Elefantenfüsse e.V. fördert Gesundheit und Bildung in Kamerun
Sauberes Wasser für Akongo
Nachdem bereits ein Brunnen in Mebomezoa in Kamerun errichtet werden konnte, möchte der Verein auch im Dorf Akongo helfen
Bonn. Vergangenes Jahr zeigte der Verein „Elefantenfüsse e.V.“, wie viel bewegt werden kann, wenn nur Einer die Initiative ergreift. Joschka Merz sparte schon während seiner Schulzeit dafür, nach dem Abitur nach Kamerun zu reisen. Er knüpfte Kontakte nach Afrika und fand eine Familie, die bereit war, ihn in ihrem Zuhause aufzunehmen.
In Kamerun lernte Joschka Kinder kennen, die nicht zur Schule gehen konnten, weil sie nicht nur kein Geld für die Schuluniformen und Lernmaterialien hatten, sondern auch keine Zeit: Sie mussten jeden Tag weite Wege zurücklegen, um Wasser für ihre Familien zu holen. Dieses Wasser war jedoch verunreinigt, sodass sehr viele Dorfbewohner ständig krank waren.
Der Abiturient konnte nicht tatenlos zusehen, wie diese Kinder und jungen Leute schufteten und keine Chance auf eine Schulbildung hatten. Darum trommelte er seine Freunde und Familie zusammen und schmiedete einen Plan: Ein Brunnen sollte her. Dieser wurde nach nur wenigen Monaten gebaut, finanziert ausschließlich über Spenden. Die Dorfbewohner wurden im Umgang mit dem Brunnen geschult und können ihn nun selbst warten. Seit April 2015 trinken die überglücklichen Bewohner des Dorfes Mebomezoa sauberes Wasser.
Der in Deutschland für dieses Projekt gegründete Verein, Elefantenfüsse e.V., hatte innerhalb kürzester Zeit so viele Unterstützer gefunden, dass auch andere Aktionen umgesetzt werden konnten: Spielzeug-Geschenke für ein Waisenhaus sowie ein Schulprojekt. Hier werden die besten Schüler mit bunten Stiften und Büchern belohnt.
Nun soll ein zweiter Brunnen gebaut werden. Denn auch in Akongo gibt es kein sauberes Trinkwasser.
Ein Brunnen für Akongo
Akongo ist ein großes Dorf, etwa 110 Kilometer von Jaunde, der Hauptstadt Kameruns entfernt. Hier leben ungefähr 5000 Menschen, von denen 4000 das Erwachsenenalter noch nicht erreicht haben.
Die Menschen leben hauptsächlich von landwirtschaftlichen Aktivitäten und vom Kleinhandel. Charakteristisch für Akongo sind die extreme Armut und die schwache Kaufkraft der Bevölkerung. Dafür gibt es einen Hauptgrund: Das Dorf ist so abgelegen, dass die Dörfler es sehr schwer haben, ihre Feldprodukte in der Stadt abzusetzen.
Das größte Problem der Einwohner stellt die Wasserversorgung dar. Es gibt in Akongo keine Möglichkeit, an sauberes Trinkwasser zu gelangen. Was die Einwohner hier „Quellen“ nennen, sind eigentlich Pfützen, die in der Trockenzeit (Januar bis Februar) zunehmend schwinden, bis sie schließlich dann nicht mehr vorhanden sind. Diese sind häufig einen Kilometer querfeldein durch den Wald entfernt. Der Weg dahin ist aufgrund von nicht zu verachtenden Steigungen sehr beschwerlich. Das Wasser selbst ist sehr schlammig und alles andere als klar. Man kann sich vorstellen, dass der Rückweg, beladen mit zwei vollen Eimern, noch einmal erheblich schwieriger ist.
Durch den Konsum des Wassers leiden viele Menschen unter Krankheiten, die drastische Folgen (vor allem für Kinder) haben können.
Deshalb bittet die Dorfgemeinschaft die Elefantenfüsse e.V. um Unterstützung. Sie wissen, dass der Verein in einem anderen Dorf einen Brunnen gebaut hat, der das Leben der Menschen dort schlagartig änderte. Auch die Bewohner von Akongo hoffen auf ein Leben ohne Cholera. Darauf, dass ihre Kinder regelmäßig zur Schule gehen können und eines Tages eine gute Arbeit finden.
In Akongo sollen die Dorfbewohner, wie schon in Mebomezoa, darin geschult werden, ihren Brunnen zu reparieren und entsprechende Hygienerichtlinien einzuhalten. Die Schulungen sowie der Bau des Brunnens werden ausschließlich von Spenden an den Verein Elefantenfüsse e.V. finanziert. Diese Spenden gehen zu hundert Prozent nach Kamerun, denn alle Organisatoren arbeiten und reisen ehrenamtlich auf eigene Kosten.
Das Spendenkonto des Vereins ist: Sparkasse KölnBonn, IBAN: DE 17 3705 0198 1932 5149 10, BIC: COLSDE33XXX, Stichwort: Brunnen.
Weitere Informationen über den Verein gibt es unter www.elefantenfuesse.com sowie auf Facebook. -MX-
Dank der Initiative von Joschka Merz und den Unterstützern des Elefantenfüsse e.V. konnte innerhalb weniger Monate ein Brunnen errichtet werden. Dieses Wasser macht die Dorfbewohner nicht mehr krank. Fotos: Elefantenfüsse e.V.
