Allgemeine Berichte | 19.06.2023

Der SPNV-Nord ist höchst unzufrieden mit den Baufahrplänen der DB Netz AG im Regionalbereich Mitte

„Schlimme Zeiten im Schienennahverkehr an der Mosel“

Symbolbild.  Foto: pixabay.com

Trier/Koblenz. Die vermutlich seit sehr langem bekannten und schon technologisch gebundenen Baumaßnahmen an der Moselstrecke zwischen Trier und Koblenz führen zu starken Frust bei den Fahrgästen, aber auch beim Besteller SPNV-Nord und den Eisenbahnverkehrsunternehmen DB Regio und Moselweinbahn.

Die Bauarbeiten an der Moselstrecke haben sowohl Totalsperrungen als auch eingleisige Sperrungen zur Folge. Dies ist für das Bauen sicherlich notwendig. Alle größeren Einschränkungen der Kapazität müssen aber auch in die Fahrpläne eingearbeitet werden. Die zuständige DB Netz AG traut sich nun, 3 Wochen vor der Durchführung der Bauarbeiten und 21 Wochen später als das Regelwerk vorsieht, den Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) einen Baufahrplan zu diktieren, der einfach nur schlecht ist. Und dies ohne jegliche Abstimmungen mit den EVU oder dem SPNV-Nord. So fällt der beliebte RE 1 zwischen Wittlich und Koblenz einfach aus und muss über 3 Wochen mit Bussen gefahren werden. Angeblich sei auf der Schiene nur noch Platz für die RB 81 vorhanden. In einer Korrektur von DB Netz wurde die RB 81 nachträglich dann aber auch noch zwischen Trier und Bullay in den Ausfall gesetzt, damit Vorranggüterzüge durchfahren können. Der SPNV-Nord hätte noch andere Varianten diskutieren oder vorschlagen wollen, aber dies wurde durch DB Netz abgelehnt. Auch hier hat der Infrastrukturbetreiber einen „Letztentscheid“.

„Katastrophale Leistung“

Die katastrophale Leistung im Baufahrplan der DB Netz AG versuchen die MitarbeiterInnen bei den EVU an der Mosel noch zum Besten für die Fahrgäste zu wenden, was aber leider in dieser unsäglich kurzen Zeit nur noch bedingt möglich ist. Die DB Regio als Betreiberin der Moselzüge hat am Freitag den 16.06.23 die baubedingten Fahrplanänderungen veröffentlicht und auch in die elektronischen Auskünfte eingearbeitet. Die Moselweinbahn zwischen Bullay und Traben-Trarbach wird noch nachziehen. Der SPNV-Nord dankt ausdrücklich den Fachkräften bei DB Regio, der Moselweinbahn und den Busunternehmen für die kurzfristigen Planungen.

Viele durch die bisherigen Bauarbeiten mit den Bus-Ersatzverkehren schon arg unzufriedene Fahrgäste werden jetzt bis Mitte Juli weitere Qualen in der Mobilität entlang der Moselstrecke erleiden, weil die DB Netz die fahrplantechnische Planung der nötigen Baumaßnahmen nicht mehr beherrscht.

Verbandsdirektor Thorsten Müller: „Man kann den Eindruck nicht loswerden, dass dies dem Schienen-Monopolisten auch manchmal egal ist. Seit Monaten oder Jahren hat der Bereich zu wenig Personal und viel zu viele Baumaßnahmen. Dann passieren auch noch Fehler. Offensichtlich mangelt es auch an einer Qualitätsprüfung, denn sonst könnten nicht solche groben Fehler zu Lasten der Fahrgäste passieren.“ Am Vorabend der Hochleistungskorridore an beiden Rheinstrecken mit mehrmonatigen Sperrungen macht die aktuelle Leistung im Bereich Baufahrplan nur Angst. Gerade im Bereich des Baufahrplans fordert der SPNV-Nord eine schnelle Rückkehr zu guter und pünktlicher Arbeit, die man sonst durchaus von DB Netz kennt. Und weil es noch nicht ausreicht, geht es nach dem 14.07.23 wieder mit Baumaßnahmen weiter, die jetzt immerhin 4 Wochen vorher angekündigt wurden – und schon wieder müssen in großer Eile Ersatzkonzepte erstellt werden.

Kleiner Lichtblick

Ein kleiner Lichtblick zeichnet sich ab: Bis zu 30 neue Fachkräfte sollen in dem Bereich eingestellt werden. Aber bis die dann da sind, sich in diese sehr komplizierten Sachverhalte der Baufahrplanung eingearbeitet und den großen Stau an Maßnahmen abgearbeitet haben, werden noch viele Wochen vergehen. Hoffentlich halten die vorhandenen Fachkräfte noch durch, bis diese besseren Zeiten erreicht werden.

Die Fahrgäste informieren sich bitte über die Änderungen, wobei die EVU versuchen, immer ganz aktuelle Informationen in den elektronischen Auskünften zu haben. Die Fahrgäste werden auch um Geduld gebeten.

Pressemitteilung SPNV-Nord

Symbolbild. Foto: pixabay.com

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