Allgemeine Berichte | 19.09.2024

Unvergessliche Momente bei der „Treff 81“-Freizeit

Saar-Nixe und Saar-Wassermann

Der „Treff 81“ vor dem Edelsteinmuseum in Idar-Oberstein. Fotos: treff 81/Wagner

Lahnstein. Raus aus der Eintönigkeit des Alltages, hinein in die Erlebniswelt einer frohen Gemeinschaft: Einmal mehr war die Herbstfreizeit des „Treff 81“, der Gruppe von Behinderten und weniger Behinderten aus der katholischen Kirchengemeinde Lahnstein, St. Martin und St. Damian ein schöner Erfolg. 20 Personen waren in dem Bundesland, in welchem man die Fleischwurst als Lyoner bezeichnet oder zum Brötchen auch Doppelweck sagt: Im Saarland, der Heimat von Fernsehfamilie Heinz Becker.

Einen Steinwurf entfernt vom Bostalsee, in Nohfelden-Bosen wurde für eine Woche Quartier bezogen. Auf der Hinreise wurde in Hermeskeil das Feuerwehrmuseum besichtigt. Im Strandbad des Bostalsees wurde die Badehose ausgepackt und Bekanntschaft mit dem kühlen Nass mitsamt toller Rutsche gemacht. In der Benediktinerabtei Sankt Mauritius in Tholey, dem ältesten Kloster auf deutschem Boden, staunte man über die bunten Chorfenster, welche Gerhard Richter, einer der bedeutendsten Künstler der Gegenwart, gestiftet hat.

Auf dem Eselhof Neumühle in Heusweiler wurde mit Eseln aus aller Herren Ländern und mit Kaninchen gekuschelt. „Die Treffies verloren schnell die Angst in der Begegnung mit den zutraulichen Tieren“, so Ute Wagner. Mit dem Personenschiff „Saar-Stern“ ging es von Mettlach aus auf eine Rundfahrt am geografischen Wunder Saarschleife. Hier wurden Theresa Breitbach zur Saar-Nixe und Carsten Höller zum Saar-Wassermann gewählt und gekürt.

Marilyn Monroes Song „Diamonds Are a Girl’s Best Friend“ (Diamanten sind der Frauen beste Freunde) mag in den Ohren geklungen haben, als das ganze Spektrum der Edelsteine im Edelsteinmuseum Idar-Oberstein in den Blick genommen wurde. Ein Kuchenbüffet im Pfannkuchenhaus der Edelsteinstadt wurde durch den „Treff 81“ vollständig leer geputzt. Große Augen machte nicht nur Eisenbahnfan Sascha Scholz bei einer Dampflokfahrt im Lebenshilfehof Gut Serrig. Die Lok ist ein Relikt einer historischen Weinbergsfeldbahn und fährt einen Rundkurs, vorbei an Viehweiden und Stallungen.

760 Mitarbeiter mit verschiedensten Behinderungen arbeiten im Lebenshilfe-Werk in unterschiedlichsten Abteilungen von der Verpackung über die Metzgerei bis zur Korbflechterei. Mit dem Wendelinushof in Sankt Wendel wurde ein weiterer Inklusionsbetrieb besichtigt. Die Teilnehmer überzeugten sich beim Stadtbummel in der Kreisstadt Sankt Wendel vom dortigen Werbespruch „Hier lebt das Leben“. Man sah die Wendalinusbasilika und schöne Fachwerkhäuser in der Altstadt. Theresa Wagner und Adrian Zmelty führten die Gruppe auf der Heimfahrt über den Bio-Bauernhof in Neuerkirch im Hunsrück. Für das Picknick wurde selbst Obst und Gemüse geerntet. Das Lied „Öffne Dich“, begleitet von Helmut Reuscher auf der Gitarre, erklang bei den täglichen Morgenimpulsen mit Pater Wolfgang Jungheim unter der Devise „Alles, was wir tun, tun wir in Liebe!“ Theresa Wagner sorgte mit „Schüttel-wach-werd Bewegung“ für Stimmung und Morgengymnastik. Abends wurden unter anderem Stofftaschen mit Textilfarben bemalt. Als Dank dafür, dass die Gruppe bereits zum zweiten Mal in Nohfelden weilte, gab es von den Wirtsleuten eine Stammgasturkunde. „Im kommenden Jahr werden wir nach Thüringen reisen“, so Jürgen Pirrong aus dem Betreuerteam.

Auf dem Eselhof Neumühle in Heusweiler kuschelte der „Treff 81“ mit den Tieren.

