Bremmer Knubbetheater präsentiert amüsante Verwechslungskomödie mit tollen Darstellern
„Schwäzz gebrannd un wees geflaggd“
Bremm. Man sollte schon des Bremmer Moselfränkischen kundig sein, will man sich denn im gleichnamigen „Knubbetheater“ sprichwörtlich vor Lachen kringeln und damit einhergehende Tränen des gleichen Kalibers von den vor Freude glühenden Wangen wischen. So auch beim diesjährigen Schwank des hervorragenden Bremmer Spaß-Ensembles mit dem Titel „Schwäzz gebrannd un wees geflaggd“. Proppenvoll mit begeisterten Besuchern präsentierten sich dazu alle Vorstellungen, in denen die versierten Darsteller einmal mehr zur Höchstform aufliefen. Allen voran die beiden, zunächst noch biederen, Bremmer Hausmütterchen Rosemarie Krämer (Gerti Pellenz) und Irmtraud Müller (Petra Schmitz). Sie fristen ihr tristes Bremmer Hinterhofleben, zwischen angepflanzten Primelchen und selbst gebranntem Schnaps, als untertänigst agierende Gattinnen von Peter Krämer (Rudolf Leitzgen) und Ernst Müller (Joachim Mons), die im Cochemer Verbandsgemeindeamt von Bürgermeister Helmut Probst als Verwaltungsbeamte tagtäglich dem Stress der Untätigkeit und „Faulenzeritis“ ausgesetzt sind. Besagtem Bürgermeister, der sich ebenfalls als treuer Bremmer Theaterbesucher unter den Zuschauern befand, zauberte dies ein deutliches Lächeln ins Gesicht, wobei er den Grund hierfür nicht offenbarte. Ruth Hillesheim und Helene Schmitz glänzen im Stück als ledige Landpomeranzen Margarete und Ulrike Henneberger, denen nichts entgeht und die den „Dorftratsch“ in eine ganz neue Dimension katapultieren. Simon Schmitz und Wolfgang Inden hingegen begeistern als bekennende Motorradfreaks Klaus Küster und Stephan Bischoff, die es soeben ganz zufällig in den Winzerort am berühmten Calmont verschlägt. Natürlich ist es „Labertasche“ Helene Schmitz, die in die Spätnachmittagsidylle von Krämers und Müllers während eines Fußbades für die überarbeiteten Beamten hineinplatzt und über scheinbar tolle Neuigkeiten zu berichten weiß.
Bischöflicher Besuch?
Nach einem von ihr belauschten Gespräch beim örtlichen Metzger hat sie dabei in Erfahrung gebracht, dass der Trierer Bischof wohl Bremm einen Besuch zum eigenen Ausspannen abstatten soll. Dass es sich hierbei aber tatsächlich um den Biker Stephan Bischoff handelt, erfährt sie erst in der Folge. Von dem bischöflichen Besuch aus dem Bistum schließlich überzeugt, ist es die Aufgabe von Peter Krämer und Ernst Müller, für einen adäquaten Empfang des Kirchenvertreters zu sorgen. Dies ausgerechnet zur bevorstehenden Zeremonie des Maibaumaufstellens, eine Tradition, die auch auf der Bühne eine herrlich kostümierte Rolle einnimmt. Nach einem Empfang mit wehenden Fähnchen stellt sich alsbald die „Bischof-Verwechslung“ heraus und die beiden Motorradrocker beziehen ein altes Haus in unmittelbarer Nachbarschaft von Müllers und Krämers. Mit unverhohlenem Argwohn beäugen dabei die beiden Herren des Hauses das Verhalten ihrer Ehefrauen Irmtraud und Rosemarie, die sich scheinbar zu den Neuankömmlingen mit den heißen Öfen hingezogen fühlen. Die bieten ihnen gar bei Abwesenheit ihrer Gatten eine flotte Spritztour auf ihren Maschinen an. Während die beiden Eingeladenen dann auf einem alten Holzbock mit Deckenauflage das Besteigen eines Motorrades üben, tasten sich ihre Männer mit einem scheinbar klärenden Gespräch an die Kradfahrer heran. Besagtes Gespräch endet mit einer gemeinsamen Bieraufnahme und wird nach dem Einbruch der Nacht auf einen weiteren Termin vertagt. Derweil haben auch die beiden Landpomeranzen Ulrike und Margarete Henneberger ein gewogenes Auge auf die beiden Neuankömmlinge geworfen.
