Allgemeine Berichte | 10.01.2018

Die Stadt Unkel lud zum traditionellen Neujahrsempfang mit Verleihung der städtischen Ehrennadel ins Rathaus

Schwester Rosita Haubrich trug sich ins Goldene Buch der Stadt ein

Festredner Aribert Peters und Stadtbürgermeister Gerhard Hausen flankierten die neue Trägerin der städtischen Ehrennadel.DL

Unkel. Das Trio „Tunes in Time“ eröffnete den Neujahrsempfang der Kulturstadt am Rhein, zu dem der Unkeler Stadtbürgermeister Gerhard Hausen am Samstagvormittag in den Sitzungssaal des Rathauses eingeladen hatte. Begrüßen konnte er dort zusammen mit seinen Beigeordneten Wolfgang Plöger und Siegfried Brenke neben Bürgern aus allen Stadtteilen, Mitgliedern des Rates und der Ausschüsse sowie der sportlichen, kulturellen und sozialen Einrichtungen.

„Sie alle sind heute hier her gekommen, nicht nur um sich im neuen Jahr erstmals auszutauschen, sondern vor allem um die Ehrung ihrer verdienstvollen Mitbürgerin, Schwester Rosita Haubrich, mitzuerleben“, so der Stadtchef, der sich jedoch zunächst einem Rückblick widmete. Diesen eröffnete er mit dem Kauf des ehemaligen Güterbahnhofgeländes durch die Stadt, das nicht erst seit dem Brand 2011 ein öffentliches Ärgernis gewesen sei. Als neuer Besitzer habe die Stadt Verantwortung übernommen und das unerträglich vermüllte Gelände in einem Kraftakt komplett räumen lassen. Auch der zweite Schadfleck Unkels, die „Löwenburg“ im Herzen der Kulturstadt sei zusammen mit dem benachbarten, unter Denkmalschutz stehenden Fachwerkhaus erworben worden, sodass man auch dieses Problem an der Wurzelpacken könne.

Barriere-Freundlichkeit in der Stadt

„Trotz schwieriger Finanzlage investieren wir in die Barriere-Freundlichkeit in unserer Stadt. Neben der behindertengerechten Absenkung der Bürgersteige sind wir mit einer weiteren öffentlichen behindertengerechten Toilettenanlage, der dritten auf dem städtischen Friedhof, dem Hauptanliegen der älteren Generation nachgekommen“, erklärt Gerhard Hausen, ohne den behindertengerechteren Umbau der Anlegestelle der Bonner Siebengebirgs-Schifffahrtsgesellschaft zu vergessen. Voller Stolz wies er zudem auf die neue DRK-Rettungswache neben der Unkeler Feuerwehr hin sowie auf die Erneuerung der Eisenbahnbrücke in der Bahnhofstraße. Schon in Kürze könne die Unterführung endlich freigegeben werden, versprach er.

„Unter großer finanzieller Kraftanstrengung hat die Stadt für ihre Kids einen den BHAG-Sportplatz mit Hybrid-Rasen gebaut, ein Aushängeschild für den Vereinssport in Unkel. Eingeweiht wird dieser am Freitag, 27. April, hoffentlich mit vielen sportbegeisterten Gästen“, so Gerhard Hausen, bevor er sich der energetischen Sanierung des Altbaus des städtischen Kindergartens zuwandte, bei dem die Stadt angesichts des stetigen Zuzugs kinderreicher Familien über zusätzliche Gruppenräume nachdenken, wenn nicht sogar ein Neubau in Angriff genommen werden müsse.

Abschließend ging der Stadtchef natürlich auch auf das Integrierte Stadtentwicklungskonzept für die Sanierung der Altstadt mit Fördermitteln in Höhe von fast fünf Millionen Euro ein. „Vieles von dem, was zur Lebensqualität in Unkel beiträgt, basiert aber auf den Initiativen und auf dem Engagement der hier lebenden Menschen“, dankte er ausdrücklich den vielen Ehrenamtlern, um sich dann der Person zu widmen, die sich in besonderer Weise um das Gemeinwesen verdient gemacht hat.

Verleihung der städtischen Ehrennadel

„Es gibt wohl kaum einen alteingesessenen Unkeler, der den Namen Rosita Haubrich nicht kennt. Für unsere Stadt ist sie ein Segen, für unsere Gesellschaft ist sie ein Vorbild“, konstatierte Gerhard Hausen in seiner Laudatio. Die Ordensschwester der Franziskanerinnen vom Heiligen Josef trage seit 30 Jahren vom Altenheim Christinenstift aus ihre segensreiche Tätigkeit in die Unkeler Gemeinde, begründete er die Verleihung der Ehrennadel an die 70-Jährige.

