Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn nehmen erneut am bundesweiten Aktionstag teil – Zahlreiche Partner tauschten die Arbeitswelt
Schichtwechsel 2025: Perspektiven tauschen, Verständnis stärken, Inklusion leben
Montabaur. Neue Perspektiven, persönliche Begegnungen und viel gegenseitige Wertschätzung: Zum wiederholten Mal beteiligten sich die Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn am bundesweiten Aktionstag Schichtwechsel, der jetzt wieder deutschlandweit stattfand.
In diesem Jahr sogar mit einem neuen Teilnehmerrekord: Rund 4.800 Menschen tauschten bundesweit ihre Arbeitsplätze, darunter 2.700 Beschäftigte aus Werkstätten für behinderte Menschen und 2.100 Mitarbeitende aus Unternehmen, Behörden und Institutionen.
Auch die Caritas-Werkstätten luden wieder zu spannenden Perspektivwechseln ein – dieses Mal an den Standorten Montabaur und Rotenhain. Insgesamt nahmen rund 30 Personen an den lokalen Tauschaktionen teil.
Montabaur: Zoll, Brauereiund Agentur für Arbeittauschen mit Werkstatt
Am Hauptstandort in Montabaur waren unter anderem Jamy Giesen und Vivian Ronshausen vom Hauptzollamt Koblenz, Noah Wörsdörfer und Torsten Laufer von der Westerwald-Brauerei H. Schneider GmbH & Co. KG aus Hachenburg sowie Daniela Gerlach, Ricarda Pethke und Stefanie Hens vom Team Reha der Agentur für Arbeit Montabaur zu Gast. Sie arbeiteten einen Tag lang in den Werkstätten mit und gewannen tiefe Einblicke in die anspruchsvollen und abwechslungsreichen Tätigkeiten der Beschäftigten.
Vivian Ronshausen zog ein durchweg positives Fazit: „Ich war im letzten Jahr schon dabei. Es macht riesigen Spaß und ist eine tolle Erfahrung.“ Stefanie Hens zeigte sich begeistert vom Vorrichtungsbau: „Dort entstehen individuell angepasste Arbeitsplätze – das hat mich sehr beeindruckt.“ Und Noah Wörsdörfer lobte das hohe Niveau der Arbeit: „Ich war überrascht, welche komplexen Aufgaben die Beschäftigten übernehmen. Der Schichtwechseltag ist eine großartige Aktion!“
Rotenhain: Arbeit erleben, Perspektiven tauschen –Vielfalt in Aktion
Auch in der Caritas-Werkstatt Rotenhain stand der Schichtwechsel ganz im Zeichen echter Zusammenarbeit. Werkstattbeschäftigte und Mitarbeitende des Bischöflichen Ordinariats Limburg, der Firma Deynique (Westerburg), des Sägewerks Martschauske (Rennerod) sowie Auszubildende der Dörner & Helmer GmbH (Urmitz) begegneten sich nicht nur – sie arbeiteten miteinander.
Beim Besuch in Limburg erhielten die Werkstattbeschäftigten einen unmittelbaren Einblick in die vielfältigen Arbeitsfelder des Bistums – von Verwaltung und Organisation über Inklusionsthemen bis hin zu sozialpastoralen Aufgaben. Gespräche mit Hildegard Wustmans, der ersten Bischöflich Bevollmächtigten, und den Mitarbeitenden der Fachstelle gegen Gewalt zeigten: Arbeit verbindet, wenn Menschen offen füreinander sind.
Der Gegenbesuch in Rotenhain machte diesen Perspektivwechsel komplett. Das Team der Fachstelle gegen Gewalt erlebte hautnah, was Werkstattarbeit heute bedeutet: strukturierte Abläufe, technische Präzision, hohe Qualitätsstandards – und Menschen, die mit Stolz und Professionalität ihre Arbeit gestalten. „Die Komplexität der Tätigkeiten und das Verantwortungsbewusstsein der Beschäftigten haben mich tief beeindruckt“, betonte Silke Arnold, Leiterin der Fachstelle.
Auch die weiteren Partnerbetriebe nutzten den Aktionstag, um Inklusion praktisch zu leben: So arbeitete Kevin Martschauske aktiv in der Schreinerei der Caritas-Werkstatt mit, während Werkstattbeschäftigte zum Gegenbesuch ins Sägewerk eingeladen wurden. Im Austausch mit Mitarbeitenden der Firma Deynique und den Auszubildenden von Dörner & Helmer entstanden intensive Gespräche über Berufsbilder, Qualifikationen und das gemeinsame Verständnis von Arbeit.
Der Rotenhainer Schichtwechsel zeigte eindrucksvoll, wie vielfältig und professionell Werkstattarbeit ist – und wie selbstverständlich Teilhabe gelingt, wenn Menschen sich mit Respekt und Neugier begegnen.
Ein starkes Zeichenfür Teilhabe
„Der Aktionstag Schichtwechsel lebt von Begegnungen auf Augenhöhe – und davon, dass wir voneinander lernen“, betont Armin Gutwald, Geschäftsführer der Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn. „Ich freue mich sehr über die rege Beteiligung auch in diesem Jahr. Der Tag zeigt eindrucksvoll, wie leistungsfähig, vielfältig und wertvoll unsere Arbeit und die unserer Beschäftigten ist.“
Der Schichtwechsel, koordiniert von der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen (BAG WfbM), fand in diesem Jahr bereits zum siebten Mal statt. Die bundesweite Resonanz war überwältigend – 370 Werkstätten beteiligten sich, darunter zahlreiche große Namen aus Wirtschaft, Politik, Kultur und Verwaltung. Der nächste bundesweite Aktionstag Schichtwechsel findet am 24. September 2026 statt.
Jamy Giesen (rechts) und Vivian Ronshausen (links) vom Hauptzollamt Koblenz lassen sich beim Schichtwechsel die Arbeit einer Beschäftigten erklären – ein Perspektivwechsel mit Mehrwert.
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