Allgemeine Berichte | 12.12.2024

Schulen im Kreis Ahrweiler: Zeitplan für den Aufbau steht

Ziehen beim Aufbau an einem Strang: Die Verwaltung zusammen mit den betroffenen Schulleitungen und dem Planungs- sowie Architekturbüro. Foto: Ahr-Foto / Kreisverwaltung Ahrweiler.  Foto: Kreisverwaltung Ahrweiler

Kreis Ahrweiler. Der Aufbau der kreiseigenen Schulen, die durch die Flut zerstört wurden, schreitet voran. Der Werkausschuss des Eigenbetriebes Schul- und Gebäudemanagement hat in seiner Sitzung im September die Vergabe weiterer Architektenleistungen beschlossen. Mit der Beauftragung des Büros HKS Architekten für den Wiederaufbau der Berufsbildenden Schule (BBS) konnte – zusammen mit dem Are-Gymnasium und der von Boeselager-Realschule – ein wichtiger Meilenstein für drei der am schwersten flutbetroffenen weiterführenden Schulen erreicht werden.

Aus diesem Anlass trafen sich unter anderem die Schulleitungen der drei Schulen zusammen mit Architektinnen und Architekten des auszuführenden Büros, dem Planungsbüro biregio und Vertretungen der Kreisverwaltung, um den Startschuss für die nächste Phase im Aufbau der Schulen einzuläuten.

Landrätin Cornelia Weigand betont: „Alle an dem Verfahren Beteiligte wissen, wie lange die Planungen im Hintergrund dauern und welche Vorbereitungen für die schlussendliche Umsetzung notwendig sind. Wir freuen uns, nun die nächsten Schritte machen zu können und unserem Ziel des nachhaltigen Aufbaus der Schulen ein großes Stück näher zu kommen.“

Das Planungsbüro biregio hat unter Leitung von Schulentwicklungsplaner Wolf Krämer-Mandeau gemeinsam mit den Schulen sowie der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier (ADD) als Schulaufsichtsbehörde ein Raumkonzept für den Wiederaufbau erstellt. Dabei geht es nicht um die Wiederherstellung des Vorherigen, sondern um einen Wiederaufbau unter drei zentralen Prämissen: der Berücksichtigung von Flutresillienz und Klimaschutz, der Einbeziehung neuer pädagogischer Konzepte und Anforderungen sowie dem Nutzen der Potenziale der Digitalisierung. Auf dieser Basis können die beauftragten Architekturbüros nun die konkreten Baumaßnahmen an den drei Schulen planen und zusammen mit der Verwaltung den Ablauf der Arbeiten besprechen.

Vor diesem Hintergrund ergibt sich für den Aufbau der kreiseigenen Schulen folgender Zeitplan: Das Peter-Joerres-Gymnasium kann voraussichtlich Mitte 2026 fertig gestellt werden, da sich an dem Gebäude keine größeren Veränderungen ergeben und die Schule eins zu eins wiederaufgebaut wird. Die Fertigstellung des Rhein-Gymnasiums folgt nach jetzigem Kenntnisstand zum 4. Quartal 2026. Die Baumaßnahmen am Are-Gymnasium sollen im Herbst 2027 beendet sein, die an der von Boeselager-Realschule Plus zum Ende des gleichen Jahres. Die Arbeiten an der Berufsbildenden Schule werden nach aktuellem Plan frühestens Ende 2028 abgeschlossen sein.

Nach der im Sommer erfolgten Zustimmung des Innenministeriums für einen Neubau der Levana-Schule an anderer Stelle läuft derzeit die Suche nach einem neuen Standort. Die Don-Bosco-Schule bleibt hingegen an ihrem bisherigen Platz, sodass auch dort der Wiederaufbau in die konkrete Planung geht.

Ziehen beim Aufbau an einem Strang: Die Verwaltung zusammen mit den betroffenen Schulleitungen und dem Planungs- sowie Architekturbüro. Foto: Ahr-Foto / Kreisverwaltung Ahrweiler. Foto: Kreisverwaltung Ahrweiler Foto: Hans-Jürgen Vollrath

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