Allgemeine Berichte | 24.04.2019, 15:03 Uhr

Heimatvereins Villip organisierte den „Dreck weg Tag“

Schnappsflaschen waren diesmal der Renner bei der Dorfrandreinigung

Heimatverein: Neben mehr Müllbehältern an den Wegen und Bänken die Nutzung der Hundekotbeutel überdenken!

Die Sammler waren erstaunt, wie viel Müll sich im Gelände rund um die Ortschaften befand. Fotos: privat
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Villip. Wodkaflaschen waren der absolute „Renner“ bei der vorösterlichen Dorfrandreinigung, die der Heimatverein Villip für die drei Ortschaften Villip, Villirott und Holzem organisiert hatte. In sechs dezentral startenden Teams mühten sich mehr als zwei Dutzend Naturfreunde darum, den von anderen in Wiesen, Felder und Gräben geworfenen Unrat aufzulesen. Dieser wurde dann mit vier Traktorgespannen zum zentralen Container an der Villiper Feuerwache gefahren, von wo er auf Kosten der Gemeinde und damit aller Steuerzag´hler in Wachtberg regelgerecht entsorgt wird.

Schwerpunkte der Vermüllung waren erneut die Einfallstraßen in die Orte, an denen sich neben den zahllosen Glasflaschen auch Essensreste, Fahrzeugreifen und sogar beschädigte Paletten fanden. Einen besonderen Ekelfaktor bildeten dabei die zahlreichen Hundekotbeutel an beliebten „Gassi“-Wegen, die von sich offensichtlich als besonders witzig empfindenden Zeitgenossen auch schon einmal in die Zweige der Spazierwege beschattender Bäume geschleudert werden.

Mehr Mülleimer oder Hundekotbeutel

Für Günter Breuer, der die Dorfrandreinigung organisiert hatte, ein deutlicher Hinweis darauf, entweder mehr Mülleimer aufzustellen, oder die Beutelausgabe völlig einzustellen. „So ein Hundehaufen verrottet in 14 Tagen in der Natur“, in den Beuteln bleibe er der Umwelt und den Menschen sehr viel länger erhalten, Breuer, der selbst Landwirt ist. Viele der Plastikbeutel fänden sich bei der Grasmahd und bei der Kornernte in den Mähern wieder, was diese blockiere und die Qualität des Heus, wie des Korns, massiv schädigen könne.

Erbost zeigten sich etliche Sammler über die Geringschätzung, mit der auch das Umfeld von Bänken fast systematisch verschmutzt werde, von Bänken, die nicht nur von Spaziergängern, Wanderern und Radwanderern als Zwischenstation genutzt werden, sondern an den Ortsrändern älteren Menschen überhaupt erst den Weg in die ihnen über Jahrzehnte vertraute Natur ermöglichen. Selbst Silvestermüll fand sich dort noch. Als pietätlos wurde im Übrigen empfunden, dass nicht nur der große Parkplatz an der Kirche, sondern insbesondere auch der bereits zum Friedhof gehörende angrenzende Hang erneut von Müll übersät war.

Das alles und viele mehr wurde von den Teams bei der mittäglichen Brotzeit im großen Raum der Feuerwehr „aufgearbeitet“, die von Vorstandsmitgliedern des Heimatvereins wunderbar vorbereitet wurde. Wobei gerade auch aus Familien, die mit ihren Kindern die verhältnismäßig große Zahl von Kindern unterstützten, die sich mit elterlicher Genehmigung, aber auf eigene Faust, an der Sammelaktion beteiligt hatten, der Wunsch nach etwas mehr Teilnehmern aus den mittleren Generationen geäußert wurde.

Und so blieb als Ergebnis der zweistündigen Sammelaktion das Gefühl, etwas Gutes getan zu haben für Mensch und Natur und beim nächsten Mal wieder mit dabei sein zu wollen. Für den Vorsitzenden des Heimatvereins ist der gemessen an der Zahl der gefüllten Säcke „große Erfolg“ der Sammelaktion aber auch ein Hinweis, dass alle Nutzer der Natur sorgsamer mit ihr umgehen sollten und durchaus auch Mitbürger und Mitbürgerinnen, die das mal vergessen – absichtlich oder unabsichtlich – vor Ort daran erinnert werden sollten.

Mit Traktoren wurde der Müll zum zentralen Container an der Feuerwache gefahren.

Mit Traktoren wurde der Müll zum zentralen Container an der Feuerwache gefahren.

Mit Müllsacken und Handschuhen zogen die Helfer los.

Mit Müllsacken und Handschuhen zogen die Helfer los.

So mancher Müllbeutel wurde bei der Aktion gefüllt.

So mancher Müllbeutel wurde bei der Aktion gefüllt.

Die Vorstandsmitglieder des Heimatvereins hatten eine Brotzeit für die Sammler vorbereitet.

Die Vorstandsmitglieder des Heimatvereins hatten eine Brotzeit für die Sammler vorbereitet.

Die Sammler waren erstaunt, wie viel Müll sich im Gelände rund um die Ortschaften befand. Fotos: privat

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