Allgemeine Berichte | 09.01.2019

Heimatverein öffnet die Türen und erzählt Geschichten zu den Exponaten

Schätze und Spannendes im Museum Villip

Der Vorsitzende des Heimatvereins Villip, Ulf Hausmanns (Zweiter von links), und Alexander Matz (Zweiter von rechts), mit den Besuchern Angela und Hans Thelen.CEW

Villip. Wozu brauchte jemand ein „Essensdraarekesselsche“? Woher kommt der Fritzdorfer Goldbecher? Wie haben die vielen antiken Werkzeuge funktioniert und warum ist das Bett in der Stube – immerhin ein Ehebett – so klein? Alle diese Fragen durften interessierte Besucher zur Öffnung des kleinen Museums im Keller der Villiper Turnhalle an den Museumsleiter und gleichzeitig Vorsitzenden des Heimatvereins, Ulf Hausmanns, und an Alexander Matz stellen.

Außerdem fanden sie gut zusammengestellte Dokumentationen des örtlichen Lebens und zu großen und kleinen Persönlichkeiten, die der kleine Ort hervorgebracht hat.

Im Lauf des Jahres soll hier noch viel mehr zu findensein. Hausmanns, Matz und der ebenfalls im Museum aktive Dieter Bach wollen durch die Veränderung einer Stellwand einen Minikinosaal schaffen. Durch die Zusammenarbeit mit dem Landschaftsverband Rheinland können dann nicht nur eigene Film- und Fotodokumentationen, sondern auch Filme zu historischem Handwerk und Leben vom Landschaftsverband gezeigt werden. Auch eine aktuelle Homepage sei in Planung, auf der zusätzlich zur Tagespresse auf die Film- und Vortragstermine hingewiesen werden soll. Außerdem sollen die Entwicklungen der Vereine im Zusammenhang mit der Ortsentwicklung beleuchtet werden.

Das Verhältnis der Burg zum Dorf, das handwerkliche und landwirtschaftliche Leben und natürlich die Einordnung in die übergeordneten historischen Zusammenhänge und die Funde aus der Römer- und Frankenzeit lägen als Schwerpunkte im Fokus der Ausstellungen. Gut nachvollziehbar sind nicht nur Handwerk und Landwirtschaft, sondern auch das tägliche Leben ist dokumentiert. So findet der Besucher in der „Stube“ eine mit originalen Möbeln nachgestellte „Gute Stube“, wie sie die Menschen vor 100 Jahren kannten. Ein Webstuhl will den Betrachter fast schon auf den zugehörigen Hocker zur Arbeit einladen, manches Werkzeug zeigt die Entwicklung handwerklicher Techniken der Vorfahren. Auch herausragende Persönlichkeiten, deren Wurzeln in Villip, Villiprott oder Holzem lagen, sind Thema der Ausstellungen. Unter anderem ist die Geschichte des weltweit erfolgreichen Anton Raaff hier zu finden. Geöffnet ist das Museum im Keller der Turnhalle der Villiper Grundschule jeden ersten Mittwoch im Monat zwischen 17.30 und 19 Uhr, am Tag des offenen Denkmals und nach Vereinbarung auch zu Gruppenführungen.

Ein historischer Webstuhl mit Kamm und Webschiffchen.

Ein historischer Webstuhl mit Kamm und Webschiffchen. Foto: Petra Reuter

Eine typische Stube, wie sie zum Ende des 19. Jahrhunderts üblich war, ist im Villiper Heimatmuseum nachgestellt.

Eine typische Stube, wie sie zum Ende des 19. Jahrhunderts üblich war, ist im Villiper Heimatmuseum nachgestellt. Foto: Petra Reuter

Alte Grenzsteine zeugen vom hierzulande untergegangenen Herrschergeschlecht der Rolande.

Alte Grenzsteine zeugen vom hierzulande untergegangenen Herrschergeschlecht der Rolande. Foto: Petra Reuter

Der Vorsitzende des Heimatvereins Villip, Ulf Hausmanns (Zweiter von links), und Alexander Matz (Zweiter von rechts), mit den Besuchern Angela und Hans Thelen.CEW Foto: Petra Reuter

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