Zwei Verschnaufpausen boten Zeit zum Durchatmen und Gelegenheit zum genüsslichen Austausch. Auch in diesem Jahr war es wieder eine herausragende Mundart-Aufführung mit überraschendem Happy End.
Motorradfahren will gelernt sein; das gilt auch für den Part des Sozius: Rosemarie Krämer und Irmtraud Müller üben auf einem Holzbock.
Die Verwaltungsbeamten Peter Krämer und Ernst Müller beäugen die neue Nachbarschaft hinsichtlich ihres Auftretens mit Argwohn.
In Bremm werden zum „Empfang des Bischofs“ gelbe Fähnchen gewedelt und Rosenblüten gestreut.
Artikel melden
Fahrraddemo in Bad Neuenahr: Mobilitätswandel im Ahrtal fördern
- Daniela Jacobs: Auch Fußgänger ????? sollten beachtet werden!Wenn jeder nur ein bisschen, wäre vieles einfacher!
- K. Schmidt: Die nächste Demo, gerade wenn sie sich an Familien richtet, sollte dann mal unter dem Motto stehen: "Fahrradhelme für alle!"
Kruft: Zwischen Dauerkritik und Tatendrang
- Rolf Stern : Der Text wirkt weniger wie eine Einordnung, sondern eher wie der Versuch, berechtigte Kritik abzuwürgen. Gerade bei öffentlichen Geldern ist Nachfragen keine Dauerschleife, sondern demokratische Pflicht.
- Andreas Lung: Liebe Frau Schumacher, Sie haben offensichtlich überhaupt nicht verstanden, worum es geht.
400 Quadratmeter ökologisch wertvolle Grünfläche angelegt
- Thomas Sebastian Napp: Ich kann der Gemeinde zu dieser Aktion nur gratulieren. Vor allem den Bauhofmitarbeitern muss ich hier ein Lob aussprecheb. Gleichzeitig kann ich es nicht verstehen, dass eine große Naturfläche auf dem...
- Anzeige -Weiterentwicklung des ambulanten und stationären Angebots
Zwei neue Oberärztinnen verstärken Fachkliniken in Saffig und Lahnstein
Saffig/Lahnstein. Die Teams der Fachklinik für Psychiatrie und Psychotherapie Saffig und des St. Elisabeth Lahnstein werden zum 01.04.2026 durch zwei neue Oberärztinnen verstärkt.
Weiterlesen
Traditionsveranstaltung geht am 19. April in die 16. Runde
Blütenfest verbindet Natur, Kultur und Gemeinschaft
Meckenheim. „Das Blütenfest hat eine Strahlkraft, die weit über die Stadtgrenzen hinausgeht. Deswegen ist es für uns sehr wichtig und wir freuen uns wieder auf eine schöne Veranstaltung“, hob Bürgermeister Sven Schnieber kürzlich die Bedeutung des Blütenfestes für Meckenheim hervor. Der Obsthof Dahlhausen war dabei zweifellos eine überaus passende Location, um auf die inzwischen 16. Auflage des am 19. April stattfindenden Traditionsevents vorauszublicken.
Weiterlesen
Fahndungserfolg in Prüm: Polizeikräfte nehmen Tatverdächtigen fest
07.04.: Schüsse im Kurpark von Prüm: Polizeibeamtin im Oberschenkel getroffen
Prüm. Ein Vorfall in Prüm führte zu einem Polizeieinsatz, bei dem ein Tatverdächtiger festgenommen wurde.
Weiterlesen
