonders über die Anwesenheit von der Witwe Emmi Adam ( 88 J.), Sohn Werner Adam, selbst erfolgreicher Torwart der TUS und Tochter Edith Arendt-Adam. Auch Peter Joppich, als einzig noch Aktiver der präsentierten Sportler, war mit seiner Frau bei der Eröffnung anwesend. „Ich finde die Ausstellung auch als Vorbildfunktion für zukünftige Leistungssportler sehr wichtig“ so Monika Sauer, die sich über einen zahlreichen Besuch, insbesondere von Schulklassen nach den Ferien, freuen würde. In einer lockeren Talkrunde, moderiert von Dominik Sonndag, Abteilungsleiter Öffentlichkeitsarbeit im SBR, konnten die Anwesenden noch interessantes erfahren. Werner Adam stellte einen Vergleich der Bezahlung damals zu heute her: „ Wenn man sich erinnert, das der Weltmeister 1954, unsere Nationalmannschaft, 1000 Mark bekommen hat und einen Kühlschrank oder eine Tasche, dann kann man die Zeiten erst vergleichen mit den Sachen, die heute üblich sind.“ Peter Joppisch erzählte ausführlich wie er zum Fechten kam. Als 1988 Anja Fichtel im Kampf um die Goldmedaille steht verfolgt Joppich dies als 5 ½ jähriger im Fernsehen und wusste nach deren Sieg „ Ich möchte anfangen zu Fechten“ so Joppich zu seinen Eltern. Das war der Beginn seiner beispiellosen Karriere, die noch lange nicht zu Ende sein soll. Felix Schönbach gab abschließen noch einen Einblick in die teilweise Problematik seiner Recherchen, aber auch besondere, emotionale Punkte waren sein Thema.
Alles in Allem eine Ausstellung die besondere Beachtung mehr als verdient.
Werner Adam, Emmi Adam, Edith Arendt-Adam (übrigends ein Patenkind von Fritz Walter).ä Foto: Thomas Frank
(v.l.n.r.) Werner Adam, Dominik Sonndag, Peter Joppich, Felix Schönbach, Monika Sauer bei der Talkrunde. Foto: Thomas Frank
(v.l.n.r.) Monika Sauer, Peter Joppich, Joachim Hofmann-Göttig im Gespräch. Foto: Thomas Frank
