Mach mit im Kannenbäckerland e. V. zeigte beeindruckendes Engagement in Krisenzeiten
Schnelle Reaktion auf die Maskenpflicht für das ganze Land
Innerhalb einer Stunde waren die Masken „ausverkauft“
Kannenbäckerland. Dies blieb auch der Bürgergemeinschaft MACH MIT e.V. im Kannenbäckerland nicht „verborgen“ !. Bereits bei der ersten Information, die Inge Schmidt, Vorsitzende der Bürgergemeinschaft, erhielt, hatte sie die Idee, beim Vorstand bzw. bei den Mitgliedern zu fragen, ob sie bereit sind, die Nähmaschinen „surren“ zu lassen. Sie hatte Glück: Gleich drei bis vier Näherinnen waren bereit, sich der Aufgabe zu stellen. Über eine Anzeige konnten weitere Hobbynäherinnen „aktiviert“ werden. Inge Schmidt versorgte die Mitmacherinnen mit Stoffen, Nähgarn, Gummi und Draht. Schon ließen flinke Finger die verschiedenen Modelle vorbereiten und die Nähmaschinen ratterten jeden Tag. Innerhalb weniger Tage waren bereits 150 Masken fertiggestellt.
Eckhard Kilian kann zwar nicht nähen, nahm aber Kontakt mit Oliver Zils, Leiter des CAP-Marktes, auf und bekam die Zusage, dass am Samstag, 25.04.2020 auf dem Parkplatz ein Stand aufgebaut werden kann. Das war optimal, da ab 27.04. das Tragen von Mund-Nasen-Masken in Bus, Bahn und öffentlichen Einrichtungen Pflicht wurde.
Innerhalb einer Stunde waren die Masken, die MACH MIT gegen eine freiwillige kostenlos zur Verfügung stellte, weg. Das Team um Hilde Rösner, Eckhard Kilian und Inge Schmidt, freute sich über großzügige Spenden. Damit hatten sie nicht gerechnet. Viele Besucher*innen gaben noch Bestellungen auf. Nicht nur das, auch die Aktion fand eine sehr positive Resonanz.
Angespornt von diesem Erfolg war die logische Folge, auch einen Stand in Hilgert und Höhr-Grenzhausen aufzubauen. Auch hier freute man sich über das „Angebot“ und die Aufmerksamkeit war beachtlich.
Da die fleißigen „Nähmaschinenbedienerinnen“ in ihren Nähstübchen Freude an der Arbeit hatten, konnten jeweils 100 Masken an das AWO- und das Bethesda-Seniorenzentrum gespendet werden.
Die Verantwortlichen aus diesen Häusern staunten nicht schlecht, als sie die Nachricht von einer Masken-Spende erhielten und bedankten sich ganz herzlich für diese Aktion.
Der Dank, so Inge Schmidt, geht vor allem an Bernice Görlich, Hildegard Jöris, Birgit Miller, Ursel Ketterer, Hilde Rösner, Vera Weingarten, Frauke Zoch – ohne sie wäre diese tolle Initiative nicht möglich gewesen. Eckhard Kilian hatte den mehrmaligen Transport des Standes übernommen und unterstützte die Truppe tatkräftig und mit viel Freude. Besten Dank dafür. Herzlichen Dank auch an alle, die Stoffe, Nähgarn und Gummi gespendet und an die, die für Zuschnitte gesorgt haben. Rundherum wurden bis jetzt mehr als 800 Masken gefertigt. Und: Die Produktion ist noch nicht eingestellt!
Die eingenommen Spendengelder wird die Bürgergemeinschaft „MACH MIT“ zu einem späteren Zeitpunkt für einen sozialen Zweck zur Verfügung stellen.
In fleißiger Heimarbeit wurden bereits über 800 Masken genäht.
Überall, wie hier in Hilgert, fanden die selbsgenähten Masken reißenden Absatz. Foto: Fotograf: R.Jaros
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