Flüchtlingshelferkreis Rheinbach
„Sehnsucht nach Fremde“: Drei Frauen auf der Flucht
Theaterstück brachte zahlreiche Spenden für die ehrenamtliche Arbeit
Rheinbach. Auf erfreulich großes Interesse stieß trotz Ferienzeit und sommerlicher Temperaturen im August die Aufführung des Theaterstücks „Sehnsucht nach Fremde - das Buch Rut neu aufgeschlagen“ für den Flüchtlingshelferkreis Rheinbach in der Aula des Sankt-Joseph-Gymnasiums Rheinbach.
Unter der Leitung von Alberta Schatz vom Asarja-Haus in Rheinbach spielten Christine Debus, Christel Faber und Andrea Weiß ebenso einfühlsam wie fantasievoll drei Frauen auf der Flucht, die - versteckt im Container - ihrerseits die Geschichten aus dem alttestamentarischen Buch Rut nachspielten, um so ihren eigenen Ängsten, Sehnsüchten und ihrem Hunger nach Geborgenheit Ausdruck zu verleihen. Auf zwei Ebenen wurde das Publikum so zu Zeugen einer Annäherung und Aneignung: Die alte Geschichte von der Moabiterin Rut, die ihre Heimat verlässt, um ihrer Schwiegermutter Noomi nach Israel zu folgen, wird von den Flüchtlingen im Container spielerisch erschlossen. Die Darstellerinnen ihrerseits näherten sich im Spiel der Situation von Frauen auf der Flucht nach Europa an.
Klar, dass diese Auseinandersetzung mit dem „Anderen“, dem „Fremden“ nicht ohne Konflikte erfolgt. Und dennoch steht am Ende - wie in der biblischen Vorlage - die Verheißung von Glück, Heimat und Geborgenheit.
Nach Ende der Aufführung ergab sich noch die Gelegenheit des Gesprächs zwischen Darstellerinnen, Regisseurin und Zuschauerinnen und Zuschauern.
Der Flüchtlingshelferkreis bedankt sich für die Theateraufführung und zahlreichen Spenden zugunsten der ehrenamtlichen Arbeit in Rheinbach.Pressemitteilung
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