Allgemeine Berichte | 29.06.2016

Buschhoven feierte das 826. Maria-Rosenfest mit Festgottesdienst und Prozessionen

Rund 800 Gläubige zogen mit der Madonna durch den Ort

Die Buschhovener Schützen tragen die Madonnenfigur bei der Prozession.RFW

Swisttal-Buschhoven. Die Alte Poststraße sowie die Straßen rund um die Pfarrkirche St. Katharina in Buschhoven waren mit frischem Birkengrün geschmückt und Anwohner hatten den Fahnenschmuck angebracht. Zum 826. Mal feierten die katholischen Christen der Region das Maria-Rosenfest, seit 1806 nun bereits in Buschhoven. Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten stand das Gnadenbild der Rosa Mystica, eine romanische Holzskulptur aus dem zwölften Jahrhundert. Die Legende sagt: „Im Jahr 1190 befand sich der Ritter Wilhelm Schilling, Herr zu Bornheim, zur Jagd im Kottenforst. Durch das Bellen seiner Hunde wurde er auf einen blühenden Rosenstrauch aufmerksam. Darin fand er die Statue der Mutter Gottes. Er nahm sie mit nach Bornheim, wo er sie auf dem Altar seiner Burgkapelle aufstellte. Am anderen Morgen war sie aber verschwunden. Er begab sich wieder an den Platz, an dem er sie fortgenommen hatte - und fand sie dort wieder. Der Ritter sah darin ein Zeichen des Himmels und ließ an der Stelle eine Kapelle bauen.“ Später wurde dort ein Kloster bzw. ein Damenstift gegründet, das heutige Gut Capellen bei Dünstekoven. Bei der Säkularisation nach dem Einmarsch Napoleons in das Rheinland kam das Stift in private Hände, die Madonnenfigur gelangte über einige Umwege in die Buschhovener Pfarrkirche.

„Maria als Fürsprecherin“

Die Festpredigt der feierlichen Messe vor der Pfarrkirche hielt Weihbischof Ansgar Puff aus Köln.

Er stellte seine Predigt unter das Motto „Wenn wir sprachlos sind, haben wir in der Gottesmutter Maria eine Fürsprecherin“. Auch Pfarrer Stanislaus Friede hatte zuvor im Hinblick auf Papst Franziskus erklärt, in diesem Jahr stehe das Fest unter dem Leitwort „Maria, Mutter der Barmherzigkeit“. Rund 800 Gläubige nahmen an dem Festgottesdienst teil. Nur ganz kurz fielen einige dünne Tropfen, sodass erste Schirme geöffnet wurden. Aber die dunklen Wolken verschwanden wieder und die Prozession konnte wie geplant, mit Musik und Gesang, durch Buschhoven ziehen. Die Schützen trugen die Madonnenfigur. Nach der Prozession wurden die Kranken-, Rosen-und Devotionssegnungen erteilt.

Am Nachmittag wurde eine Marienandacht abgehalten, zu der das „Vocal-Ensemble Swisttal“ unter der Leitung von Nicole Prinz konzertierte.

Danach folgte eine musikalische Andacht mit Christoph Hamm aus Bonn an der Orgel. Mit einer Lichtprozession und einem anschließenden Abendlob endete dieser wichtigste Tag des 826. Rosenfestes. Weitere Veranstaltungen, Andachten, Segnungen und Wallfahrten folgen.

RFW

Weihbischof Ansgar Puff hielt die Festpredigt.

Weihbischof Ansgar Puff hielt die Festpredigt.

Die Buschhovener Schützen tragen die Madonnenfigur bei der Prozession.Fotos: RFW

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