Eröffnung der Koblenzer Gartenkultur

Schönes BUGA-Gefühl kam auf

07.05.2019 - 15:09

Koblenz. Da war es wieder, das schöne alte BUGA 2011-Gefühl, als die Koblenzer Gartenkultur („KOGA“) 2019 jetzt in die neue Saison startete. Der das Fest federführend veranstaltende städtische Eigenbetrieb Grünflächen- und Bestattungswesen hatte mit seinen Partnern, der Koblenz-Touristik GmbH, der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz („GDKE“), der Seilbahn Koblenz und den Freunden der Bundesgartenschau („BUGA“) 2011 e.V. ein buntes Programm auf die Beine gestellt. Bei Sonnenschein, der sich am späten Vormittag mit frühsommerlichen Temperaturen durchsetzte, interessierten sich rund 6.000 Besucher für die zahlreichen Verkaufs- und Informationsstände und genossen das gastronomische Angebot entlang der Langen Tafel.



Erfolgreiche Weiterentwicklung der BUGA-Idee


Zur Eröffnung der KOGA marschierte am noch trüben und kühlen Morgen die Jazzband „Schräglage“ musizierend auf das Schloss zu, um dort von den Stufen herab rund zwei Stunden lang die KOGA zum Klingen zu bringen. Auf das, was die Besucher der Veranstaltung darüber hinaus erwartete, gab Andreas Drechsler (Werkleiter des Eigenbetriebs Grünflächen- und Bestattungswesen) einen ersten Ausblick. Die offizielle Eröffnung der KOGA wollte sich Oberbürgermeister David Langner nicht nehmen lassen, denn genau das war im Vorjahr seine erste Amtshandlung als neuer Oberbürgermeister der Stadt Koblenz. Er blicke voller Stolz auf den im Rahmen der KOGA bis zum Oktober dargebotenen Strauß von mehr als dreißig Kunst, Kultur und Geschichte betonenden, mehrheitlich eintrittsfreien Veranstaltungen, die als erfolgreiche Weiterentwicklung der BUGA-Idee anzusehen sind.

Tatsächlich bemühe man sich, jedes Jahr ein wenig BUGA auf die Fläche zu bringen, um die Gartenschau am Leben zu erhalten, sagte Thomas Schilling, Vorsitzender der BUGA-Freunde. Gutes und Bewährtes soll auf diese Weise fortgeführt werden. Das starke ehrenamtliche Engagement der BUGA-Freunde hob Dr. Andreas Schmauder, Direktor des Landesmuseums Koblenz und des Kulturzentrums Festung Ehrenbreitstein, positiv hervor. Mit dem grünen Daumen trage der Verein beispielhaft u.a. dazu bei, den Festungspark zu pflegen und damit den Erlebniswert für die Besucher heraufzusetzen. Die Besucherzahlen der Festung sprechen genau so für sich, wie die Übernachtungszahlen der Stadt Koblenz. Von 671.000 Übernachtungen im Jahr 2017 steigerte sich die Zahl im Jahr 2018 auf über 700.000, wie der Geschäftsführer der Koblenz-Touristik, Claus Hoffmann, informierte. Der kontinuierliche Anstieg der Zahl seit dem Jahr 2009, dem Geburtsjahr der BUGA-Freunde, sei ein Verdienst aller Akteure in dieser Stadt, die sich auch hier und heute präsentierten. Ihren zehnten Geburtstag werden die BUGA-Freunde am 18. August feiern mit einem „Bürgerfest“ im Koblenzer Schlosspark. In Vorbereitung darauf verteilten sie an ihrem Stand junge Stauden-Pflänzchen, die fast drei Monate später als hoffentlich prachtvoll entwickelte Pflanzen beim Bürgerfest eine Hauptrolle spielen dürfen, wenn sie Teil eines großen Blumenbildes werden.

Bei einem Rundgang über das Fest-Gelände überzeugten sich Oberbürgermeister Langner und die weiteren Grußwort-Redner von der hohen Attraktivität des Angebotes. Hier und da wechselten sie mit den Standbetreibern ein paar freundliche Worte, informierten sich über die Arbeit und ließen sich besonders interessante Stücke zeigen.

Vor allem Hobbygärtner kamen an diesem Tag voll auf ihre Kosten. In den weißen Faltpavillons vor dem Schloss präsentierten Gärtnereien, Floristikfachgeschäfte und Garten- und Landschaftsbaubetriebe Grünes, Blühendes und Dekoratives. Auf großes Interesse stießen zudem die Pflanzenbörse der BUGA-Freunde, die Bonsai- und Ikebana-Ausstellung im Schloss und der Pflanzendoktor, der für jedes Pflanzenweh einen guten Rat bereithielt.


