Allgemeine Berichte | 27.10.2018, 13:01 Uhr

Stadt Montabaur gedenkt der Reichspogromnacht

Rundgang und Gedenkstunde

Montabaur. Die Reichspogromnacht am 9. November 1938 markierte einen katastrophalen Einschnitt im jüdischen Leben in Deutschland – auch in Montabaur. Dieses Ereignis liegt nun achtzig Jahre zurück, das Gedenken jedoch bleibt immer aktuell.

Aus Anlass des 80. Jahrestags wird in Montabaur am Freitag, 9 November, an das jüdische Leben in der Stadt erinnert: Um 18 Uhr startet am Karoline-Kahn-Platz ein Stadtrundgang zu den Orten ehemaligen jüdischen Lebens; um 18.45 Uhr beginnt in der Bürgerhalle die Gedenkstunde mit Gedichten, Gebeten und Musik. Alle Bürger sind herzlich eingeladen.

Die Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 war ein katastrophaler Einschnitt für das jüdische Leben in Deutschland. In allen Städten Deutschland, Österreichs und der Tschechoslowakei setzten Schlägertrupps der Nationalsozialisten jüdische Geschäfte und Synagogen in Brand. Auch in Montabaur wurden jüdische Geschäfte zerstört und jüdische Mitbürger zusammengetrieben und abtransportiert. Zum 80. Gedächtnis dieser Nacht hat eine Arbeitsgruppe aus Vertretern der Kirchen und der Stadt sowie von historisch Interessierten einen Rundgang an Orte des jüdischen Lebens in Montabaur mit einer abschließenden Gedenkfeier in der Bürgerhalle vorbereitet. Treffpunkt ist am Freitag, 9. November, um 18 Uhr auf dem Karoline-Kahn-Platz in der Judengasse. Von dort aus soll das Gedenken buchstäblich „begangen“ werden. Am Rebstock, am Trichter auf dem Kleinen Markt, auf dem Großen Markt werden Dr. Paul Possel-Dölken und Paul Widner an Stätten und Schicksale ehemaliger jüdischer Mitbürger erinnern. In der Gedenkfeier in der Bürgerhalle im Alten Rathaus werden ab etwa 18.45 Uhr in Wort, Bild und Musik jüdische Stimmen und Klänge, die im Holocaust verstummt sind, wieder lebendig. Claudia Kobold wird einen kritischen Blick auf die Geschichte der Gedenkarbeit in Montabaur werfen. Markus Neust, Margit Chiara und Christopher Paul Campbell werden Gedichte und Gebete vortragen. Dabei werden sie vom Duo Klezfluentes musikalisch begleitet. Schülerinnen und Schüler des Mons-Tabor-Gymnasiums umrahmen die Feier mit einer kleinen Ausstellung. Stadtbürgermeisterin Gabi Wieland lädt alle Bürgerinnen und Bürger ein, sich am Gedenken zu beteiligen.

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Empfohlene Artikel
Bildergalerien
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Dauerauftrag
Dienstleistungen
Titelanzeige Remagen
Traueranzeige Wolfgang Kruft
Stellenanzeige ZFA
Weitere Artikel
In Brogsitters Gasthaus Sanct Peter wurden die besten Ahrweine des Jahres 2026 ausgezeichnet.
700

Siegerweine zeigen die außergewöhnliche Klasse an der Ahr

Ahrweine des Jahres 2026 ausgezeichnet

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Zum 16. Mal zeichnete der Weinpreis „Ahrwein des Jahres“ die besten Weine des Anbaugebiets Ahr aus. Insgesamt 97 Weine wurden in diesem Jahr in sechs Kategorien bewertet. Die Preisverleihung fand in Brogsitters Gasthaus St. Peter in Walporzheim statt, wo Winzerinnen, Winzer und Weinfachleute zusammenkamen, um die Siegerweine zu würdigen.

Von Barbara Knieps aus Bad Neuenahr-Ahrweiler

Weiterlesen

Links: Straßenschild Rheinstraße, Mitte: Nostalgisches Bild der Rheinstraße/Vater Rhein (vom Stadtmuseum Andernach), Rechts: Frau Grafen heute
1041

Andernach. Wenn Christina Grafen von ihrer Zeit in der Andernacher Rheinstraße erzählt, klingt es fast so, als würde man für einen Moment die Musik von damals wieder hören. Tanzflächen voller Menschen, mehrere Theken, an denen die Getränke ausgeschenkt wurden, ausgelassene Stimmung und mittendrin sie – meistens hinter dem Tresen, wo es selten ruhig zuging.

Von Dilara Köksal aus Andernach

Weiterlesen

v.l.n.r.: Daniel Phiesel, Christel Engeland, Stefan Raetz, Marcel Richter, Martin Warkentin
392

Rheinbach. Die Bürgerstiftung „Wir für Rheinbach“ hat auch für 2027 wieder einen Rheinbach-Kalender herausgebracht. Die Vorstände Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel und Marcel Richter: „Der Bildkalender erfreut sich auch in der 13. Auflage großer Beliebtheit und zeigt wieder interessante Rheinbacher Motive.“ Mit Martin Warkentin hat die Bürgerstiftung erneut einen jungen Fotografen aus Rheinbach gefunden, der mit einem eigenen Blick auf die Rheinbacher Motive schaut.

Von Stefan Raetz aus Rheinbach

Weiterlesen