Elfte Ausgabe der Culinaria in Meckenheim verzauberte Alt und jung
Schmausen wie der berühmte Obelix
Meckenheim. Ein voller Erfolg war die elfte Ausgabe der Culinaria in Meckenheim. Die Gastronomen rund um Otto Stangl hatten ein eindrucksvolles Programm auf dem Meckenheimer Kirchplatz auf die Beine gestellt, auch das Wetter spielte trotz gegenläufiger Prognosen mit.
Es ist ein Fest von Meckenheimer Betrieben für die Meckenheimer, so fasste es Bürgermeister Bert Spilles in seiner Eröffnungsansprache zusammen. Er lobte die Culinaria als einen Treffpunkt für die Meckenheimer Bürger, wo sie ins Gespräch kommen. Zuvor hatte er gemeinsam mit Blütenkönigin Anna Mahnig die Culinaria offiziell mit dem obligatorischen Weizenbiertrunk gemeinsam mit allen Gastronomen eröffnet.
Die hatten dann auch alle Hände voll zu tun, denn bereits kurz nach der Eröffnung waren die Stände alle gut besucht. Mit einem Glücksrad machte direkt am Eingang die Meckenheimer Krautfabrik auf sich aufmerksam und natürlich auf ihren Grafschafter Rübensaft. Dass der auch wunderbar in Eis verwandelt werden kann, das zeigte Konditormeisterin Bianca Reichwein auf ihrem Stand, wo es neben Eis vor allem auch herrlichen Erdbeerkuchen und für die Kaffeefreunde eine Tasse guten Kaffees gab. Sehr erfreulich, dass es den Kaffee in richtigen Tassen und nicht in Einwegbechern gab, das ist nicht nur umweltfreundlich, sondern sorgt auch direkt für einen besseren Geschmack.
Bei den sommerlichen Temperaturen wurde aber auch gern ein Wein getrunken. Bei Wavino gab es den von der Nahe, von der Mosel und von der Ahr - und auch hier hatten alle allerlei zu tun. Überhaupt konnte sich zu den ganzen Speisen der Gastronomen mit dem passenden Wein versorgt werden. Ein guter Rotwein passte hervorragend zum Stand der Metzgerei Effert, wo es Wildschweinschnitzel Wiener Art mit lauwarmem Kartoffelsalat gab, aber auch Wildschweinwürste oder Rehmedaillons. Da konnten sich die Gäste fast wie der berühmte Gallier Obelix freuen, wenn es das Wildschwein als Festtagsschmaus gab. Da springt das Wild vor Freude direkt selber in die Pfanne, wenn es so köstlich zubereitet wird.
Direkt daneben hatte das Restaurant „La Grappa“ seinen Stand aufgebaut. Wie immer war das allein vom Anblick her eine wahre Freude für die Augen. Frische Pfifferlinge, wohin das Auge blickte, leckere Antipasti und dann natürlich noch Pizza und Pasta in den herrlichsten Variationen. Direkt weiter ging es zum Meckenheimer Grill, wo es Spezialitäten aus Griechenland gab, allein der Duft der Speisen frisch vom Grill ließ einem das Wasser im Munde zusammenlaufen. Otto Stangl hatte ebenfalls kulinarisch aufgebaut, bei ihm liefen die Öfen heiß, denn so schnell wie der Flammkuchen nachgefragt wurde, konnte er nicht hergestellt werden. Da war es dann auch für das Personal richtig heiß.
Freude auch bei Obstbauer Carsten Dahlhausen, der mit einem Stand die Culinaria bereicherte.
Die Besucher konnten sich dort direkt mit frischen Himbeeren, Kirschen, Erdbeeren oder auch Spargel versorgen, wobei der Betrieb ja auch als Lieferant des Cafés Reichwein oder des Lokals „Das Fässchen“ mehr als gut gefragt war. Meckenheimer Landwirte, die für Meckenheimer Gastronomen und Bürger produzieren - und dann wird das Ganze auch noch lecker dargeboten. Da kann getrost auch mal am Wochenende die Küche zu Hause kalt bleiben, denn die Preise waren sehr familienfreundlich kalkuliert.
Ein buntes Rahmenprogramm gab es quasi umsonst dazu. Die „Tomburg Winds“ hatten am Samstagabend für mehrere Stunden die Bühne und verzauberten mit Filmmelodien das Publikum, am Sonntag spielten die Lustigen Eifelländer zünftige Blasmusik, so dass auch für jeden Geschmack das Passende dabei war. Dies alles wurde mit einem verkaufsoffenen Sonntag abgerundet, der auch den Abschluss der siebten Meckenheimer Servicewoche bildete. Richtig glücklich zeigten sich die Meckenheimer Einzelhändler allerdings nicht, wie Verbundchef Willi Wittgen-Stoelbes erläuterte.
Die zahlreichen geplanten Umbaumaßnahmen im Rahmen des Integrierten Altstadtkonzepts finden derzeit ohne enge Abstimmung mit dem Verbund statt. Vor allem die aktuelle Verkehrsführung wird sehr kritisch gesehen. Während beim Umbau der Hauptstraße der enge Dialog von der Stadt mit Einzelhandel und Bevölkerung gesucht wurde, hat der Verbund derzeit den Eindruck, dass dies so gut wie gar nicht stattfindet.
STF
Ehrenbürgerin Erika Meyer-zu-Drewer ließ es sich ebenfalls nicht nehmen, den leckeren Erdbeerkuchen von Bianca Reichwein mitzunehmen.
Frische Pfifferlinge gab es bei „La Grappa“.
Volles Haus bei der Culinaria in Meckenheim.
