Allgemeine Berichte | 29.01.2026, 15:20 Uhr

Schachclub Talentschmiede verteidigt Tabellenspitze

Generationen im Schach vereint: Fjodor Jung (li.) gegen Wilfried Kälicke. Foto: Thorsten Kammer
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Bad Neuenahr-Ahrweiler. In der fünften Runde der B-Klasse im Schachbezirk Rhein-Ahr-Mosel kam es zum Nachbarschaftsduell zwischen Turm Grafschaft und der 2ten Mannschaft des SC Talentschmiede Ahrtal. Um den Platz an der Sonne zu behalten, mussten die Ahrtaler allerdings gewinnen, da die unmittelbare Konkurrenz aus Nickenich und Ochtendung bereits Siege eingefahren hatte.

An Brett 4 maß sich der 12-Jährige Fjodor Jung mit seinen über 70 Jahre älteren Kontrahenten Wilfried Kälicke und setzte diesen von Anfang an mächtig unter Druck. Im frühen Stadium gewann Jung einen Läufer, doch der Senior ergab sich nicht kampflos. Er sammelte fleißig Bauern ein, so dass er sich sogar ein materielles Übergewicht erarbeiten konnte. Allerdings setzte Fjodor seine Armee so gut ein, dass er in einer mehrzügigen Kombination erst einen Turm gewann und dann auf offenem Brett Matt setzte. Ein schöner Erfolg für den Youngster, der bisher eine sehr starke Saison spielt.

Am 3ten Brett musste sich Ben Klatt mit den schwarzen Steinen gegen Reinhold Hermann verteidigen. Das gelang nicht wirklich, denn ein schönes Opfer des Grafschafter Seniors, führte in einen nicht zu parierenden Königsangriff. Aber die Schachgöttin Caissa war diesmal der Talentschmiede holt. Nach einigen Irrungen und Wirrungen stand ein ausgeglichenes Endspiel auf dem Brett, das Klatt frech auf Gewinn spielte und belohnt wurde. Einmal im Vorteil ließ er sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und gewann die Partie.

Timo Schröder spielte am 2ten Brett gegen Wilfried Kriechel in einer symmetrischen Stellung. Es sollte eigentlich nicht viel passieren, aber es hätte auch anders kommen. Erst tappte Schröder in eine Eröffnungsfalle und hatte Glück, dass sein Gegner diese ebenfalls nicht sah und so die Stellung ausgeglichen blieb. Dann nahm der Ahrtaler seinerseits ein Geschenk die Dame mehrzügig zu gewinnen nicht an, so dass es unter dem Strich zu einer gerechten Punkteteilung kam.

Eine positionelle Partie war ebenfalls am Spitzenbrett zu sehen, wo Jonas Naumann einen Sieg gegen Frank Hitzelberger feiern konnte. Naumann überlegte anfangs sehr lange und hatte nach 15 Zügen zwar einen materiellen Vorteil erzielt, aber weniger als 10 min Restzeit auf seiner Uhr. Eine zusätzliche Zeitgutschrift von 30 min wird aber erst nach dem 40. Zug gewährt. Eine Partie zwischen „Hoffen und Bangen“. Aber auch diese Hürde nahm der Ahrtaler und fuhr letztendlich einen sicheren Sieg und das 3,5 zu 0,5 Endergebnis ein.

„Im Moment machen gerade die Youngsters richtig Spaß“, so der Vorsitzende der Talentschmiede Dr. Robert Kaufmann, „hoffen wir, dass sie noch lange auf der Erfolgswelle schwimmen.“

Generationen im Schach vereint: Fjodor Jung (li.) gegen Wilfried Kälicke. Foto: Thorsten Kammer

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