Allgemeine Berichte | 06.08.2018

Sommerfest beendete das Ferienprogramm des Kinderschutzbundes

„Schwarzlichtminigolf und Höhlenmalerei waren der Renner“

BLICK aktuell unterstützt den Kinderschutzbund durch Anzeigenaktion 30 Prozent des Erlöses aus diesen Seiten gehen an den Kinderschutzbund Wir sagen DANKE allen Kunden, die hier mitgemacht haben

In und um das Regenbogenhaus wurde vergangenen Freitag gefeiert und gespielt. Fotos: FF

Neuwied. Mit einem großen Sommerfest endeten am vergangenen Freitag die Schulferien in und um das Regenbogenhaus in der Heddesdorfer Straße. Der Deutsche Kinderschutzbund Kreisverband Neuwied hatte zum Abschluss des Ferienprogramms eingeladen. Neben spannenden Spielen und einer Hüpfburg gehörte ein Kinderflohmarkt zum Programm. Natürlich war an dem heißen Tag auch für jede Menge Abkühlung gesorgt. Die Vorsitzende Gabriele Jung-Stertz freute sich mit den Kindern über eine Spende Eis aus der Nachbarschaft. Apropos Spenden: BLICK-aktuell unterstützt den Kinderschutzbund Neuwied mit dreißig Prozent aus den Anzeigenerlösen dieser Sonderseiten. Während die Kinder das Ende der Ferien bedauern, sind so manche Eltern froh, dass wieder der Alltag einkehrt. Sechs Wochen schulfrei stellt so manche berufstätigen Väter und Mütter, vor allem die Alleinerziehenden, vor Betreuungsprobleme. Gut, dass es den Kinderschutzbund gibt. „Wir sind so ziemlich die einzigen, die über die kompletten Sommerferien ein Programm anbieten“, berichtet Marc Stehle. Rund einhundertfünfzig Kinder im Alter von sechs bis dreizehn Jahren hatten an den unterschiedlichen Angeboten teilgenommen. Marc Stehle ist seit 2013 für das Ferienprogramm verantwortlich. „Immer mehr Eltern nehmen das Angebot über die gesamten sechs Wochen in Anspruch“, hat der Hauptamtliche beobachtet. Andere wiederum bringen ihre Kinder je nach Bedarfssituation nur für einen oder wenige Tage. Etwa, um einfach mal ein paar Dinge in aller Ruhe zu erledigen. „Die Renner in diesem Jahr waren das Schwarzlichtminigolf und die Höhlenmalerei“, resümierte Marc Stehle. Beides war erstmals im Programm des Kinderschutzbunds. Das Angebot reichte von Tagesausflügen, bei denen es unter anderem in den Zoo Neuwied, ins Piratenland oder zum Minigolf nach Altwied ging, bis hin zu mehrwöchigen Workshops. Bei einer Kinder Stadtführung lernten die Mädchen und Jungen die Geschichte ihrer Heimat kennen. Der überwiegende Teil der Teilnehmer kam aus der Innenstadt bzw. Heddesdorf. Viele Kinder, die sich bis dato nur vom Sehen in der Schule her kannten, lernten sich näher kennen. Einige der geschlossenen Freundschaften können in den nächsten Wochen beim offenen Treff, immer von Montag bis Donnerstag, jeweils von 16.00 bis 18.00 Uhr intensiviert werden. „Es handelt sich um ein niedrigschwelliges Angebot. Die Kinder kommen einfach, wenn sie Lust haben, eine Anmeldung ist nicht erforderlich“, lädt Marc Stehle ein. Manche Erinnerungen an die Ferienfreizeit werden dabei sicher lebendig gehalten. Etwa an den workshop der Höhlenmalerei. Das Land Rheinland-Pfalz förderte dieses Kunstprojekt, dass von Daniela Schneider aus dem archäologischen Forschungszentrum und Museum für menschliche Verhaltensevolution in Monrepos, geleitet wurde. Die Kunst und Kreativität stand mehrmals im Wochenplan. Die Jungs gingen bei den Laubsägearbeiten mit viel Herzblut zur Sache. Alle Kinder hatten Spaß beim Färben von T-Shirts. Mit Eifer waren die Mädchen an einem Nachmittag mit Bügelperlen beschäftigt. Die großen Projekte „Kleine Theaterwerkstatt“ und „Mein erster Trickfilm“ gehörten sicherlich zu den weiteren Höhepunkten. In der Theaterwerkstatt unter fachkundiger Leitung von Julia Prochnow schauten die Kinder hinter die Kulissen und konnten ihr Schauspieltalent unter Beweis stellen. Claudia Schmitz startete mit den Kindern ein zweiwöchiges Filmprojekt. Abschließend hebt Marc Stehle noch den integrativen Charakter der Ferienbetreuung und den Angeboten im Regenbogenhaus hervor. Ein großer Teil der Ferienkinder hatte einen Migrationshintergrund. Ein Drittel der Kinder ist syrischer Herkunft. Verständigungsprobleme gab es keine. „Die sprechen alle schon ganz prima Deutsch“, freut sich Marc Stehle.