Am 28. Dezember 1947 in Rivenich, Kreis Wittlich, geboren, hatte die Tochter einer Bauern- und Winzerfanilie in Schwaich Kontakt zum Orden der Franziskanerinnen vom heilige Josef bekommen, in den sie dann 1966 eingetreten war. 1968 schloss sie eine Ausbildung als Wirtschafterin ab und wurde Leiterin der Küche im Kinderheim Sankt Josef in Grevenbroich, 1977 wurde sie in das Kinderheim in Aegidienberg versetzt, wo sie eine zusätzliche Ausbildung als Erzieherin absolvierte, um zehn Jahre lang acht Kinder im Alter von zwei bis 17 Jahren in einer Familiengruppe zu betreuen. Seit 1987 ist das Christinenstift ihr Zuhause, das der Orden, dessen Motto „Ein Leben mit Gott und für die Menschen“ lautet, 1982 übernommen hatte.

Professionelle Arbeit für hilfsbedürftige, schwache oder alte und kranke Menschen

„In Zeiten schwieriger Umstellungen in Pflege und im Gesundheitswesen stellt dieses Motto hohe Anforderungen an die professionelle Arbeit für hilfsbedürftige, schwache oder alte und kranke Menschen und wie man diesen Anforderungen gerecht werden kann, das zeigt der Einsatz, den Schwester Rosita tagtäglich heiter, ausgeglichen und effizient leistet“, hob der Stadtchef hervor. Immer habe sie ein freundliches Wort auf den Lippen und würden so den Leitspruch der Franziskanerinnen „Füreinander da sein mit Hand und Herz“ vorleben. Bei ihr würden professionelle Sicherheit und vielfältige Erfahrungen im organisatorischen, wirtschaftlichen und technischen Bereich mit Erfahrungen im mitmenschlichen Umgang zusammentreffen.

„Hier wirkt kein Schreibtisch-Mitarbeiter, sondern eine Persönlichkeit mit großem Herzen für die ihr Anvertrauten“, so Gerhard Hausen. Aber auch die Kollegen vor Ort würden Schwester Rosita als ausgleichend und hilfsbereit, stets den Überblick behaltend sowie als einen Menschen mit einem offenen Ohr für jedermann erleben. Diese Haltung habe sie zum „guten Geist des Hauses“ werden lassen.

„Auch noch mit 70 Jahren ist sie täglich vor Ort präsent. Trotz ihres Ruhestands ist Schwester Rosita, die seit einigen Jahren auch Vertreterin der Provinz-Oberin der Franziskanerinnen des heilige Josef ist, immer noch als aktives Mitglied im Ortsausschuss des Pfarrgemeinderates mit der Konzeptionsentwicklung befasst und arbeiten an der Zukunftsplanung mit“, berichtete der Bürgermeister. Neben der hauswirtschaftlichen Leitung des Christinenstifts, der Pflegehilfe sowie der Caritas- und Gemeinderatsmitgliedschaft sei ihr der Dienst in der Christinenstift-Kapelle und in der Pfarrgemeinde sehr wichtig. So nehme Schwester Rosita in der Kapelle und in Sankt Pantaleon als Lektorin und Kommunionshelferin eine wichtige Funktion ein. Außerdem übernehme sie bei Verhinderung von Pfarrer Andreas Arend selbstständig den Wortgottesdienst und auch der Küsterdienst sowie der Blumenschmuck in der Kapelle liege ihr am Herzen.

„Für Ihr langjähriges, segensreiches Wirken im Altenheim sowie in der Kirchengemeinde, vor allem aber für Ihre Nächstenliebe möchten wir Ihnen heute dank sagen und Sie als sichtbares Zeichen unserer Anerkennung und des Dankes mit der Ehrennadel der Stadt auszeichnen“, beendete der Stadtchef seine Laudatio, um Schwester Rosita die hohe städtische Auszeichnung anzustecken, bevor sich die Geehrte in das Golden Buch von Unkel eintrug

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Festredner Aribert Peters und Stadtbürgermeister Gerhard Hausen flankierten die neue Trägerin der städtischen Ehrennadel.Foto: DL

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