Hunderte Kinder zogen mit leuchtenden Laternen durch den idyllischen Hafenort Oberwinter
Sankt Martin begleitete die Kinder per pedes und verteilte Wecken
Oberwinter. Hunderte Kleinkinder und Kinder mit leuchtenden Laternen tummelten sich am frühen Freitagabend auf und um den Oberwinterer Grundschulhof. Angesagt war der traditionelle Martinszug. Wochenlang hatten sie ausgeschnitten, geklebt, Transparentpapier eingesetzt und vieles mehr, um eine tolle Martinslaterne zu basteln. Am Freitag war es dann endlich soweit. Die Oberwinterer Kinder zogen im Martinszug durch die Straßen und Gassen. Voller Stolz trugen die Kinder ihre farbenprächtigen hell erleuchteten Laternen. Allen voran hatte die Feuerwehr die Zugwege abgesichert. Voran ging in diesem Jahr der Sankt Martin in langem roten Mantel und mit Helm, aber ohne Pferd. Zahlreiche ehrenamtliche Vereinsvertreter sorgten für die Zugbegleitung. Mit dabei waren natürlich auch die Kindergartenkinder und Kleinkinder, mit Eltern und Großeltern.
Was besonders auffällig war, in Oberwinter, wie auch schon einen Tag vorher in Remagen, war, dass es fast gar keine gekauften Martinslaternen gab, denn die Kinder und wohl auch die Eltern und Erzieherinnen in den Kindergärten hatten tüchtig gebastelt, womit wirklich jede Laterne ein Unikat war. Ob Häuser in Variationen, ob lustige Tiere oder Köpfe oder Sonnen, viele unterschiedliche Motive fanden sich bei den Martinslaternen. Vieles hatten sich die Kinder mit den Erzieherinnen oder Lehrerinnen für ihre Martinslaterne einfallen lassen. Hunderte Kinderaugen leuchteten mit den Martinslaternen regelrecht um die Wette. Schön geschmückt hatten die Anwohner mit brennenden Kerzen und Fackeln ihre Häuser, sodass für die Kinder der Martinsumzug zu einem wahrhaft leuchtenden Erlebnis wurde. Und damit die Martinslieder kräftig gesungen werden konnten, wurden die Kinder vom Tambourcorps Oberwinter, vom Spielmannszug Rheinklänge Remagen und von den Blechpänz des Posaunenchores Remagen zum Mitsingen animiert. Mit dabei beim Martinszug waren neben den Kindergarten- und Schulkindern auch zahlreiche Eltern und Großeltern mit Kleinkindern, die ihren Lieben dieses Ereignis nicht entgehen lassen wollten. Und natürlich gehört zu einem Martinszug auch das Abbrennen eines mächtigen Martinsfeuers, das für die Kinder der Höhepunkt des Martinszuges in Oberwinter auf dem Schulhof war. Und zu Sankt Martin gehören natürlich auch die Wecken, die die Kinder nach dem Martinzug auf dem Schulhof entgegennehmen durften.
AB
Viele unterschiedliche Laternen waren zu bestaunen.
Die Kinder trugen stolz ihre Laternen durch den Ort.
