Verkehrsverbund Rhein-Mosel informierte über Fahrpläne und Tarife
Senioren wünschen sich mehr Barrierefreiheit bei Bus und Bahn
Gute ÖPNV-Abdeckung in Bad Neuenahr-Ahrweiler und Umgebung
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Ohne Frage: Ob Klimawandel, flexible Mobilität oder demographische Entwicklung: Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) ist von wichtiger Bedeutung, die sich in Zukunft wohl noch potenzieren wird. Dabei ist das vielschichtige Angebot nicht immer leicht zu überblicken, vor allem für ältere Menschen. Ein kürzlich in der Augustinum Seniorenresidenz auf Einladung von Ortsvorsteher Richard Lindner veranstalteter Informationsabend des Verkehrsverbund Rhein-Mosel (VRM) setzte genau an diesem Punkt an. Mehr als 100, meist ältere Besucher erhielten dabei überaus nützliche und auch interessante Informationen rund um den ÖPNV in der Kreisstadt und deren Umgebung.
Verbundgebiet von 6.400 Quadratkilometern
Immerhin umfasst das Verbundgebiet mit den Landkreisen Ahrweiler, Altenkirchen, Neuwied, Westerwald, Mayen-Koblenz, Koblenz, Bad Ems, Cochem und Simmern einen Raum von insgesamt 6.400 Quadratkilometern und hat rund 1,3 Millionen Einwohner. 140 Verkehrsunternehmen befinden sich derzeit unter dem Dach des VRM. Was schnell klar wurde: viele Informationen zum ÖPNV und zum VRM finden sich im Internet (www.vrm.de), das inzwischen auch von älteren Menschen reichlich genutzt wird – Tendenz steigend.
Die Ausführungen von Dozentin Renate Adams vom VRM machten zudem deutlich, das Bad Neuenahr-Ahrweiler und Umgebung über eine gute ÖPNV-Abdeckung verfügen. Das wurde durch die Vorstellung der örtlichen Buslinien untermauert, die auch Verbindungen ins benachbarte NRW, beispielsweise nach Rheinbach, sicherstellen. Interessant war auch der Blick auf die verschiedenen Tarifklassen und der finanzielle Vergleich zum privaten Pkw.
Sparmöglichkeiten durch Sonderkarten
Sonderkarten wie die „VRM-Mobil-Card“ oder die „Bahn Card“ sorgen hier für Ersparnisse, besonders für Senioren über 65 Jahre. Auch Wochen- oder Monatskarten haben entsprechendes Sparpotential. In der anschließenden Fragerunde mit Renate Adams und Richard Lindner wurden vor allem seniorenspezifische Themen angesprochen. So ist es für gehbehinderte Menschen fast immer sehr problematisch, Bus und Bahn mit dem Rollator zu nutzen. Hier wünschten sich viele Besucher noch mehr Barrierefreiheit. Positive Anmerkungen gab es auch. So lobte ein Gast seine ausnahmslos positiven Erfahrungen bei der wöchentlichen Fahrt von Bad Neuenahr nach Köln.
Renate Adams vom VRM informierte über alles rund um den lokalen ÖPNV.
