Annette Predeeks und Hanne Frackenpohls Werke sind Erzählungen
Sand aus allen Teilen der Welt
Remagen. Die Besucher konnten sich hineindenken, in die Werke von Annette Predeek und Hanne Frackenpohl. Die beiden Künstlerinnen aus Remagen und Siegburg eröffneten ihre Ausstellung auf der Galerie und in den Hypocausten in der „Kulturwerkstatt“. Dass Kunst Menschen anzieht, wurde bei der Vernissage im altehrwürdigen Gebäude deutlich.
Zahlreiche Kunstinteressierte aus dem Bonn-Kölner Raum und dem Rhein-Sieg-Kreis hatten sich eingefunden und den „steinigen Weg“ in die Kirchstraße gefunden. Mit launigen Werken begrüßte der Vorsitzende des Fördervereins Altes Jugendheim Rolf Plewa die auswärtigen Gäste und erläuterte kurz Gebäude und Historie der Räumlichkeiten.
Annette Predeek, die gekonnt mit Rostfundstücken und Steinstaub ihre Werke zusammenfügt, hat sich bei der ersten Besichtigung in die alten Mauern verliebt.
Und ebenso Hanne Frackenpohl, deren Arbeiten feinsinnig beobachtete Realität darstellen, meinte, dass die 2000 Jahre alten Hypocausten für sie eine wunderbare Darstellungsmöglichkeit widerspiegeln. Mit beiden Künstlerinnen kann sich der Betrachter auf eine Zeitreise begeben.
Es macht Lust die Werke zu betrachten, denen nicht nur Kreativität zu eigen sind, sondern herausragende handwerkliche Begabungen. Hanne Frackenpohl ist rastlos. Obwohl im Ruhestand besucht sie Kunstkurse, lernt unermüdlich bei Dozenten und verarbeitet das Gewonnene neu. Sie liebt das „kleine Format“, und ihre „Tintenschichtbilder“ bestechen durch ihre Patina, die die eigene Handschrift der Künstlerin verdeutlicht.
Sand, Sand, Sand, verarbeitet Annette Predeeck. Sand aus 182 Ländern der Welt, der durch ihre Werke an einem Ort zusammen fließt.
Die aufgesetzten Rostfundstücke lassen den Betrachter ihre Gedanken erahnen, aber auch freien Lauf für die eigene Phantasie. Für Predeek hat der Sand eine besondere Bedeutung. Sand ist überall, Menschen auch, so vermitteln ihre Werke ein eigenes Sozialverständnis.
Und eine große handwerkliche Kunst. Ein musikalisches Bonbon dürfen Kunstinteressierte am 23. November auf der „Kegelbahn“ genießen.
Der Musiker Julian Scheid wird eine Lesung musikalisch untermalen.
Die Ausstellung ist am Nikolausmarkt, 7. Und 8. Dezember geöffnet.
AB