Großes Angebot „im Laden“

Im Laden, eigentlich neben, aufgrund eines Wasserschadens nun aber im Regenbogenhaus untergebracht, bietet der Kinderschutzbund Neuwied ein großes Angebot an Bekleidung, Spielzeug, Kinderwagen und vieles mehr. Zum Höhepunkt der Flüchtlingswelle hatte der Verein im ehemaligen Katasteramt zusätzlich eine Erstversorgung für Flüchtlingsfamilien eingerichtet. Nun finden die Neuankömmlinge alles für den Nachwuchs in der Heddesdorfer Straße. Das Bekleidungsangebot gehört schon seit der Gründung des Kinderschutzbunds 1984 in Neuwied zum festen Angebot der Einrichtung. Heute wechseln sich über zwanzig ehrenamtlich Aktive ab, um an drei Tagen die Woche für die Kundschaft da zu sein. Insgesamt engagieren sich beim Kinderschutzbund rund 130 Menschen in unterschiedlichen Projekten. Neben dem Laden und der Betreuung gibt es Hausaufgabenhilfe, Rechtsberatung für Eltern und andere Hilfen. Zum Beispiel die „Nummer gegen Kummer“ oder die Hotline „Jugendliche helfen Jugendlichen“.

„Plant for the Planet“ 21./22. September

Das größte Projekt des Kinderschutzbunds steht am 21./22. September an. „Save the planet“ geht zurück auf das Jahr 2017“, berichtet Gabriele Jung-Stertz. Die Vereinsvorsitzende ruft das alljährliche Fest zum Weltkindertag in Neuwied in Erinnerung. Das findet in diesem Jahr am Freitag 21. September wieder auf dem Luisenplatz, Ecke Luisenstraße statt. Vor einem Jahr waren die Kinder aufgefordert, ihre Wünsche für ihre Stadt aufzuschreiben und an den Kinder-Wunschbaum zu hängen. Am zweithäufigsten wünschten sich die Kinder „mehr grün“. „Diesen Wunsch haben wir aufgegriffen“, erklärte Gabriele Jung-Stertz und kündigt für Samstag den 22. September die Aktion „Stop Talking – start Planting“ an. Übersetzt: Aufhören nur zu reden, sondern anfangen zu pflanzen. Unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Michael Mang und Maximilian Fürst zu Wied startet der Tag mit einer Akademie zu den Themen Klimaschutz und globale Gerechtigkeit. Im Anschluss wird zur Tat geschritten. Im Schlosspark werden vierzig Bäume und Sträucher gepflanzt. Mehr Informationen dazu und vor allem die Möglichkeit sich anzumelden, findet man im Internet unter: www.plant-for-the-planet.org/de/mitmachen/akademien

FF

Spezialitäten aus anderen Ländern unterstrichenden integrativen Charakters des Regenbogenhaus.

Spezialitäten aus anderen Ländern unterstrichen den integrativen Charakters des Regenbogenhaus.

Auf dem Flohmarkt des Sommerfestes war das ein oder andere Schnäppchen zu machen.

Auf dem Flohmarkt des Sommerfestes war das ein oder andere Schnäppchen zu machen.

Entchen angeln, Dosen werfen und vieles mehr konnten die kleinen Besucher erleben .

Entchen angeln, Dosen werfen und vieles mehr konnten die kleinen Besucher erleben .

Im Laden des Kinderschutzbunds gibt es allesrund um das Kind, von Bekleidung bis zum Spielzeug.

Im Laden des Kinderschutzbunds gibt es alles rund um das Kind, von Bekleidung bis zum Spielzeug.

„Schwarzlichtminigolf und Höhlenmalerei waren der Renner“

In und um das Regenbogenhaus wurde vergangenen Freitag gefeiert und gespielt. Fotos: FF

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