„KontrASTREICH“


Begehrtes Fotomotiv und Inspiration waren die künstlerisch gestalteten floralen Objekte auf der Wiese vor dem Schloss. Sie entstanden im Rahmen des Gestaltungsprojektes „KontrASTREICH – altes Geäst und bunte Blütenpracht“ der Florist-Auszubildenden der Julius-Wegeler-Schule Koblenz. Wer wissen wollte, wie es gemacht wird, dem half Projektleiter Robert Frick gerne auf die Sprünge. Unter dem Motto „Gärtner – der Zukunft gewachsen“ warben Stadtgärtner der Stadt Koblenz auf einer Lehrbaustelle für den Gärtnerberuf. Zu den vielen weiteren Teilnehmern, die zum Gelingen des Festes beitrugen, gehörte u.a. der Modell-Club Lahntal e.V. aus Bad Ems, der auf der Wasserfläche im Schlosspark ein Schaufahren diverser Modelle veranstaltete. Der lebensecht wirkende spuckende Schwan sorgte für Heiterkeit bei Groß und Klein. Ein paar Schritte weiter verkaufte ein Kettensägekünstler aus der Eifel hochwertige Holzfiguren während auf der Rasenfläche das SeiltanzTheater „Luftgaukler“ Kinder die Kunst des Seiltanzes ausprobieren ließ. Und immer wieder begegnete einem das Walkact-Duo, das als langstielige Blumen über das Gelände stakelte und gute Laune verbreitete.

Eine große Anziehungskraft übten zudem die Exponate der Foto-Ausstellung „Kennen Sie Koblenz? - Ansichten des Fotografen Heinrich Wolf“ aus, die die BUGA-Freunde bis Oktober in den Kabinen der Koblenzer Seilbahn präsentieren. Viele Menschen verharrten vor den Fotografien und erinnerten sich gemeinsam an die Bilder ihrer Stadt, die überwiegend in den Jahren 1950 bis 1980 entstanden. Mit dem Verkauf von Kulturaktien und künstlerisch wertvollen Postkarten leistete die Koblenzer Kulturstiftung ihren Beitrag zur Förderung von Kultur und Kunst in Koblenz. Erschöpfte Festbesucher, die das gesamte Angebot betrachtet und genutzt hatten, freuten sich über die Möglichkeit einer Ruhepause. Als dem Körper sehr bequem schmeichelnd erwiesen sich die schönen „Rontondo“-Holzliegebänke, hergestellt von Menschen mit Beeinträchtigungen. Hier, am Stand der „Rhein-Mosel-Werkstatt“, gönnten sich auch Anna Maria Schuster (Geschäftsführerin der BUGA-Freunde) und Andreas Schmauder einen Moment, um mit einem Glas Wein auf die gelungene KOGA-Eröffnung anzustoßen. BSB

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Kommentare
Gerda Nehls:
Da der Nabu strickt gegen das Aufräumen war und ist, sollte der Nabu jetzt mal einen Teil der verursachten Schäden/ Kosten übernehmen. Treibgut war in erster Linie eben altes liegengelassenes Gehölz/ Bäume, nicht gemähte Ufer usw. Jetzt unterschreiben lassen, dass sie für die Zukunft für die Schäden...
Tobias Hilken (Bremen):
Habt ihr für den Schwachsinn einen Berater gebraucht? Oder ist das euch beim Würfeln eingefallen. ...
P. Müller:
Wer kommt bitte auf einen solchen Unsinn? Wie um alles in der Welt soll Brennholz das Problem sein, wenn ganze Häuser und Totholz an den Brücken hängen. Manchmal habe ich den Eindruck, die Welt ist echt am Ende!...
Tom:
Ich finde den Kommentar von J. Thul mehr als bedenklich. Die in seinen Augen depressiv machenden Fertig-Garagen sind "... ok für Bauarbeiter auf einer Großbaustelle in Afrika". Traurig, traurig :-( Er gehört zu den vielen Menschen, die solche Initiativen einfach mal mies machen. Eine Art Hobby gelangweilter...
Klaus Rinke:
Sehr guter erster Schritt für die Betroffenen.Und der Vorschreiben oben ......nur Rummotzen sonst nichts?Anstatt das zu Unterstützen erstmal nieder machen.Lachhaft so etwas.Es wird etwas Gutes Geschaffen und nur das zählt....
J.Thul:
Ich kann dem G. Friedrich zustimmen , das sind mehr Fertig- Garagen als was zum wohnen ! Da könnte man sich mehr einfallen Lassen ! Da wird man wirklich depressiv drin ! Ist ok für Bauarbeiter auf Großbaustelle in Afrika , aber nicht für die Senioren im Ahrtal..........
Gertie :
Aha wusste nicht dass dass Brennholz am Stück gelagert wird . Sorry es ist doch eher dass nicht wegräumen von Unterholz am wassernähe, 25 cm brennholzstücken können sich nicht so verkanten . Da sucht man wieder ein schuldige anstatt mal die Augen auf zu machen. Was macht man mit Autos,Containern ,Mülltonnen...
A.Hoffmann:
Ergreifende Bilder aber der Bildanzeige hätte man eine Funktion zum ausblenden hinzufügen müssen...
 
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