Heißes Vergnügen beim Wein- und Heimatfest in Löf
„Schenkt ein den goldenen Wein“
Schon zum 55sten Mal bunte Unterhaltung an stimmungsvollen und geselligen Tagen
Löf. „Ein Trinkgefäß sobald es leer, macht keine rechte Freude mehr“, dieser Spruch von Wilhelm Busch, rezitiert von Landrat Dr. Alexander Saftig, hatte beim 55. Wein- und Heimatfest in Löf keine nennenswerte Bedeutung, denn an Getränken mangelte es wahrlich nicht! Zum Genießen standen die Löfer Winzerbowle, eine erlesene Auswahl an Rieslingen und Rosé-Weinen, Winzersekt, auch frisch gezapftes Bier und natürlich Nichtalkoholisches zur Verfügung. Im Gespann mit kulinarischen Leckerbissen, jeder Menge Live-Musik und einem nostalgischen Karussell war es ein perfektes viertägiges Unterhaltungsprogramm. Es ist die Dorfgemeinschaft Löf, angeführt vom ersten Vorsitzenden Lars Fischer, die seit 1972 das Zepter schwingt. Das erste Weinfest feierten die Löfer 1963, damals lag es in den organisatorischen Händen des Männergesangvereins. In deren Fußstapfen trat die Karnevalsgesellschaft, die allerdings ein
Sommerfest feierte, das dem heutigen Wein- und Heimatfest ähnelte. Es findet immer am zweiten Juli Wochenende statt und ist so oft ein heißes Vergnügen. Vier stimmungsvolle Tage lockten viele Besucher zum Straßenfest mit Blick auf die Mosel, die steilen Weinberge und die umliegende Burgenlandschaft. Mit einer besonderen Weinprobe im alten „Künster-Hof“, moderiert von den Löfer Weinmajestäten, fand die Eröffnung statt. Ingo Konrads mit seiner Wein-Comedy und Live-Musik von „Tuesday’s Gone“ sorgten
für die entsprechende Unterhaltung, dazu eine stilvolle Lichttechnik, die den Ort des Geschehens bei Einbruch der Dunkelheit in Szene setzte, waren der Garant für einen tollen Auftakt. Währenddessen ergriffen viele Festgäste die Gelegenheit, die Weinfeststraße zu besuchen und sich von der „high energy music“ von „Online“ unterhalten zu lassen. Es ist nicht selbstverständlich, dass sich in einem Weinort Weinmajestäten finden, die ihre Heimat und den Wein repräsentieren. In Löf ist diese Ära seit 1973 ununterbrochen. Marie heißt die amtierende Weinkönigin, ihr zur Seite stehen die Prinzessinnen Julia, Michelle und Sophie. Das Quartett wurde am zweiten Festtag mit einem Umzug zum Festplatz geleitet. Daran teil nahmen Weinmajestäten aus den Nachbarorten, Ehrengäste, die Sonnenringkinder und die Lehmer Razejunge. Musikalisch begleitete der Musikverein Löf den Zug. Auf der großen Bühne und in deren angenehmem Schatten präsentierten sie sich den wartenden Besuchern. Lars Fischer begrüßte die Anwesenden, sprach seinen Dank an die vielen Helfer aus, ohne die ein Gelingen aussichtslos wäre. Die Sonnenringkinder überraschten und entzückten mit lustigen Weinsprüchen. Einen bezaubernden Anblick boten die Weinmajestäten, die sich dem Publikum vorstellten und sich für die Einladung bedankten. Ortsbürgermeister Rudi Zenz sagte der Dorfgemeinschaft danke für deren
kompetenten Einsatz bei der Organisation des Festes. Einen herzlichen Dank sprach auch Landrat Dr. Alexander Saftig aus. Er ist stolz auf ein solches Engagement im Landkreis Mayen-Koblenz. In Vertretung des Bürgermeisters der VG Rhein-Mosel Bruno Seibeld, war der erste Beigeordnete Ralph Dötsch erschienen, dem sein Einsatz sichtlich Spaß machte. Für die passende musikalische Unterhaltung sorgte dann mit Mosel-Wein-Liedern Löfs Männergesangverein. Auch er ist Bestandteil der Dorfgemeinschaft, in der noch der Musikverein, die Karnevalsgesellschaft, der Sportverein und die Möhnen vertreten sind. Anschließend präsentierte der Musikverein Löf beim Platzkonzert Auszüge aus seinem umfangreichen Repertoire. Live-Musik und Stimmung machte an diesem lauen Sommerabend die Band „Hello“. Mit anspruchsvollem Jazz lockte am Sonntagmorgen das Jazz-Sextett „Running Wild“ die Gäste zum Frühschoppen. Der Nachmittag lag ganz im Zeichen der Familie, unter anderem amüsierten sich Groß und Klein mit dem Kinderartisten und Komiker Micha Messermann. Den abendlichen Löfer „Wein&Schmaus65plus“ begleitete der Musikverein Löf. Er sorgte für einen kurzweiligen und unterhaltsamen Aufenthalt mit ihrem Platzkonzert „Best-Of“. Nach so viel Feiern kam das abgespeckte Programm des letzten Festtages sehr gelegen, es bot genügend Zeit zum Ausruhen. Denn die Feststraße öffnete erst um 19 Uhr, ab 20.30 hieß es: Ausklang des Wein- und Heimatfestes mit „Wallstreet“. Zum Abschluss rockte die Band die Weinfestbühne und gab noch einmal richtig Gas. Es waren gelungene Festtage, bei denen der Weinspruch von Weinkönigin Marie oft an Bedeutung gewann: „Wasser lässt das Gras wachsen und Wein das Gespräch“. Darauf kann die Dorfgemeinschaft stolz sein, aber auch darauf, dass bei ihnen „Gemeinschaft“ und das „Wir-Gefühl“ einen hohen Stellenwert haben.
EP
Die Sonnenringkinder überraschten und entzückten mit lustigen Weinsprüchen.
Im Kreis von Ehrengästen und Weinmajestäten aus der Nachbarschaft präsentierte sich die amtierenden Löfer Weinkönigin mit ihren Prinzessinnen.
