Prinzenpaare und Obermöhnen in Wurfmaterial aufgewogen
SWN-Prinzenwiegen: 8 Tollitäten von 750 Karnevalisten gefeiert
Neuwied. Der Saalkarneval ist auf dem Höhepunkt und in wenigen Tagen fällt der Startschuss zum Straßenkarneval. Die Neuwieder Tollitäten sind gut bestückt. Beim 14. Prinzenwiegen wurden sie von den Stadtwerken Neuwied mit je einer Tonne Frucht Bonbons und Bonbon Mischungen, 300 Sack Popcorn, 100 Kartons Chips, 9.000 Tafeln mit Diversen und 12.000 Packungen Papier Taschentücher ausgestattet.
Beim Programm hatten sich die SWN nicht lumpen lassen. Aus Köln gastierte das 40-köpfige Tanzcorps der KG Sr. Tollität Luftflotte. Wie der Name schon sagt, spielte sich hier mehr in der Luft als auf der Bühne ab. Der Auftritt war nicht nur eine Augenweide, sondern sorgte auch für großes Staunen und riesigen Applaus. Die KG-Oberlahr aus dem Westerwald begeisterte mit eigener Musik und einer exzellenten Tanzdarbietung. Die Schäl Pänz zu Beginn und die Ratsherren Unkel zum fulminanten Abschluss betteten das Wiegen mit Live-Musik ein.
„Mit dem heutigen Tag möchten wir das Ehrenamt würdigen und uns für den Erhalt des Brauchtums bedanken. Und vor allem unseren Karnevalisten einen schönen Abend bieten“, erklärte SWN-Geschäftsfeldleiterin Andrea Haupt. Neben dem Programm wurden die Karnevalisten mit Speis und Trank versorgt. Auch über die An- und Abfahrt musste sich niemand Gedanken machen. Ein Bus-Shuttle in die Stadtteile war eingerichtet. Der Mittwoch war bewusst gewählt. Noch einmal Andrea Haupt: „Am Wochenende sind die Aktiven bei Veranstaltungen eingebunden. In der Woche kann einfach jeder“. Auf diese Weise kamen Karnevalisten und Fastnachtsgecken aus allen Stadtteilen zusammen. Eine Gelegenheit, die in dieser Form einmalig ist.
Moderator Martin Schultheiß war Konzentration abverlangt. Ständig wechselten die Schlachtrufe zwischen Alaaf und Helau sowie Oos kann kääner und Ömmer parat. Dazwischen Bat-Nau und auch mal gern Vür bäi on hinne avjedaut. In aller Gemütlichkeit pflegten die Närrinnen und Narren alte und neue Freundschaften. Beispielsweise Heimbach-Weis Obermöhn Heike, die ihrem alten Schulfreund, SWN-Direktor Stefan Herschbach, den obligatorischen Orden besonders herzlich überreichte. Angesichts der zahlreichen Würdenträger dürften am Mittwoch wohl etliche Kilogramm Metall den Besitzer gewechselt haben. Auch ohne Neuwieder Prinzenpaar ist die Session 2025/26 eine außergewöhnlich reich an Tollitäten bestückte. Gleich acht Mal durfte das Waagemeister-Trio seines Amtes walten. Seinen Ruf als Karnevalshochburg wurde Heimbach-Weis einmal mehr gerecht.
Mit Prinz Peter III. und Prinzessin Kathrin (Hartenfels), dem Kinderprinzenpaar Prinz Yannik I. und Prinzessin Aurelia und Obermöhn Heike (Strüder) präsentierten die beiden Prinzengarden bzw. beiden Möhnenvereine gleich drei Abordnungen. Auch der Flecken war gut vertreten: Obermöhn Claudia II. von Zahn und Seide (Claudia Kirchhof-Verrelli) mit ihrem Gefolge und das Engerser Dreigestirn Prinz Christian I. (Eisele), Jungfrau Wolline (Wolfgang Geil) und Bauer Erich (Günther). Ebenfalls doppelt punkten konnten die Gladbacher Fastnachtsgecken. Eingerahmt vom Möhnenverein jubelte Obermöhn Tina I. (Meeß) und ihre Matrosinnen dem Publikum zu. Die Prinzengarde und das Komitee der KG Gladbach in blau-gelb geleiteten das Prinzenpaar Jörg I. (Fernau) und Prinzessin Marion I. (Fernau-Wirz) in den Saal. Komplettiert wurde der Reigen der Tollitäten von dem Kinderprinzenpaar Oberbieber. Mit dem Hinweis seit der Vereinsgründung im Jahr 1969 nie ohne gewesen zu sein, präsentierten die Karnevalsfreunde Oberbieber Prinz Robin II. Herrscher über Creeper und Pixel vom Hüllenberg zum Aubachstrand (Krämer), Prinzessin Zoe die flinke Flosse vom närrischen Meer (Fortmann).
FF
Heimbach-Weis Obermöhn Heike (Strüder) überreicht SWN Direktor Stefan Herschach ihren Orden.
Das 40-köpfige Tanzcorps der KG Sr. Tollität Luftflotte zählte zu den Höhepunkten im Programm
Zum 14. Mal wurden die Tollitäten aller Stadtteile von der SWN mit Wurfmaterial versorgt.
