„Mainzer Erklärung“ für ein gemeinwohlorientiertes Glücksspiel
Sechs Nutznießer stützen aktuelles Lotto-Modell
Koblenz. Vertreter von sechs großen gesellschaftlichen Institutionen haben sich in Mainz für die Stärkung des gemeinwohlorientierten Glücksspielmodells ausgesprochen. Dies haben sie mit der gemeinsamen Unterzeichnung der sogenannten „Mainzer Erklärung“ untermauert.
122 Millionen Euro haben die beiden Lotterien GlücksSpirale und BINGO seit 1970 in Rheinland-Pfalz an ihre Nutznießer ausgeschüttet. Eine immense Geldsumme, ohne die in den Be-reichen Wohlfahrt, Sport, Denkmalschutz, Umweltschutz, in der Musikkultur und in der Entwicklungszusammenarbeit vieles nicht möglich gewesen wäre.
Kommerzielle Anbieter mit Sitz im Ausland und ohne deutsche Erlaubnis bieten Kopien der Lotterien des Deutschen Lotto- und Totoblocks – auch der Glücksspirale – über das Internet an. Den Spielinteressierten wird suggeriert, dass er an den deutschen Lotterien teilnimmt. Tatsächlich aber wettet er auf den Ausgang einer Lotterie, nimmt aber in Wahrheit nicht an dieser teil. Die Erträge fließen den privaten Anteilseignern der Anbieter zu und werden so dem Gemeinwohl entzogen.
Die Folge: Geringerer Umsatz bei den staatlichen Lotteriegesellschaften, weniger Abgaben an die Nutznießer und folglich auch weniger Geld für wichtige Projekte des Gemeinwohls.
Diese Entwicklung wollen die sechs in Rheinland-Pfalz begünstigten Institutionen nicht tatenlos hinnehmen und haben deswegen die sogenannte Mainzer Erklärung verfasst und unterzeichnet.
Pressemitteilung von
Lotto Rheinland-Pfalz
Vorne v.li. Dr. Ursula Schirmer (Deutsche Stiftung Denkmalschutz), Pfarrer Albrecht Bähr (LIGA der freien Wohlfahrtspflege Landessportbund Rheinland-Pfalz in Rheinland-Pfalz). Hinten v.li. Peter Stieber ( Landesmusikrat Rheinland-Pfalz), Dr. Hartmut Heidenreich (ELAN Rheinland-Pfalz), Jochen Krebühl (Stiftung Natur und Umwelt), Walter Desch (Landessportbund) sowie Lotto-Geschäftsführer Jürgen Häfner.Foto: Stefan Sämmer