Auf dem Eselhof Neumühle in Heusweiler kuschelte der „Treff 81“ mit den Tieren.

Der „Treff 81“ vor dem Edelsteinmuseum in Idar-Oberstein. Fotos: treff 81/Wagner

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Neueste Artikel-Kommentare
  • Julia Doll : Lieber Roman, ja absolut, sehe ich ganz genauso
  • Roman Bermel: Hallo Julia. Du hast vollkommen recht. Ich habe lange bei euch gearbeitet und bin auch heute noch in der Grundschule unterstützend tätig. Ich kann nicht feststellen, dass weniger Unterstützung notwendig ist, eher das Gegenteil ist der Fall.
  • Ignaz Wrobel: Bedauerlich und fragwürdig finde ich, dass offenbar nicht die konstruktive Mitarbeit (!!!) in kommunalen Gremien zur grundlegenden Mitwirkung bei solchen Entscheidungen gesucht wird. Ich würde mich...
  • W. Harkort: Danke für diesen Kommentar. Gab es auch Einwendungen wegen seltener Ameisen? Irgendwann in naher Zukunft werden diese Leute ihre Entscheidung bereuen. Dann ist es aber zu spät.
  • Walter Knieps: Warum erst jetzt ?!?!
Dauerauftrag
Essen auf Rädern
Imageanzeige
Kreishandwerkerschaft
Anzeige Show Alive
Media-Auftrag 2026/27
Biergarteneröffnung
Empfohlene Artikel
Meckenheim geht beim Fußverkehrs-Check mit, von links: Christoph Overs, Leiter der Geschäftsstelle und der Koordinierungsstelle Zukunftsnetz Mobilität NRW Rheinland, die städtische Mobilitätsmanagerin Liena Humke, Umweltplanerin und Mobilitätsmanagerin Nele Allerchen, Bürgermeister Sven Schnieber und der Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW Oliver Krischer. Foto: go.Rheinland GmbH / Smilla Dankert
67

Meckenheim. Es ist die umweltfreundlichste Fortbewegungsart der Welt. Deshalb soll das Gehen in Meckenheim nun mehr Aufmerksamkeit bekommen: Beim landesweiten Wettbewerb um einen professionellen „Fußverkehrs-Check“ wurde Meckenheim vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Zukunftsnetz Mobilität NRW als teilnehmende Stadt ausgewählt.

Weiterlesen

Die Vierklässler entdecken die Römerwelt.  Fotos: Grundschule Rheinbrohl
39

Rheinbrohl. Ein außergewöhnliches Projekt voller Entdeckungen, Abenteuer und lebendiger Geschichte liegt hinter den vierten Klassen der Astrid-Lindgren-Schule Rheinbrohl. In den vergangenen Wochen verwandelte sich der Unterricht in eine kleine Römerwelt. Im Rahmen eines umfangreichen Römerprojekts tauchten die Kinder tief in das Leben der alten Römer ein und erfuhren Geschichte nicht nur aus Büchern, sondern mit allen Sinnen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Von links: ehemalige Tolitäten Josephine Müller und Julia Richter, neue Tolitäten Ann-Kathrin Bretz, Carolin Stieffenhofer und Lilli Karbach, erster Vorsitzender der Heimatfreunde Güls Christoph Müller und Ortsvorsteher Hans-Peter Ackermann. Foto: SCH
51

Carolin Stieffenhofer und ihren Prinzessinnen Ann-Kathrin Bretz und Lilli Karbach übernahmen das Zepter

Feierliche Eröffnung des Blütenfestes Güls mit Proklamation der neuen Blüten- und Weinkönigin

Koblenz-Güls. Wenn die Weinberge an der Mosel nach und nach wieder grün werden und im ganzen Umland auf den Höhen die Kirschbäume die Landschaft in ein weiß blühendes Meer verwandeln, ist es wieder so weit: Im Koblenzer Stadtteil Güls, dem Tor zur Mosel, beginnt endlich wieder das Blütenfest, welches rund um den ersten Mai gefeiert wird!

Weiterlesen

Rund ums Haus
Kreishandwerkerschaft
Rund ums Hause Mayen/Mendig
Dauerauftrag 2026
Dachdecker (m/w/d)
Anzeige Uhren Vintage
Industriemechaniker
Azubispots Bad Neuenahr 2026
Azubispots Bad Neuenahr 2026
Outdoormöbel
10 Jahre NOWI
Stellenanzeige
Titel
10 Jahre NoWi
Image
Azubispots Bad Neuenahr 2026