Allgemeine Berichte | 04.02.2026

Die Gesellschafter des GK-Mittelrhein prüfen ein Angebot der Stadt Boppard

Schließungsbeschluss fürs Heilig Geist steht unter Vorbehalt

Symbolbild. Foto: Pixabay/sasint

Koblenz/Boppard. Nach intensiven Beratungen haben die Gesellschafter des GK-Mittelrhein heute in ihrer Gesellschafterversammlung einen Beschluss zur Schließung des Standorts Heilig Geist Boppard zum 30. September 2026 gefasst. Der Beschluss steht jedoch unter einem ausdrücklichen Vorbehalt: Sollte die Stadt Boppard bis zum 2. März 2026 bestimmte zentrale Voraussetzungen erfüllen, werden die Gesellschafter dem Stadtrat Koblenz und dem Kreistag Mayen-Koblenz vorschlagen, in ihren März-Sitzungen den Schließungsbeschluss zu revidieren.

„Die Stadt Boppard hat vergangene Woche ein sehr wichtiges Signal gesendet und angeboten, in den Jahren 2026 und 2027 bis zu zwei Millionen Euro der Verluste des Heilig Geist zu übernehmen“, erklärt David Langner, Oberbürgermeister der Stadt Koblenz und Vorsitzender der Gesellschafterversammlung. Entscheidend ist nun, dass die Stadt Boppard diesen Betrauungsakt offiziell und ohne weitere Bedingungen beschließt.

„Darüber hinaus ist es notwendig, dass die Stadt Boppard und/oder der Rhein-Hunsrück-Kreis noch in diesem Jahr mit uns als Gesellschafter die Verhandlungen zur Gründung eines Gemeinschaftsunternehmen, in dessen Betrieb das Heilig Geist spätestens zum 1. Januar 2028 übergeht, aufnimmt. Dies ist notwendig, da wir als Landkreis Mayen-Koblenz und die Stadt Koblenz nicht dauerhaft ein Krankenhaus außerhalb unserer Gebietskörperschaft finanzieren können“, erläutert Marko Boos, Landrat des Kreises Mayen-Koblenz und stellvertretender Vorsitzender der Gesellschafterversammlung.

Wenn diese zentralen Punkte erfüllt werden, sehe man eine realistische Chance, die Schließung zu revidieren. „Die Beschlussfassung zu ändern, obliegt allerdings dem Stadtrat Koblenz und dem Kreistag Mayen-Koblenz“, betont Langner und ergänzt: „Wir wissen, dass diese Übergangszeit für die Mitarbeitenden und für die Bevölkerung in Boppard erneut mit Ungewissheit verbunden ist, aber es ist die einzige Möglichkeit, dem Zukunftskonzept noch eine Chance zu bieten.“

Zum Hintergrund: Für die Umsetzung des Zukunftskonzepts und insbesondere zum Ausgleich des weiterhin bestehenden Verlusts, braucht es eine Verlängerung des Betrauungsaktes. Dieser konnte jedoch mit dem Rhein-Hunsrück-Kreis nicht vereinbart werden. Allerdings hat die Stiftung Hospital zum Heiligen Geist auch weiterhin ihre Unterstützung zugesagt und die Stadt Boppard hatte in der vergangenen Woche ihr Angebot erneuert.

Pressemitteilung Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein

Symbolbild. Foto: Pixabay/sasint

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Boomerang : Die Gleichberechtigung von Mann und Frau ist eigentlich ein gutes Ziel. "Feministischer Kampftag" dagegen mutet an wie eine Kriegserklärung. Der moderne Feminismus ist pervertiert zu einem Anspruch die...
  • Günther: Es stellt sich nicht unbedingt die Frage der Beteiligung, sondern auch die Höhe der festgelegten Beteiligung. Soweit ich onformiert liegt der Anteil der Stadt bei 25% und die der Bürger bei 75%. Mindestens...
  • Roman: Und warum nicht NACHTS? wo so gut wie keiner behindert wird?
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Heizölanzeige
Titelanzeige "Torsten Welling"
Stellenanzeige
Närrische Preise 2026 - Bestellung Nr.: 0033084107
Image Anzeige
Stellenanzeige Berufskraftfahrer u. Kommissionierer
Anzeige KW 8
Best. Nr. DECPO-00017501 - Stellenanzeige Maschinenführer
Anzeige Jubiläum
Empfohlene Artikel

Hachenburg. Gleich zwei großartige Zeichen der Anerkennung für die wichtige Kinderhospizarbeit im Westerwald: Die Freunde der Kinderkrebshilfe/Unnauer Paten sammelten über das Jahr 2025 fast eine halbe Million Euro, die nun an verschiedene Projekte, unter anderem an den Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst im Hachenburg, verteilt wurde.

Weiterlesen

Ahrtal/Rheintal. Gute Nachricht von DB-Regio für das Ahr- und Rheintal: Drei Monate früher als vertraglich geplant, werden schon ab Mitte März die roten Elektrozüge an der Ahr eingesetzt. Dies teilten unisono Bahnsprecherin Annegret Scheffler und Thorsten Müller, Geschäftsführer des SPNV (SchienenPersonenNahverkehrNord) auf Rückfrage von Blick Aktuell mit.

Weiterlesen

Weitere Artikel

Vortrag beim Klimastammtisch:

Permakultur in der Praxis

Mayschoß. Gut gefüllt war die Alte Schule in Mayschoß, als Doris Schmitten aus Insul und Carl Philip Löhr aus Adenau auf Einladung des Klimastammtisch Ahr über ihre Erfahrungen mit Permakultur berichteten. Beide zeigten eindrucksvoll, wie vielfältig und alltagsnah diese Form des Gärtnerns sein kann.

Weiterlesen

Dauerauftrag
Dauerauftrag 2026
Rund ums Haus Daueranzeige
Image Anzeige
Kurse Feb. + März
Fachkraft für Wasserversorgung
Gesundheit im Blick
Gesundheit im Blick
Stellenanzeige Produktionsmitarbeiter
Imageanzeige Werbeplan 2026
Sachbearbeiter/in (w/m/d)
Närrische Preise
Wohnfabrik
Imageanzeige Radiologie & Nuklearmedizin
Stellenanzeige Mitarbeiter Straßen- und Tiefbaukolonne